US-Zwischenwahlen: Was diese Milliardärin von US-Präsident Trump will
Düsseldorf. Als Donald Trump am 13. Oktober 2025 eine Rede im israelischen Parlament hält, könnte der Anlass für ihn kaum besser sein: Mehr als zwei Jahre nach dem schwersten Terrorangriff in der Geschichte Israels hat die Hamas die noch lebenden Geiseln freigelassen. Möglich wurde das durch Verhandlungen unter Führung der USA. Doch Trump lässt sich nicht nur für diesen Triumph in der Knesset feiern: Gegen Ende seiner einstündigen Rede kommt er auch auf den von ihm verfügten Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem während seiner ersten Amtszeit zu sprechen. Trump war für den Schritt weltweit kritisiert worden. Der Status Jerusalems gehört zu den heikelsten Fragen im Nahostkonflikt; sowohl Israel als auch Palästina erheben politischen und religiösen Anspruch auf die Stadt. Wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist, lässt sich Trump davon bei seiner Rede 2025 jedoch nicht beirren: „Seit Jahrzehnten hat jeder US-Präsident das versprochen. Der Unterschied ist, dass ich mein Versprechen gehalten habe.“ Stehende Ovationen im israelischen Parlament. Dann wendet sich Trump direkt an eine Frau im Publikum: „Stimmt das nicht, Miriam?“ Die Frau lächelt verlegen, als der US-Präsident sie auffordert aufzustehen. „Schaut euch Miriam an, wie sie da hinten so unschuldig sitzt. Sie hat 60 Milliarden auf dem Konto. 60 Milliarden.“ Genau dieses Geld dürfte ein Grund für Trumps Worttreue gewesen sein – und könnte es weiterhin bleiben. Denn Miriam Adelson und ihr Ehemann Sheldon gehören schon lange zu den treuesten Unterstützern der Republikaner. Schon damals galt die gebürtige Israelin Miriam Adelson als treibende Kraft hinter dem politischen Engagement ihres Mannes. Nach dessen Tod 2021 erbte sie nicht nur sein Vermögen, sondern auch sein Netzwerk aus Kontakten, Verbündeten und politischen Erwartungen. Wer genau ist diese Frau, die auch in diesem Jahr so viel Geld an die Republikaner spendete wie niemand anderes – und was genau erhofft sie sich von der Unterstützung Trumps?