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US-Rüstungskonzerne sorgen sich wohl vor ukrainischen Patriots

Welt

Aktualisiert am 10.08.2026 - 21:51 UhrLesedauer: 18 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die dynamische Rüstungsindustrie der Ukraine schüchtert wohl US-Konzerne ein. Der Juli hat in den USA alle Hitzerekorde gebrochen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Loading... Embed Montag, 10. August US-Rüstungskonzerne sorgen sich wohl vor ukrainischen Patriots Die US-Rüstungskonzerne Raytheon und Lockheed Martin haben Vorbehalte gegen eine Lizenz für die ukrainische Produktion von Patriot-Abfangraketen angemeldet. Das berichtet das US-Magazin „The Atlantic" unter Berufung auf einen republikanischen Kongressabgeordneten. Offiziell begründeten die Hersteller ihre Bedenken mit dem Diebstahl geistigen Eigentums und mit unerwünschtem Technologietransfer. Tatsächlich fürchteten sie jedoch, dass die Ukrainer das System verbessern und anschließend „schneller und für viel weniger Geld" herstellen könnten als die bestehenden Produktionslinien in den USA. Hinter der Sorge steht eine ukrainische Rüstungsindustrie, die im Krieg stark gewachsen ist. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj produziert das Land rund zehn Millionen Drohnen im Jahr, die Vereinigten Staaten kommen auf 100.000. Im Juli genehmigte die Regierung in Kiew erstmals seit Beginn der russischen Invasion den Export von Waffen und Verteidigungstechnik – laut „Politico", weil das Land inzwischen mehr produziert, als seine eigenen Streitkräfte kaufen können. Zwischen 40 und 70 Prozent der Produktion lagern demnach ungenutzt. Bei den Patriot-Systemen ist die Ukraine dagegen weiter auf Verbündete angewiesen. Selenskyj sprach die Lizenz am 28. Juli bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus an und bat zusätzlich um die sofortige Lieferung mehrerer Hundert Abfangraketen aus amerikanischen Beständen. Trump lehnte die Lieferung ab und verwies auf die knappen Vorräte: Im Krieg gegen den Iran verbrauchten die USA in den vergangenen sechs Monaten etwa zwei Drittel ihres Patriot-Bestands. Am 8. August erklärte Selenskyj auf der Plattform X, Trump habe der Lizenzvergabe zugestimmt – eine Bestätigung aus Washington steht bislang aus. US-Abgeordnete lässt Eizellen einfrieren Alexandria Ocasio-Cortez zeigt im Netz, wie sie sich Hormone spritzt – und rechnet mit dem US-Gesundheitssystem ab. Die Behandlung ist auch in Deutschland teuer. Mehr dazu lesen Sie hier. USA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von Rohstoffen Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung von wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde. Mitte März hatte die Regierung das Gesetz zunächst für 60 Tage ausgesetzt, das den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt: Demnach durften Schiffe mit Güterlieferungen von den Vereinigten Staaten aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die jetzige Verlängerung gilt US-Regierungskreisen zufolge ausschließlich für Schiffe, die Güter wie Benzin, Diesel, Rohöl, Heizöl, Flüssigerdgas, Sojaöl und Düngemittel transportieren. Zusätzlich gibt es die Änderung, dass das US-Verteidigungsministerium entscheidet, für welche Schiffe die Ausnahmeregelung gilt. Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen. Kritikern zufolge verteuert es aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise, weil für einen Öltransport von einem US-Hafen an den anderen weniger Schiffe infrage kommen. US-Behörde: Juli war wärmster Monat jemals Der Juli war offiziellen Angaben zufolge der heißeste Monat überhaupt in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. Im Juli betrug die durchschnittliche Temperatur in den 48 Bundesstaaten ohne Alaska, Hawaii und den US-Überseegebieten 24,9 Grad Celsius, wie die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) am Montag mitteilte. Bislang war der Juli 1936 der heißeste Monat in den USA gewesen. Die anderen drei der heißesten fünf Monate in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen waren der Juli 2006, der Juli 2012 und der Juli 2022. Die sogenannten "Dust-Bowl-Sommer", insbesondere der von 1936, waren durch eine Kombination aus Dürre und extremer Hitze sowie Überpflügung in den Great Plains angeheizt worden. Dabei beeinflusste das heiße, freiliegende Land die Temperaturen in ganz Nordamerika und darüber hinaus. Nicht nur in den USA, auch in Europa wurden in diesem Sommer Rekordtemperaturen gemessen. Das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus teilte am Montag mit, die Monate Juni und Juli seien in Westeuropa so heiß gewesen wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur für die beiden Monate lag bei 21,62 Grad und damit über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2022. Laut einer Analyse der Copernicus-Daten durch die Nachrichtenagentur AFP erlebten insgesamt 33 Länder in aller Welt in diesem Jahr den heißesten Juli ihrer Geschichte. Betroffen waren rund 900 Millionen Menschen. Loading... Loading... Loading... US-Kampfjets fangen Flugzeuge nahe Trumps Golfplatz ab Zwei Flugzeuge sind in eine temporäre Flugverbotszone rund um US-Präsident Donald Trumps Golfplatz in Bedminster im Bundesstaat New Jersey eingedrungen. Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten die beiden Flugzeuge dort am Sonntag abgefangen und sie sicher aus dem gesperrten Luftraum eskortiert, teilte das zuständige Militärkommando (Norad) mit. Trump hielt sich am Wochenende in dem Golfclub in Bedminster auf. Der US-Sender Fox News und das Boulevardblatt "New York Post" berichteten, dass die Flugzeuge in der Nähe des Golfplatzes abgefangen worden seien. Das US-Militär machte keine Angaben dazu, wie viele Kampfjets an dem Einsatz beteiligt waren. Offen blieb zunächst auch, welche Flugzeuge gegen die temporären Flugbeschränkungen verstoßen hatten. Trump verbringt gerade im Sommer oft Wochenenden auf seinem Golfplatz in Bedminster. Zum Schutz der US-Präsidenten werden an ihren Aufenthaltsorten häufig zeitlich befristete Sperrzonen für den Flugverkehr verhängt. Dabei kommt es gelegentlich auch zu Zwischenfällen, meist eher mit kleineren Flugzeugen. Das US-Militär ermahnte in seiner Mitteilung nochmals alle Piloten, vor jedem Flug alle relevanten Luftraumanweisungen zu überprüfen. US-Energiefirma löst in Grönland Unmut aus Ein texanisches Explorationsunternehmen hat wegen des Transports von Ausrüstung für geplante Bohrarbeiten auf Grönland den Unmut der dortigen Regierung auf sich gezogen. Die bisherige Genehmigung für den Transport sei ausgelaufen und bislang nicht erneuert, hieß es Ende Juli vom grönländischen Energieministerium. Mehrere Medien, darunter der britische "Guardian", legen eine Nähe des Unternehmens zum Umfeld von US-Präsident Donald Trump nahe, der immer wieder mit Verweis auf Sicherheitsinteressen umstrittene Ansprüche auf die Arktisinsel erhob. Auch weil bereits eine Verlängerung der Genehmigung beantragt worden sei, sehe man davon ab, dass die Ausrüstung wieder innerhalb Grönlands entlang der Ostküste zurücktransportiert werden müsse, hieß es zwar vom grönländischen Ministerium weiter. Es sprach aber eine Verwarnung an den grönländischen Lizenzinhaber aus und machte klar, dass künftige logistische Maßnahmen vorher angemeldet und genehmigt werden müssen.

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