US Open 2026: Zverev entgeht gegen Sonego hauchzart dem Erstrunden-K.o.
Obwohl Zverev den ersten Durchgang für sich entscheiden konnte, brauchte es insgesamt fünf denkwürdige Sätze und knapp fünf Stunden Spielzeit für den Auftaktsieg. Nach einem Halbfinal-Aus in Melbourne, dem Sieg in Paris und dem Final-Einzug in Wimbledon, konnte der 29-Jährige somit eine herbe Enttäuschung beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres gerade so vermeiden.
Sonego dreht in Satz zwei auf
Dabei sah es zum Start lange gut aus für Zverev. Obwohl der Hamburger reichlich mit sich haderte, immer wieder in Richtung eigener Box schimpfte und extrem verärgert war, konnte er den ersten Satz für sich entscheiden. Auch im zweiten Durchgang war der Paris-Sieger am Drücker, hatte mehrere Chancen auf ein Break - aber genau das gelang ihm nicht.
Sonego hingegen war bei seinen Break-Möglichkeiten enorm konsequent, schlug im zweiten Satz direkt zu und glich zum 1:1 aus. Der dritte Durchgang wurde dann zu einem echten Nervenkrimi, der erst im Tiebreak entschieden wurde - mit dem besseren Ende für den Italiener. Passenderweise endete der Satz mit einem Doppelfehler des an Nummer eins gesetzten Hamburgers.
Zverev dreht die Partie
Zverev stand nun mit dem Rücken zur Wand, konnte aber auch im vierten Durchgang zum Start seine zahlreichen Break-Chancen nicht nutzen. Als es schon aussah, als wäre die Geschichte des Spiels zu Ende geschrieben, sicherte sich der 29-Jährige tatsächlich das ersehnte Break zum 6:5. Kurz darauf war der 2:2-Satzausgleich perfekt.
Der Showdown im fünften Satz musste die Entscheidung bringen. Und Zverev war nun anzumerken, dass er bei seinem ersten Grand-Slam-Turnier, bei dem er an Nummer eins gesetzt war, der ganz großen Schmach unter allen Umständen entgehen wollte. Beim Stand von 2:2 gelang ihm das Break, den Vorsprung gab er nicht mehr ab.
Wiedersehen mit Halys
Nach dem gewonnen Matchball hob der Hamburger die Arme hoch und schaute mit deutlichem Blick ins Publikum. "Ich bin einfach nur glücklich, dass ich gewonnen habe. Das ist, glaube ich, das längste Erstrunden-Match, das ich jemals gespielt habe", erklärte Zverev nach dem Sieg.
Zverev fiel nach dem Sieg seinem tapferen Gegner am Netz um den Hals: "Das war eine unglaubliche Schlacht."
In der zweiten Runde trifft der Hamburger nun auf Quentin Halys. Auf den Franzosen traf Zverev auch bei seinem Sieg in Paris, in New York gibt es nun das Wiedersehen.