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US Open: Zverev besiegt Chatschanow und steht im Finale

Sport

Stand: 12.09.2026 09:33 Uhr

Der Hamburger Tennisprofi Alexander Zverev hat zum zweiten Mal das Finale bei den US Open erreicht. Der 29-Jährige gewann im Halbfinale gegen den Russen Karen Chatschanow mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6). Im Endspiel geht es nun gegen Ben Shelton aus den USA.

Zverev ist bei den US Open ins Finale gestürmt und hat am Sonntag (20 Uhr MESZ) die große Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Triumph. Der French-Open-Sieger kann nun als erster Deutscher seit Boris Becker 1989 den Titel von New York im Männer-Einzel holen. Am Sonntag will es der an Nummer eins gesetzte Hamburger besser machen als 2020. Damals fehlten ihm gegen den Österreicher Dominic Thiem nach 2:0-Satzführung nur zwei Punkte zum Titel.

Vor den Augen der Ex-Fußballweltmeister Jérôme Boateng und Ronaldo im Arthur Ashe Stadium präsentierte sich Zverev im Duell mit Chatschanow konzentriert und trumpfte in den wichtigen Momenten auf. Gegen die aktuelle Nummer 50 der Weltrangliste hatte er sich im olympischen Finale von Tokio 2021 bereits die Goldmedaille gesichert.

Es wird unglaublich besonders. Alexander Zverev über das Finale

"Nach der zweiten Runde saß ich gegen 3 Uhr morgens mit meinem Team in der Kabine, wir haben uns kaputtgelacht darüber, wie schlecht ich gespielt habe. Dieser Humor hat mir am nächsten Tag auf dem Trainingsplatz geholfen. Ich habe mich offensichtlich verbessert, sonst stünde ich nicht im US-Open-Finale", scherzte Zverev im On-Court-Interview.

"Manchmal laufen die Dinge in deine Richtung. Ich war so oft so nah dran. Vielleicht hat Gott gesagt, dieses Jahr wird dein Jahr, hab einfach Spaß auf dem Platz", sagte Zverev über seine Traumsaison mit dem dritten Grand-Slam-Finale. "Es wird unglaublich besonders", sagte Zverev voller Vorfreude auf das Finale gegen Ben Shelton, der im zweiten Halbfinale seinen Landsmann Frances Tiafoe mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 besiegte. "Sie sind die Publikumslieblinge, alle lieben sie. Hoffentlich kann ich dafür sorgen, dass der amerikanische Traum nicht wahr wird."

Zverev lässt Becker und Stich hinter sich

Durch das sechste Grand-Slam-Finale seiner Karriere sicherte sich Zverev gleich mehrere deutsche Rekorde: Als erster männlicher Deutscher steht er in seinem zweiten US-Open-Finale und lässt Boris Becker, Michael Stich und Gottfried von Cramm hinter sich. Drei Grand-Slam-Finals in Serie schaffte ebenfalls vor ihm noch keiner. Nach dem Triumph bei den French Open und der Final-Niederlage gegen Jannik Sinner in Wimbledon könnte Zverev nun seine herausragende Saison krönen.

Durch den Finaleinzug überholte er bereits in der Jahreswertung den verletzt in New York fehlenden Sinner - auch die Spitzenposition des Italieners in der Weltrangliste gerät langsam in Reichweite. Gegen Shelton hat Zverev noch nie verloren.

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