US Open: "Schwierigkeiten" bei Alexander Zverev
Deutschlands bester Tennis-Spieler Alexander Zverev muss bei den US Open erneut in die Spätschicht. Ex-Profi Sam Querrey erkennt Probleme beim Hamburger.
Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale muss Alexander Zverev ein drittes Mal bei den diesjährigen US Open ein Spiel in der Night Session bestreiten.
Der 29-Jährige wird am Samstagabend (Ortszeit) die zweite Partie des Abends im Arthur Ashe Stadium bestreiten. Zuvor stehen sich Iva Jovic aus den USA und Alexandra Eala von den Philippinen gegenüber. Ihr Duell beginnt um 01:00 Uhr (MESZ).
Gegner von Alexander Zverev ist der Chilene Alejandro Tabilo. Der Weltranglisten-28. ist der erste gesetzte Spieler, auf den der amtierende French-Open-Sieger im Turnierverlauf trifft. Dennoch musste der French-Open-Sieger bereits zweimal über fünf Sätze kämpfen: Zunächst in der 1. Runde gegen Lorenzo Sonego (6:4, 3:6, 6:7, 7:5, 6:4), dann in der 2. Runde gegen Quentin Halys (6:4, 4:6, 7:6, 6:7, 6:3).
US Open: Zverev hat "gerade mit Schwierigkeiten zu kämpfen"
Dass Zverev bereits zehn Sätze und über neuneinhalb Stunden gespielt hat, sorgt bei vielen Beobachtern für Gesprächsstoff.
Der ehemalige US-amerikanische Tennisprofi Sam Querrey sagte etwa in der Show "Nothing Major": "Wenn du auf Federer oder Djokovic schaust, als sie auf ihrem Top-Level waren, haben sie ihre Gegner in der ersten Woche zerlegt. Auch Taylor Fritz (Dreisatzsieg gegen Mattia Bellucci, Anm. d. Red.) hat einfaches Spiel gehabt. Die Topspieler gehen eigentlich sehr leicht durch diese Runden." Das treffe auf Zverev aber eben nicht zu.
"Er hat gerade mit Schwierigkeiten zu kämpfen - warum auch immer", ließ der einstige Weltranglisten-11 aufhorchen. In Wimbledon war Zverev noch ins Finale gekommen, danach strauchelte er aber mehrfach auf dem Weg zu den US Open.
Querrey zufolge sei es zudem "nur ein Mythos", dass nach dem erstmaligen Gewinn eines Grand-Slam-Turniers der Knoten platzt und weitere Titel dann leichter fallen könnten. "Das ist alles andere als der Fall." Stattdessen sei der Druck immer hoch, weitere Erfolge feiern zu müssen.
Nach seinem mühsamen Weiterkommen gegen den französischen Außenseiter hatte Zverev auch Selbstkritik geübt. Seine Leistung gegen Halys sei "ziemlich scheiße" gewesen, bewertete der Hamburger im Interview auf dem Platz seinen Auftritt. "Ich bin glücklich, dass ich in der dritten Runde bin, aber wenn ich so weiter spiele, werde ich das Turnier nicht gewinnen."