US-Zölle von Donald Trump: Importierte Drohnen sollen bis zu 100 Prozent teurer werden
Das Weiße Haus hat Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen und ihre Bestandteile verhängt. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Anordnung, mit der die Abhängigkeit von Importen in der von China dominierten Branche verringert werden soll. Das Weiße Haus begründete die Maßnahme mit der nationalen Sicherheit. Die neuen Zölle würden zudem die »verstärkte heimische Produktion« von Drohnen und deren Komponenten fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern, hieß es in einer Erklärung. Zölle von 100 Prozent sollen demnach unter anderem für Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 25 Kilogramm gelten sowie für Fluggeräte, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Auf kleinere Drohnen werde ein Zollsatz von 25 Prozent verhängt. Für Produkte, die das US-Verteidigungsministerium innerhalb von 20 Tagen nach Unterzeichnung von der sogenannten »Covered List« der US-Kommunikationsaufsicht FCC ausnimmt, gelte ebenfalls die Frist von 180 Tagen. Auf dieser Liste stehen Kommunikationsgeräte, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden. Dieser Entscheidung vorausgegangen war eine Untersuchung von US-Handelsminister Howard Lutnick. Der Minister sei zu dem Schluss gekommen, dass Drohnen und entsprechende Bauteile von bestimmten ausländischen Unternehmen Sicherheitsrisiken darstellten, hieß es in dem vom Weißen Haus veröffentlichten Text der Anordnung. Zugleich produziere die heimische Industrie nicht genug, um den Sicherheitsbedarf zu decken. Von den neuen Zöllen könnte unter anderem Eric Trump profitieren, Sohn des US-Präsidenten. Er ist Investor beim US-Rüstungstechnologieunternehmen Space-Eyes, das unter anderem Technologie zur Drohnenabwehr entwickelt. Eric Trump ist zudem gemeinsam mit seinem Bruder Donald Trump Jr am Drohnenhersteller Powerus beteiligt. Das in Florida ansässige Unternehmen versuchte im April Drohnenabfangjäger an Golfstaaten zu verkaufen , während diese vom Iran angegriffen wurden. Im Juli berichtete das Unternehmen von »Tausenden von Abfangmanövern im Einsatz gegen Drohnenbedrohungen« sowie über einen Auftrag durch die US-Luftwaffe.