US Open 2026: Infos über Auslosung, Spielplan und Ergebnisse der Deutschen
Vom 30. August bis zum 13. September 2026 finden die US Open in New York statt. Das betrifft alle Spiele des Hauptfeldes. Ab dem 24. August kämpfen die Tennisprofis jenseits der Top 100 in drei Qualifikationsrunden um einen der 16 weiteren Startplätze bei den Männern und Frauen im Einzel. Neben diesen beiden Disziplinen werden drei Doppelkonkurrenzen (Frauen, Männer und Mixed) ausgetragen. Die Veranstaltung endet mit dem Finale der Männer am Sonntag, 13. September. Am Samstag zuvor steigt das Frauen-Endspiel.
Die Matches werden im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing-Meadows-Park in New York City ausgetragen. Das Hauptstadion mit dem Center Court ist das Arthur Ashe Stadium. Dort finden jeweils die attraktivsten Spiele der Männer und Frauen statt. Gespielt wird auf Hartplatz. Der Belag besteht aus einem Beton-Kunststoff-Gemisch. Der Center Court hat 23.771 Sitzplätze und ist mit dieser Kapazität das weltweit größte reine Tennisstadion. Der Center Court verfügt über ein verschließbares Dach, sodass die Partien auch bei Regen fortgesetzt werden können. Auch das Louis Armstrong Stadium ist seit 2018 mit einem Dach ausgestattet. Dort gibt es 14.000 Sitzplätze.
Die Tennisfans in Deutschland müssen sich die Nächte um die Ohren schlagen, um alle Partien live zu verfolgen. Täglich starten die Matches um 17 Uhr deutscher Zeit, die besten Spiele des Tages sind häufig aber am US-amerikanischen Abend in New York angesetzt – und damit mitten in der Nacht für uns in Deutschland. Carlos Alcaraz oder Alexander Zverev werden demnach nicht selten gegen zwei oder drei Uhr deutscher Zeit gefordert sein. Im Free-TV läuft das Turnier nicht. Wer die US Open 2026 überträgt, lesen Sie hier.
Tennisprofis können bei den US Open auch 2026 ein Rekordpreisgeld verdienen. Die Gewinnerin und der Gewinner des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres bekommt für den Sieg jeweils 5,5 Millionen US-Dollar (rund 4,71 Millionen Euro), wie die Veranstalter mitteilten.
Insgesamt werden 108 Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Das entspricht einem Anstieg des Preisgelds von noch einmal 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2025 hatten die Gewinnerin Aryna Sabalenka aus Belarus und der Gewinner Carlos Alcaraz aus Spanien jeweils 5 Millionen US-Dollar für ihre Siege erhalten.
Mit Jannik Sinner fehlt einer der beiden Finalisten aus dem vergangenen Jahr. Der Weltranglistenerste kann aufgrund seiner Beschwerden im rechten Knie nicht an den Start gehen. Zuletzt hatte der Italiener bereits auf die Generalprobe in Cincinnati verzichtet. Carlos Alcaraz, der den Italiener im letzten Jahr noch bezwungen hat, ist hingegen nach langer Verletzungspause wieder dabei. Außerdem nicht dabei ist Joao Fonseca, der an einer Bauchverletzung laboriert. Zudem fehlt der Spanier Alejandro Davidovich Fokina, für den Dänen Holger Rune kommt das Turnier noch zu früh. Kurz vor dem Turnierstart zog Casper Ruud (Norwegen) noch zurück.
Es dürfte spannend werden - das Rennen um den Titel erscheint so offen, wie wohl seit Jahren nicht mehr. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner fehlt wegen einer Knieverletzung. Titelverteidiger Carlos Alcaraz kehrt nach monatelanger Auszeit nach einer Handgelenksverletzung zurück - aber in welcher Form? Und French-Open-Sieger Alexander Zverev konnte in der Vorbereitung nicht wirklich überzeugen. Neben Altstar Novak Djokovic, der weiter Majortitel Nummer 25 im Kopf hat, dürften sich viele weitere Verfolger Chancen ausrechnen.
Das Titelrennen ist ähnlich offen wie im Männerfeld. Der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka ist in diesem Jahr die Dominanz abhanden gekommen. Auch die Polin Iga Swiatek spielt eine durchwachsene Saison, sammelte aber zuletzt mit dem Titel in Toronto wichtiges Selbstvertrauen. Zum engeren Kreis der Favoritinnen zählen neben der Weltranglistenzweiten Jelena Rybakina aus Kasachstan auch Coco Gauff und Jessica Pegula, die auf die Unterstützung der heimischen Fans setzen können.
13 deutsche Tennisprofis stehen auf den Meldelisten der US Open im Einzel. Acht von ihnen sind direkt im Hauptfeld, fünf mussten den Weg über die Qualifikation nehmen.
Angeführt wird das deutsche Aufgebot von Alexander Zverev, der der einzige gesetzte deutsche Tennisprofi im Einzel ist – und das sogar an Nummer eins. Hinter ihm sind Jan-Lennard Struff (Warstein), Yannick Hanfmann (Karlsruhe) und Daniel Altmaier (Kempen) direkt für das Hauptfeld qualifiziert. Tom Gentzsch (Duisburg), Diego Dedura (Berlin) und Henri Squire (Düsseldorf) sind in der Qualifikation ausgeschieden.
Bei den Frauen führt Tamara Korpatsch (Hamburg) das DTB-Aufgebot an. Auch Tatjana Maria (Bad Saulgau) und Eva Lys (Hamburg) stehen fix im Hauptfeld. Hinzu kommt Ella Seidel (Hamburg), die nach einigen Absagen aufgerückt ist und der Qualifikation somit aus dem Weg geht. Noma Noha Akugue (Reinbek) und Mona Barthel (Bad Segeberg) sind in jener Quali ausgeschieden.
Der zweite Grand-Slam-Titel seiner Karriere ist das große Ziel von Zverev - und mit dem erstmals an Position eins gesetzten Hamburger dürfte auch zu rechnen sein. Bei allen Grand Slams in diesem Jahr kam der 29-Jährige mindestens bis ins Halbfinale. Nach der großen Befreiung mit dem Titelgewinn in Paris spielte Zverev auch in Wimbledon groß auf und scheiterte im Endspiel erst an Sinner. Im Best-of-Five-Modus kann der Olympiasieger von Tokio seine körperliche Stärke noch besser ausspielen und stand 2020 in New York schon einmal zwei Punkte vor dem Titelgewinn.
Von den anderen Deutschen ist natürlich kein Titelgewinn zu erwarten, die ein oder andere Überraschung könnte aber möglich sein. Allen voran ist Struff zu nennen, der in Wimbledon mit seinem Viertelfinaleinzug überzeugte. Bei den Frauen sind die Aussichten wenig rosig.