US-Zwischenwahlen: Selbst aus vernagelten Häusern werden Stimmen abgegeben, behaupten sie
Linda Lee Tarver spricht und spricht, sie ist kaum zu bremsen. Was sie am Telefon erzählt, klingt wie die Bestandsaufnahme eines kaputten Wahlsystems: In Michigans offiziellen Wählerverzeichnissen würden seit Jahren Verstorbene geführt, darunter Menschen, die seit mehr als zehn Jahren tot oder vor mehr als 150 Jahren geboren seien. An einzelnen Adressen seien bis zu 45 Wähler registriert. Selbst aus verfallenen und vernagelten Häusern in Detroit würden Stimmzettel abgegeben. Auch aus ihrer eigenen Familie führt Tarver ein Beispiel an. Ihr Sohn sei bei den Wahlen 2020 und 2022 noch unter ihrer Adresse in Lansing als Wähler geführt worden, obwohl er das Haus bereits 2007 verlassen habe und seither in Georgia lebe.