US-Staatsanleihen: Anleiheauktion - Starke Nachfrage bremst Renditeanstieg
New York, Düsseldorf. Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch zehnjährige Staatsanleihen für 39 Milliarden Dollar verkauft und dabei mehr Nachfrage gefunden als erwartet. Die Käufer akzeptierten eine Rendite von 5,30 Prozent – und damit weniger, als der Markt kurz vor der Auktion verlangt hatte. Daraufhin gaben die Renditen einen Teil ihres starken Anstiegs wieder ab.
Am Vormittag war die Rendite der zehnjährigen Anleihen noch auf rund 5,35 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit 2002. Auch die Rendite der 30-jährigen Anleihen hatte zwischenzeitlich mehr als 5,7 Prozent erreicht, ebenfalls so viel wie seit 2002 nicht mehr. Nach der Auktion gab auch sie nach.
Aus Sicht von Marktstrategen ist das allerdings keine Entwarnung. Nach neuen iranischen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus stieg der Preis für die Ölsorte Brent am Mittwoch auf mehr als 102 Dollar je Barrel. „Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass der Markt zwischen attraktiven Renditen und einer Öl-Dynamik hin- und hergerissen ist, die einfach nicht nachlassen will“, sagte Evelyne Gomez-Liechti, Anlagestrategin bei Mizuho International, der Nachrichtenagentur Bloomberg.