US-Regierung: Trumps Teleprompterbediener wegen Wettaffäre suspendiert
Ein Mitarbeiter von Donald Trump, der für dessen Teleprompter zuständig war, steht im Verdacht, mit Wetten auf Worte in Reden des US-Präsidenten Geld verdient zu haben. Nach Angaben des Senders ABC News nahm er so mehr als 100.000 Dollar ein. Trump ließ den Mann deshalb suspendieren, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, mit. Trump halte den Vorgang für »äußerst bedauerlich und, offen gesagt, eine Schande«, sagte Leavitt weiter. Der Verdächtige sei ohne Bezahlung beurlaubt worden und werde »nicht länger im Weißen Haus arbeiten«, sagte die Sprecherin. Wetten auf Rede zur Lage der Nation ABC zufolge bediente Trumps Mitarbeiter bereits seit 2016 dessen Teleprompter bei Reden. Er soll demnach Wetten auf bestimmte Wörter, Sätze oder Themen in dessen Reden bei der Vorhersageplattform Kalshi abgeschlossen haben. Er wettete demnach etwa auf Trumps Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar und seine Rede zur Lage der Nation im Februar. Kalshi gab auf Anfrage an, die US-Aufsichtsbehörde CFTC über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Trumps Reden informiert zu haben, die Experten »ins Auge gesprungen« seien. Mehr als 90.000 Dollar von dem Gewinn seien auf dem Konto des Teleprompterbedieners eingefroren worden, bevor er sie von der Plattform habe abheben können.