US-Politik: Trump-Kritiker Jon Ossoff steht vor klarem Sieg in Georgia
Newsblog zur US-Politik Trump-Gegner führt klar – in traditionellem Republikaner-Staat Von Julian Seiferth 19.08.2026 - 15:34 UhrLesedauer: 4 Min. Trump pausiert Zölle. Einer seiner prominentesten Gegner steht wohl vor einem Wahlsieg. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 19. August Trump-Gegner führt klar in Georgia Vor den Senatswahlen im Herbst führt der Demokrat Jon Ossoff klar vor dem Republikaner Mike Collins. Das zeigt eine Umfrage des Instituts "Insider Advantage", das zwischen dem 16. und 17. August 800 wahrscheinliche Wähler in Georgia befragte. Ossoff kommt laut der Umfrage auf 50 Prozent, Collins auf 43. Sieben Prozent der Wähler haben sich nicht entschieden. Georgia galt in den vergangenen Jahrzehnten als klar republikanischer Staat. Zwischen 2003 und 2021 vertraten die Republikaner Saxby Chambliss (2003 bis 2015) und David Perdue (2015 bis 2021) den Bundesstaat im Senat – bis Ossoff Perdue im Herbst 2020 völlig überraschend und denkbar knapp mit einem Vorsprung von 1,2 Prozentpunkten schlug. Auch andere Umfragen deuten auf einen klaren Sieg Ossoffs in diesem Herbst hin – im Juni sah ihn eine Erhebung des TV-Senders Fox News 13 Punkte vor Collins. Ossoff hatte zuletzt auch internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung hatte der Senator gespottet, Trump wolle lieber "seinen Ballsaal bauen und in seinem scheinbar wehrlosen fliegenden Palast mit Natalie reisen", als seinen Job zu machen. Gemeint ist Trumps 35-jährige Assistentin Natalie Harp. Das Weiße Haus reagierte empört. Mehr über Trumps Beziehung zu Harp lesen sie hier. Trump pausiert Zölle gegen Kanada – und will dafür Öl-Pipeline Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Zölle auf eine Reihe von kanadischen Produkten hat US-Präsident Donald Trump seine Pläne auf Eis gelegt. Die Erhebung der Importgebühren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschließen könnten, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Bei Keystone XL handelt es sich um ein von Trumps demokratischem Amtsvorgänger Joe Biden blockiertes Öl-Pipeline-Projekt. Schon länger hegt der Republikaner Trump den Wunsch, trotz Bedenken von Umweltschützern das Projekt wiederzubeleben. Unterhändler beider Länder hatten laut Berichten bis zum letzten Moment verhandelt. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte am Montag angekündigt, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, und aus einer "Position der Stärke" zu verhandeln. In dem Handelsstreit der beiden benachbarten Länder wollte Trump ursprünglich einen Zoll von 50 Prozent auf eine lange Liste kanadischer Produkte erheben. Die Aufschläge sollten auf kanadischen Wein, Hockeyschläger, Möbel, Milchprodukte und weitere Güter erhoben werden. Sie wären mit Beginn des Mittwochs (Ortszeit) eigentlich in Kraft getreten. Nach Trump-Kritik: USA und Südkorea kürzen Militärmanöver Südkorea und die USA werden ihre derzeit laufenden Militärübungen um die Hälfte kürzen. Wie Südkoreas Generalstab mitteilte, wird das Manöver auf Wunsch der USA bereits am Freitag enden. Ursprünglich war geplant, dass die seit Montag laufenden Militärübungen mit dem Titel "Ulchi Freedom Shield" bis zum 27. August andauern. Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen südkoreanischen Rundfunksenders KBS sollen die Streitkräfte beider Länder zwar wie auch in vorherigen Jahren die Verteidigung gegen einen simulierten Angriff aus Nordkorea üben. Die zuvor ebenfalls vorgesehene Gegenoffensive wurde jedoch vollständig gestrichen. Von offizieller Seite wurde dieser Punkt bislang nicht bestätigt. Bereits am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump in einem Post auf der Online-Plattform Truth Social angekündigt, das gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen – weil nicht mehr genügend Zeit bleibe, um es komplett abzusagen. Er verwies dabei auf seine angeblich "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Die Militärmanöver sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe, schrieb Trump. Ungeachtet der jüngsten Entwicklungen reagierten Nordkoreas Staatsmedien mit scharfer Kritik auf die seit Montag laufenden Militärübungen. Dienstag, 18. August Trump zeigt Karte – mit Straße von Hormus als US-Territorium US-Präsident Donald Trump hat auf Truth Social eine Karte veröffentlicht, auf der die Straße von Hormus als "New U.S. Territory" bezeichnet wird. Damit bekräftigte Trump seine Ankündigung vom Freitag, die strategisch wichtige Meerenge zu US-Territorium erklären zu wollen. Zugleich erklärte er, derzeit gebe es keine Gespräche mit dem Iran und solche seien auch nicht geplant. "Die Seeblockade bleibt vollständig in Kraft und wirksam", schrieb Trump. Die Straße von Hormus sei dagegen "offen und in Betrieb", sämtliche Seeminen seien beseitigt oder zur Explosion gebracht worden. Teheran widerspricht dieser Darstellung und erklärte erneut, die Meerenge werde erst wieder geöffnet, wenn die USA bestimmte Verpflichtungen erfüllten. Dazu zählt der Iran unter anderem die Aufhebung der Blockade iranischer Häfen und des Ölembargos, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der Militäreinsätze. Loading... Loading... Loading... Seit Beginn des Kriegs Ende Februar ist die zuvor frei passierbare Straße von Hormus de facto weitgehend geschlossen. Vor dem Krieg wurde durch die Meerenge rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sollte binnen 60 Tagen zu einer dauerhaften diplomatischen Lösung führen, blieb bislang jedoch ohne Ergebnis. Ältere Nachrichten zu den politischen Entwicklungen in den USA finden Sie hier.