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US Open: Van de Zandschulp macht Zverev den Halbfinaleinzug leicht

Sport

Das letzte Spiel der Top acht bei einem Grand-Slam-Turnier, Night Session - ein Tennis-Spektakel? Das war diese Partie nicht. Daran hatten beide Spieler ihren Anteil, den größeren hatte aber van de Zandschulp, der sich in der Nacht auf Donnerstag nicht als würdiger Gegner zu einem so späten Zeitpunkt eines Topturniers erwies. Und so reichte Zverev eine Leistung, die längst nicht auf dem Niveau der vorigen Partie gegen Luciano Darderi war.

Zverev muss nur auf Fehler warten

Das spiegelte sich auch im Arthur Ashe Stadium wieder, das längst nicht voll besetzt war und in dem auch nur in ganz wenigen Momenten Stimmung aufkam. Es gab kaum begeisternde Ballwechsel und es wurde schnell klar, dass die Partie keine Spannung bieten würde. Zverev hatte anfangs große Probleme mit seinem Service, in seinem dritten Aufschlagspiel unterlief ihm schon der vierte Doppelfehler. Doch das hatte keinerlei Folgen, weil es im ersten Satz reichte, den Ball im Spiel zu halten.

Exemplarisch dafür war der Satzball nach 38 Minuten, als van de Zandschulp einen hohen Ball aus der Platzmitte meterweit hinter die Grundlinie schlug. Zuvor hatte der Niederländer Zverev beide Breaks bereits mit Fehler-Festivals mehr oder weniger "geschenkt". Van de Zandschulp leistete sich 13 Unforced Errors im ersten Durchgang, bei so wenig Spielfluss war es auch erklärbar, dass sein Gegner noch nicht in den Rhythmus gekommen war.

Van de Zandschulp fehlt ein Punkt zum Satzausgleich

Wie sehr sich die Zuschauer mehr Tennis gewünscht hatten, zeigte sich, als van de Zandschulp mit einer spektakulären Vorhand den Aufschlaggewinn zum 1:0 im zweiten Durchgang sicherte, es gab direkt großen Jubel und den ersten "Oh"-Moment. Nach dem kam der 30-Jährige in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale vor allem mit der Vorhand besser zurecht und hielt den zweiten Satz offen. Beim Stand von 3:2 sicherte sich van de Zandschulp sogar die erste Breakchance, Zverev wehrte sie nach einem 33-Schläge-Ballwechsel aber ab und glich aus.

Zverev ballte erstmals die Faust. Mit dem Unterhaltungswert, der Spannung und den Emotionen der Partie zwischen Ben Shelton und Carlos Alcaraz aus der Vornacht konnte das Spiel dennoch weiter überhaupt nicht mithalten. Einen dramatischen Moment gab es aber beim Stand von 4:5, als van de Zandschulp einen Satzball hatte - Zverev wehrte ihn ab und glich aus. Aber nicht nur das, er sicherte sich danach selbst mit seiner ersten Chance das Break und machte den Satz zu.

Zverev jetzt gegen Khachanov

Van de Zandschulp hatte sein Achtelfinale gegen Arthur Gea nach 0:2-Satzrückstand und einer Spielzeit von 5:15 Stunden noch gewonnen - gegen Zverev gab es aber keine Wende. Sein Gegner versuchte es immer mehr mit Stoppbällen, die aber nicht gut platziert waren. Mit einem solchen an die T-Linie legte van de Zandschulp Zverev den erfolgreichen Breakball zum 2:1 auf. Der Niederländer war wieder im Satz-eins-Modus, machte Fehler um Fehler. So endete das Aufeinandertreffen schnell, nach 2:17 Stunden war eine Partie vorbei, die nicht in die Geschichtsbücher eingehen wird.

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