US-News: Tausende fliehen - Jetzt brennt es auch noch in der Wüste
Newsblog zur US-Politik
Tausende fliehen – Jetzt brennt es auch noch in der Wüste
Aktualisiert am 24.08.2026 - 03:46 UhrLesedauer: 19 Min.
In Nevada brennen Teile der Wüste. Trump attackiert einen ehemaligen engen Vertrauten. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 24. August
Brände im US-Bundesstaat Nevada: Zehntausende müssen fliehen
Wegen der schweren Brände im US-Bundesstaat Nevada haben die Behörden 42.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Weitere 45.000 sollten sich auf eine Evakuierung vorbereiten oder schon jetzt ihre Häuser verlassen, wie die Einsatzkräfte auf Facebook mitteilten. Die Flammen in einer hügeligen Region am Rand der Großstadt Reno hatten sich im Laufe des Sonntags (Ortszeit) schnell auf eine Fläche von mehr als 6.000 Hektar ausgebreitet.
Sechs Personen, darunter drei Einsatzkräfte, wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Rund 800 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Das Feuer sei von Menschen verursacht worden, erklärten die Einsatzkräfte - ohne weitere Details zu nennen. Die Ermittlungen dauern demnach an. Die Schulbehörde teilte mit, dass es in den Schulen in der betroffenen Region am Montag keinen Unterricht geben werde. Gouverneur Joe Lombardo rief für den Bezirk Washoe County den Notstand aus.
Die Brände breiten sich im äußersten Westen des durch Wüstenlandschaft geprägten Bundesstaates aus, unweit der Grenze zu Kalifornien und in unmittelbarer Nähe der Casino-Stadt Reno. Erstmals alarmiert wurde die Feuerwehr wegen des Brandes am Samstagvormittag. Seither kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Flammen, die sich vor allem durch Gras und Gebüsch fressen. Bislang sei das Feuer noch zu "null Prozent" unter Kontrolle, berichten lokale Medien. "Unsere Wetterbedingungen sind weiterhin schwierig", sagte Pete Bryant von der Feuerwehr Reno. "Heiß, trocken, windig – und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht."
Iran warnt USA vor Bumerang-Effekt bei Wirtschaftskrieg
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die USA angesichts der von Washington geplanten verschärften Sanktionen gegen die Islamische Republik vor einem Bumerang-Effekt gewarnt. Auf der Plattform X teilte er einen Comic, der insinuierte, dass der von Washington angekündigte Wirtschaftskrieg die USA selbst treffen werde.
US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran drastisch erhöhen zu wollen. Er sprach von einem "wirtschaftlichen D-Day" für den Iran. Er drohte auch Unterstützern Teherans mit drakonischen Maßnahmen. Details zu seinen Plänen lieferte Trump zunächst nicht. US-Finanzminister Scott Bessent will am Montag auf einer Pressekonferenz über das Vorhaben informieren und sprach von den "härtesten Sanktionen der Geschichte", die man verhängen wolle.
Iranische Staatsmedien hatten sich nach Trumps Ansage gelassen gegeben. Die USA versuchten seit Jahren, jegliche finanzielle und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden, schrieb etwa die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Iran habe jedoch "gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert". Ähnlich äußerte sich am Sonntag Außenminister Abbas Araghtschi. Wirtschaftliche Kriegsführung sei ein immer wiederkehrendes Muster und Teil der langjährigen Einschüchterungstaktik Washingtons. Der Iran habe gelernt, damit umzugehen, fügte er hinzu.
Sonntag, 23. August
Trump eröffnet Autorennen in Washington
Bei einem IndyCar-Rennen zum 250. Jubiläum der USA hat Präsident Donald Trump eine Ehrenrunde auf der Strecke mitten in Washington gedreht. Gemeinsam mit seiner Frau Melania wurde Trump in seiner Präsidentenlimousine über die rund 2,7 Kilometer lange Rennstrecke gefahren, die an Wahrzeichen wie dem Kapitol oder dem Washington Monument vorbeiführt.
Anschließend gab er mit der grünen Fahne das Rennen der nordamerikanischen IndyCar-Rennserie frei. Die Rennwagen fahren dabei mit über 250 Kilometern pro Stunde über die Straßen der Hauptstadt. Auch Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher, ging in Washington an den Start. Zuvor waren mehrere Kampfjets in Formation über Washington zu sehen.
Zollstreit USA-Kanada: Wirtschaft fordert neue Verhandlungen
Nach der Eskalation im Zollstreit zwischen den USA und Kanada warnen Wirtschaftsverbände in beiden Ländern vor den Folgen und dringen auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Neue Zölle könnten die Kosten für US-Unternehmen und Verbraucher erhöhen, wichtige Lieferketten stören und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern belasten, erklärte Joshua Bolten, der Vorsitzende der US-Managervereinigung Business Roundtable.
Beide Regierungen sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren und schädliche Zölle abschaffen, forderte Bolten. Ähnlich äußerte sich der Chef des kanadischen Industrieverbandes: "Unser Wunsch wäre, dass sie schnell wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ich glaube aber nicht, dass das in absehbarer Zeit passieren wird", sagte Dennis Darby der Zeitung "Globe and Mail" am Samstag.
Darby ist auch Mitglied des Beratungsgremiums von Premierminister Mark Carney für die Wirtschaftsbeziehungen zu den USA. Besonders problematisch sei die anhaltende Ungewissheit für die Investitionsbereitschaft von Unternehmen, so Darby. Wenn das Hin und Her langfristig anhalte, könne dies das Vertrauen der Firmen in ihre Investitionsentscheidungen untergraben, sagte Darby. Die Lage sei bereits von Unsicherheit geprägt gewesen und könne nun "noch volatiler" werden, warnte der Verbandschef.
Trump soll Ehrenrunde bei Rennen drehen
US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner gepanzerten Limousine namens "The Beast" eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten.
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Experte: Kanada und USA bereits im Handelskrieg
Der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und Kanada schürt die Sorge vor einem ausgewachsenen Handelskrieg der Nachbarstaaten. "Sollte Ottawa die Zölle nachziehen und Trump darauf mit einer Eskalation reagieren, würden beide Seiten in eine kostspielige und schädliche Spirale aus Vergeltungsmaßnahmen geraten", schrieb der Leiter des Center for a New American Security, Richard Fontaine, auf der Plattform X. Die beiden Länder befänden sich bereits jetzt in einem Handelskrieg.
Hegseth-Gegner Driscoll gibt wohl auf
Der amerikanische Armeeminister Dan Driscoll plant offenbar, sein Amt im Pentagon gegen Ende 2026 niederzulegen – nach monatelangem Machtkampf mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das berichteten ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses sowie eine weitere mit den Gesprächen vertraute Person gegenüber der US-Zeitung "The Hill". Ein Sprecher Driscolls wollte sich nicht dazu äußern.