US-Senator erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump
Startseite Politik „Eine Schande“: US-Senator erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen Senator Jon Ossoff wirft Trump vor, Golf und Aktien wichtiger zu nehmen als sein Amt. Donald Trump steht wegen seiner Amtsführung und seines Umgangs mit dem Krieg gegen den Iran unter scharfer Kritik. Der demokratische US-Senator Jon Ossoff wirft dem Präsidenten vor, lieber Golf zu spielen, Aktien zu handeln und sich mit Prestige-Projekten zu beschäftigen, statt seine Aufgaben zu erfüllen. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Ossoff erhob die Vorwürfe am Sonntag bei einer Kundgebung in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Dabei stellte er Trumps Verhalten dem Einsatz amerikanischer Soldaten im Nahen Osten gegenüber, wie die britische Zeitung The Independent berichtet. Besonders verwies er auf die Besatzung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln, die seit mehr als 250 Tagen im Einsatz ist. „Während die Seeleute auf der Lincoln seinen Krieg führen, während er vergeblich unsere Munitions- und Ölreserven aufbraucht, schläft der Präsident durch seine Sitzungen“, sagte Ossoff. Dann legte er nach: „Er will seinen Job nicht machen.“ Stattdessen beschäftige sich der Präsident lieber mit dem geplanten Ballsaal im Weißen Haus. Ossoff verbindet Kritik mit Krieg gegen den Iran „Er will seinen Ballsaal bauen und mit Natalie in ihrem scheinbar schutzlosen, fliegenden Palast reisen, den der Emir von Katar geschenkt hat“, fügte Ossoff unter Applaus hinzu. Ossoff meinte mit dem Seitenhieb wohl Trumps enge Mitarbeiterin Natalie Harp. Sie ist die 35 Jahre alte persönliche Assistentin des Präsidenten und begleitet ihn regelmäßig. Der Senator bezog sich auch auf den ungewöhnlichen Flugzeugwechsel im vergangenen Monat. Wegen einer möglichen iranischen Bedrohung wechselte Trump während einer Reise aus der Türkei in ein anderes Militärflugzeug. Harp und weitere Mitarbeiter flogen mit dem Präsidenten. Andere ranghohe Regierungsvertreter blieben dagegen in der ursprünglichen Air Force One zurück. Der Vorgang wurde zunächst nicht öffentlich gemacht und erst später bekannt. Ossoff wirft Trumps Beratern Versagen vor Am Montagabend erklärte Ossoff im Interview mit dem US-Sender MS Now, warum er Harp ausdrücklich erwähnt hatte. Er habe gehört, dass die Assistentin für Trump eine Art persönlicher Rückhalt sei. Doch seine Kritik richtete sich gegen das gesamte engere Umfeld des Präsidenten. Ossoff griff Trump direkt an: „Der Präsident ist im Westflügel (des Weißen Hauses, Anm. d. Red.) von Leuten umgeben, die ihm nach dem Mund reden. Er spielt Golf, handelt mit Aktien und dekoriert seinen Ballsaal. Das ist eine Schande.“ Gleichzeitig müssten Familien in Ossoffs Heimatstaat Georgia und im ganzen Land für fast alles mehr bezahlen. Die Mitarbeiter im Weißen Haus sagten Trump nicht, was er hören müsse, sondern was er hören wolle, erklärte Ossoff weiter. In Kriegszeiten könne sich das Land das nicht leisten. Es brauche Verantwortliche im Weißen Haus, im Außenministerium, im Pentagon und im Kongress, die ihre Aufgaben ernst nähmen. Hinter Ossoffs scharfen Attacken steht auch ein persönlicher politischer Zusammenhang: Er tritt im November in Georgia zur Wiederwahl an und hat mit wiederholter Kritik an Trump und dessen Regierung Spekulationen über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur 2028 angeheizt. Quellen: MS Now, The Independent, nif/red.