DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,72 % 53.343,40 Pkt 22:40:06 S&P 500 -1,21 % 7.691,76 Pkt 22:38:24 Nasdaq -1,64 % 26.289,71 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,32 % 65.224,40 Pkt 07:44:40 Gold +0,57 % 4.390,80 USD 07:49:34 Silber -1,84 % 62,77 USD 07:49:14 Brent +0,65 % 91,61 USD 07:49:40 WTI -0,31 % 84,68 USD 07:49:41 Bitcoin -0,77 % 64.185,13 USD 07:59:41 EUR/USD +0,09 % 1,15930 USD 07:58:56 EUR/GBP +0,09 % 0,85560 GBP 07:59:42 EUR/CHF +0,12 % 0,94000 CHF 07:59:42 EUR/JPY +0,03 % 184,595 JPY 07:59:42

US-Präsident: Donald Trump und die auffällige Nähe zu "Natalie"

Welt

Getuschel in Washington Trump und die auffällige Nähe zu "Natalie" Von t-online, cc Aktualisiert am 19.08.2026 - 05:41 UhrLesedauer: 5 Min. Ein Wutausbruch im Oval Office könnte Donald Trump auf die Füße fallen. Es geht um eine seiner engsten Vertraute – die fiel nicht zum ersten Mal durch besondere Nähe zum Präsidenten auf. Es sollte eigentlich ein netter Nachmittag für den US-Präsidenten werden. Donald Trump empfing am Montag den 16-jährigen Rettungsschwimmer Ryder Williams im Oval Office und verlieh ihm eine hohe zivile Auszeichnung. Williams hatte Ende Juli in Santa Cruz, Kalifornien, den zehnjährigen Nathaniel Rai aus einer gefährlichen Strömung gerettet und ihn trotz meterhoher Wellen festgehalten, bis ein zweiter Rettungsschwimmer half. Ein Video der Aktion ging viral, Trump selbst teilte es auf seiner Plattform Truth Social. Im Oval Office gab der Präsident zu Protokoll, er selbst hätte den Jungen wohl nicht gerettet: "Ich weiß nicht, ob ich das getan hätte. Wahrscheinlich nicht. Sie haben Glück, dass ich an dem Tag nicht im Dienst war." Der Kommentar sorgte in sozialen Medien für einiges Kopfschütteln – gemessen an dem, was danach folgte, geriet er aber schnell in Vergessenheit. Denn die anschließende Pressekonferenz eskalierte zu einem der schärfsten Wortgefechte zwischen dem Weißen Haus und einem Journalisten in diesem Sommer. Auslöser war eine Frage zu Trumps engster Vertrauter, Natalie Harp. Ossoffs Schlag unter die Gürtellinie CNN-Reporterin Kristen Holmes wollte vom Präsidenten wissen, wie er auf einen Seitenhieb des demokratischen Senators Jon Ossoff reagiere. Ossoff hatte tags zuvor bei einer Wahlkampfveranstaltung gespottet: Trump wolle lieber "seinen Ballsaal bauen und mit Natalie" reisen, als seinen Job zu machen. Ossofs Satz war wohlkalkuliert. Und gleich in zweifacher Hinsicht ein Schlag unter die Gürtellinie des Präsidenten. Mit "reisen" meinte der Demokrat aus Georgia die Präsidentenmaschine, die Trump vom Emir von Katar geschenkt bekommen hat und die für viel Steuergeld nachträglich umgerüstet wurde, damit der Präsident sein Geschenk nutzen kann. Der Maschine fehlen offenbar die üblichen Schutzsysteme der eigentlichen Air Force One, weshalb Kritiker sie als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen. Noch bemerkenswerter an Ossoffs Satz war aber dessen zweiter Teil: So sprach er in Bezug auf Trumps Beraterin Harp nicht von "seiner Mitarbeiterin" oder "seinem Team", sondern nannte Harp beim Vornamen – "Natalie". Die Formulierung sorgte für Aufsehen. Beobachter werteten die Wortwahl als bewussten Seitenhieb auf die Natur der Beziehung zwischen Trump und der 35-Jährigen. Ossoff spielte damit auf Gerüchte an, die im politischen Washington schon länger kursieren: Harps auffällige Nähe zum Präsidenten nährt seit Monaten Spekulationen, es könne sich bei dem Verhältnis der beiden um mehr als eine bloße Arbeitsbeziehung handeln. Trump reagierte auf Ossoffs Attacke – indem er zurückkeilte. Er nannte den 39-jährigen Shootingstar der Demokraten einen "Pee-Wee-Herman-Verschnitt". Pee-Wee-Herman war eine in den USA beliebte, schrullige Comedyfigur aus den Achtzigern: kindlich, schmächtig, mit grauem Anzug und roter Fliege. Auf die eigentliche Frage – nämlich nach Ossoffs Anspielungen auf Harp – ging er nicht ein. Stattdessen sprach der Republikaner lieber über sein umstrittenes Ballsaal-Bauprojekt. Trump legt sich mit Reporterin an Nun stellte CNN-Reporterin Holmes eine Nachfrage zu Nordkorea. Sie wollte wissen, ob Trump seine Ankündigung, die Militärübungen mit dem US-Verbündeten Südkorea herunterzufahren auf die Bitte des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un getätigt habe. Trump griff sie scharf an: "Ruhig, ruhig, ruhig. Sie sind sehr respektlos." Er schnitt ihr das Wort ab und warf ihr vor "laut und unverschämt" zu sein. Noch ungemütlicher wurde es für Holmes nach der Pressekonferenz. Da legte die Kommunikationsabteilung Trumps bei X nach. Das Weiße Haus betreibt dort unter anderem den Account "Rapid Response". Über diesen Kanal schossen Trumps Medienleute gegen die erfahrene Journalistin: Ihre Frage nach Harp sei "widerlich und unmenschlich" gewesen. Ihre eigenen Kinder würden sich "eines Tages" dafür schämen, eine so "gefühllose und rachsüchtige" Mutter zu haben, hieß es weiter. In einem zweiten Post nannte das Weiße Haus die CNN-Journalistin eine "schändliche, demütigende Blamage für ihren angeblichen Beruf". Loading... Loading... Loading... Im Video | Trump beleidigt Reporterin Player wird geladen Der Sender CNN reagierte sofort. Dessen Verantwortliche stellten sich demonstrativ hinter Holmes und erklärten, die Reporterin habe lediglich "eine harte, relevante und berichtenswerte Frage im Namen der amerikanischen Öffentlichkeit" gestellt. Persönliche Angriffe auf Journalisten seien "unterhalb der Würde des Amtes" des US-Präsidenten. Harp gilt als Trumps "menschlicher Drucker" Ben Rhodes, ehemaliger Sicherheits- und Kommunikationsberater von Präsident Barack Obama, nannte das Verhalten Trumps und seiner Medienabteilung im Sender MS Now "widerlich". "Es richtet sich explizit gegen Frauen. Das ist absolut abstoßend". Rhodes vermutet, dass Holmes mit ihrer Frage nach Trumps Verhältnis zum nordkoreanischen Diktator einen Nerv getroffen habe. "Das Problem ist: Er beantwortet keine einzige dieser Fragen. Stattdessen attackiert er insbesondere Journalistinnen und fühlt sich offenbar stark dabei – das ist alles, was er kann." Wer aber ist Natalie Harp – und warum reagiert das Weiße Haus so gereizt? Die 35-Jährige ist offiziell "Executive Assistant" des Präsidenten. Inoffiziell gilt sie längst als eine der einflussreichsten Personen in seinem unmittelbaren Umfeld. Zuvor moderierte sie beim rechten Sender One America News. Unter Trump-Mitarbeitern trägt sie den Spitznamen "menschlicher Drucker", wie US-Medien berichten. Der Grund: Sie bringt dem Präsidenten konsequent ausgedruckte Nachrichten und insbesondere positive Presseartikel mit, statt ihn selbst lesen zu lassen. Seit seiner Wiederwahl verwaltet sie zudem maßgeblich seinen Truth-Social-Account. Trumps Attacken werden zum Bumerang Im Juli rückte Harp besonders ins Rampenlicht. Damals wurde bekannt, dass sie zur kleinen Gruppe gehörte, die Trump bei einem geheimen Flugzeugwechsel in der Türkei begleitete. Der Grund war eine mutmaßliche Bedrohung durch den Iran. Neben Harp wechselten auch Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie die Berater Dan Scavino und Walt Nauta gemeinsam mit Trump das Flugzeug. Ein Catering-Fahrzeug brachte die Gruppe von der eigentlichen Air Force One zu einer anderen Militärmaschine. Außenminister Marco Rubio, Berater Stephen Miller und die mitreisende Presse blieben währenddessen in dem zurückgelassenen Flugzeug. Dass ausgerechnet Harp zum engsten Kreis der Evakuierten zählte, sorgt seither für Getuschel in Washington. Ein aktuelles Buch zweier renommierter Investigativjournalisten verstärkte diese Aufmerksamkeit zusätzlich. Die "New York Times"-Autoren Maggie Haberman und Jonathan Swan enthüllen darin unter anderem, dass Harp im Jahr 2023 mehrere schwärmerische Briefe an Trump schrieb. In einem Brief heißt es knapp: "You are all that matters to me" – du bist alles, was für mich zählt. Trump tat die Aufregung damals lapidar ab. Sie liebe eben "ihren Präsidenten", sagte er laut Berichten. Genau diese Vorgeschichte macht Ossoffs Anspielung so pikant. Ob die Attacke auf Holmes die Anspielungen Ossoffs Trump genützt hat, darf bezweifelt werden: In den vergangenen Tagen wurde Natalie Harp in Washington erst recht zum Gesprächsthema. Seitdem fragen sich nicht nur politische Beobachter zunehmend, welche Rolle die 35-Jährige im Trump-Universum wirklich spielt. Verwendete Quellen ms.now: Trump launches personal attack on CNN’s Kristen Holmes in Oval Office cnn.com: "Who is Natalie Harp? Ossoff ignites personal feud over Trump's aide" (englisch) wionews.com: " 'Someday, your children will...': White House attacks CNN reporter after question about Trump aide Natalie Harp " (englisch) yahoo.com: "CNN fires back at Trump White House over attacks on reporter, calls them 'beneath the office'" (englisch) newrepublic.com: "Why Team Trump Exploded Over Jon Ossoff's Natalie Harp Jab" (englisch) atlantanewsfirst.com: "'The Flying Palace' vs 'Pee-wee Herman' | Ossoff, Trump feud explodes in Georgia Senate race" (englisch) forbes.com: "Who Is Natalie Harp, The Aide Spotted Everywhere With Trump Lately?" (englisch) washingtonexaminer.com: "Who is Natalie Harp? Meet Donald Trump's 'human printer'" (englisch)deadline.com: "Trump Fumes At CNN Reporter Who Asked About Natalie Harp" (englisch) democracynow.org: "Who Is Natalie Harp? NYT Reporter Maggie Haberman on Trump's Aide & His Attacks on Women Reporters" (englisch) aol.com: "One of Trump's most trusted aides wrote him adoring letters that said 'you are all that matters to me'" (englisch) Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren