US Open: Kritik von Boris Becker und Co. - Tennis-Coach schaltet sich in Zverev-Debatte ein
Alexander Zverev musste sich nach seinem Triumph bei den US Open 2026 von mehreren Seiten Kritik für sein "Zeitspiel" bei seinem eigenen Aufschlag gefallen lassen. Ein bekannter Tennis-Coach sieht die Sache anders und sagt: Der Hamburger macht alles richtig.
Mark Petchey, ehemaliger Profispieler und Trainer von Andy Murray und Emma Raducanu, hat Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev gegen die Kritik für sein zu langes Ballticken bei seinem eigenen Aufschlag verteidigt.
"Ich liebe die Tatsache, dass Alexander Zverev im Rahmen der Regeln spielt", schrieb Petchey in einem X-Beitrag mit dem Verweis auf die 25 Sekunden, die die Spieler nach jedem Ballwechsel Zeit haben, um für den nächsten Aufschlag bereit zu sein. Zverev hatte diese 25 Sekunden in New York oft ausgereizt, sich aber auch zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag sehr viel Zeit gelassen, was ihm unter anderem von Boris Becker Kritik einbrachte.
Das längere Ballaufticken von Zverev vor seinem Aufschlag sei aber gar "nicht das Problem", stellte Petchey fest: "Es sind die 70 Prozent erste Aufschläge, die für jeden zu einem Problem werden."
Tenniscoach sieht Zverev in der Hall of Fame
Abschließend lobte Petchey den Hamburger für seine Comeback-Qualitäten, die er nach vielen "herzzerbrechenden Niederlagen" in den letzten Jahren zeigte.
Zverev habe eine "Granit-Mentalität" und die richtige Arbeitseinstellung, lobte er. "Er ist ein doppelter Major-Sieger in einer Saison. Die Hall-of-Fame-Karriere kommt. Glückwunsch, Sascha", schrieb der Tennis-Trainer.
Zverev hatte in New York den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewonnen, nachdem er erst wenige Monate zuvor erstmals bei einem Major triumphierte und sich die French-Open-Krone sicherte. Zuvor galt der 29-Jährige über viele Jahre als bester Spieler, der nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte. Diesen Makel hat er 2026 doppelt getilgt.