USA: 25 Milliarden Dollar Strafe für Meta im Cambridge-Analytica-Skandal
Vivian Melchert
25 Milliarden Dollar Strafe für Meta im Cambridge-Analytica-Skandal
Ein Gericht in den USA hat im Datenschutz-Skandal um die Analysefirma Cambridge Analytica eine Strafzahlung in Höhe von 25 Milliarden Dollar gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta verhängt. Richter Francis Mathew erklärte am Mittwoch, der Konzern habe gegen Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaats New Mexico verstoßen.
Vivian Melchert
Trump darf Versorgung von Trans-Häftlingen vorerst nicht kürzen
Der Oberste Gerichtshof der USA hat Plänen der Regierung im Bezug auf Transpersonen in Gefängnissen vorläufig eine Absage erteilt. Der Supreme Court entschied am Mittwoch, dass die geplante Einschränkung der medizinischen Versorgung von Trans-Häftlingen vorerst nicht umgesetzt werde. Damit bleibt eine Blockade des Vorhabens durch eine niedrigere Instanz in Kraft, bis der Rechtsstreit geklärt ist.
US-Präsident Donald Trump hatte die Gefängnisbehörde angewiesen, keine Bundesmittel zu verwenden, wenn das Ziel sei, „das Aussehen eines Häftlings an das des anderen Geschlechts anzupassen“.
Die neue Richtlinie würde chirurgische Eingriffe stoppen, Hormonbehandlungen von Häftlingen schrittweise beenden und unter anderem das Tragen von Make-up oder Perücken unterbinden. Eine psychologische Betreuung soll es aber weiter geben. Offiziellen Daten der Gefängnisbehörde zufolge erhielten im Jahr 2025 rund 600 Häftlinge eine Hormontherapie.
Lara Dehari
Trump will offenbar gesamte Presse aus dem Weißen Haus ausschließen
Nach Informationen der „New York Times“ plant der US-Präsident Donald Trump, alle Pressevertreter aus dem Weißen Haus auszuschließen. Demnach hatte Trump die ehemalige Pressesprecherin Karoline Leavitt damit beauftragt, dies als ihr „letztes Vermächtnis“ umzusetzen. Doch dazu kam es nicht mehr, Leavitt trat Ende August zurück. Trump könne sich laut dem Bericht vorstellen, anstelle des „Briefing Rooms“ wieder einen Pool einzurichten. 1933 hatte Franklin D. Roosevelt den Raum noch dafür genutzt. Richard Nixon baute ihn schließlich für die Presse um.
Angelika Ahrens
Milliardär Bloomberg hilft US-Demokraten mit 80 Millionen Dollar
Der Milliardär und ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg greift den US-Demokraten vor den Kongresswahlen mit einer Millionenspende unter die Arme. Insgesamt 80 Millionen Dollar will der 84-Jährige aufwenden, um den Republikanern unter Präsident Donald Trump die Kontrolle über den Kongress zu entreißen.
Howard Wolfson, ein Berater Bloombergs, sagte, der Großteil des Geldes – etwa 50 Millionen Dollar – solle in Wahlkämpfe für Sitze im Repräsentantenhaus fließen. So solle demokratischen Kandidaten in der Endphase des Wahlkampfs für die Midterms am 3. November der Rücken gestärkt werden.
Wolfson sagte, Bloomberg unterstütze die Demokraten im US-Unterhaus schon lange und glaube daran, dass das Geld einen Unterschied machen könne. Je größer die Mehrheit der Demokraten am Ende ausfalle, desto besser.
Sarah Sendner
US-Regierung widerruft mehr als 300.000 Visa in zweiter Amtszeit Trumps
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat im Zuge ihres harten Vorgehens gegen Einwanderung in der laufenden zweiten Amtszeit mehr als 300.000 Visa widerrufen. Dies teilte das US-Außenministerium am Dienstag mit und verwies auf eine Beschleunigung des Vorgehens. So habe die Zahl der seit Januar 2025 widerrufenen Visa am 10. August noch bei mehr als 175.000 gelegen.
Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, die Regierung habe „mehr Visa schneller als jede Regierung zuvor widerrufen“. Es gebe „null Toleranz für Ausländer mit Visum, die gegen das Gesetz verstoßen, Betrug begehen oder unsere nationale Sicherheit untergraben“. Menschenrechtler werfen der Regierung hingegen vor, rechtsstaatliche Verfahren und die Meinungsfreiheit zu verletzen. Sie verweisen auf den Entzug von Visa für pro-palästinensische Demonstranten oder für Ausländer wegen Kommentaren in sozialen Medien. Obwohl Trump im Wahlkampf 2024 versprach, die illegale Einwanderung zu stoppen, erschwert seine Regierung auch die legale Einwanderung, etwa durch hohe Gebühren für bestimmte Arbeitsvisa.
Sarah Sendner
Trump will Hinweise auf Betrug mit Steuermitteln finanziell belohnen
Die US-Regierung will Bürger mit Geldprämien ermuntern, mutmaßlichen Betrug mit Bundesprogrammen und Steuergeldern aufzudecken. Präsident Donald Trump und sein Stellvertreter JD Vance stellten am Dienstag ein Programm im Umfang von 25 Millionen Dollar vor, das Belohnungen bis zu einer Höhe von 30.000 Dollar für Einzelhinweise vorsieht, die zu einer Verurteilung wegen Betrugs oder bedeutenden Strafverfolgungsmaßnahmen auf Bundesebene führen.
Das sogenannte Fraud Whistleblower Incentive Program (WHIP) soll vom Justizministerium verwaltet werden. Hinweise können über die Website „fraud.gov“ eingereicht werden. Trump erklärte bei der Vorstellung im Oval Office, Whistleblower sollten eine Provision von einem Prozent des Betrags erhalten, der durch ihren Hinweis als Betrug aufgedeckt werde. Er selbst werde entscheiden, wer die Belohnung erhält, wenn mehr als eine Person den entscheidenden Hinweis für sich reklamiere. „Ich werde der Schiedsrichter bei all diesen Entscheidungen sein.“
Eva Glaser
Trump: Habe mehr als 300 Millionen Dollar in US-Wahlkampf gesteckt
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 300 Millionen Dollar für den Wahlkampf der Republikaner ausgegeben. Bis zum Wahltag werde er mehr als 400 Millionen Dollar investieren, erklärte Trump am Dienstag in einem Beitrag in den sozialen Medien. Das Geld fließe unter anderem in Werbung, Kundgebungen und Wählermobilisierung. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen. Am 3. November finden in den USA Kongresswahlen statt, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern verteidigen müssen.
Anna Lena Stahl
Rubio: USA und Indien vor Abschluss eines Handelsabkommens
US-Außenminister Marco Rubio hat mit seinem indischen Kollegen Subrahmanyam Jaishankar über eine Vertiefung der Zusammenarbeit gesprochen. Beide Länder wollen ihre Kooperation im Energiesektor ausbauen und stehen kurz vor dem Abschluss eines Handelsabkommens. Die Verhandlungen über ein Abkommen stocken seit Monaten. Ursache waren Spannungen, die durch US-Zölle und Indiens Käufe von russischem Öl ausgelöst wurden. Nun wollen Neu-Delhi und Washington die Gespräche wiederbeleben.
„Wir sind sehr, sehr nah dran“, sagte Rubio am Dienstag in Mumbai. „Ich würde sagen, wir sind so nah dran, wie man nur sein kann, ohne das Abkommen bereits unterzeichnet zu haben.“ Es seien noch wenige Punkte zu klären, darum gehe er davon aus, dass die Verhandlungen in Kürze zum Abschluss kommen würden. Jaishankar erklärte, man habe Möglichkeiten zur Stärkung der bilateralen Beziehungen in den Bereichen Handel, Energie, Technologie und Verteidigung erörtert und zudem über regionale Entwicklungen gesprochen.
Anna Lena Stahl
US‑Wohnungsbau schwächelt – Rückgang beim Bau von Einfamilienhäusern im September
Die Zahl der Wohnungsbaubeginne in den USA ist im September überraschend zurückgegangen. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 5,2 Prozent auf eine Jahresrate von 1,221 Millionen, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 1,305 Millionen gerechnet. Die Zahl der Baubeginne für Einfamilienhäuser, die den Löwenanteil ausmachen, ging um 4,6 Prozent auf 859.000 zurück.
Henning Ott
Trump: SpaceX-Aktien könnten über Trump-Konten verteilt werden
US-Präsident Donald Trump hat das von SpaceX-Chef Elon Musk versprochene Aktiengeschenk an Kinder als unglaublich großzügig gelobt. Die Anteilsscheine an dem Raumfahrtunternehmen könnten im Rahmen der sogenannten Trump-Konten für Neugeborene in den USA verteilt werden, in die der Staat 1.000 Dollar als Spargrundlage einzahlt, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Genau so haben wir es uns vorgestellt, als wir TRUMP-KONTEN schufen. Die GROSSE PRIVATWIRTSCHAFT, Elon und viele andere, investiert in unsere Kinder. Sie sind unser mit Abstand größtes und wichtigstes Gut.“
Musk hat am Montag versprochen, im nächsten Jahr jedem Kind in den USA eine Aktie seines Unternehmens SpaceX zu schenken. Einzelheiten nannte er nicht. In den USA leben etwa 73 Millionen Minderjährige. Legt man den Kurs der SpaceX-Aktie vom Montag zugrunde, hätte Musks Versprechen einen Umfang von 10,8 Milliarden Dollar (rund 9,6 Milliarden Euro).
Lara Dehari
Midterms: Republikaner im Umfragetief
Die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump sind einer Umfrage zufolge auf ein Rekordtief gesunken. In einer am Montag abgeschlossenen Erhebung von Reuters/Ipsos zeigten sich 31 Prozent der US-Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden. Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Wochen und der niedrigste Wert in seinen beiden Amtszeiten. Angesichts hoher Benzinpreise sind die US-Bürger zudem offenbar bereit, seine Republikanische Partei bei den Kongresswahlen am 3. November abzustrafen: Auf die Frage, welcher Partei sie heute ihre Stimme geben würden, entschieden sich 47 Prozent der registrierten Wähler für die Demokraten und 35 Prozent für die Republikaner. Der Vorsprung von zwölf Prozentpunkten ist der größte im bisherigen Wahlkampf.
An der viertägigen Online-Umfrage nahmen 1679 Erwachsene in den USA teil, darunter 1279 registrierte Wähler. Die Fehlermarge liegt bei zwei Prozentpunkten für alle Befragten und drei Punkten für registrierte Wähler.
Lara Dehari
Trump warnt vor Ausschreitungen in den USA
US-Präsident Donald Trump hat die gewaltsamen Unruhen in Frankreich als Argument im Kampf um einen Senatssitz im Bundesstaat Kansas genutzt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Montag warnte Trump davor, dass ein ähnliches Szenario wie in Frankreich auch in den USA drohe, sollten seine politischen Gegner die Wahlen gewinnen. „Wenn Sie brennende Kirchtürme und wütende Feuer in Frankreich sehen, denken Sie einfach daran, dass es das ist, was die radikalen 'Dumokraten' mit Amerika machen wollen“, sagte Trump. Er warb um Unterstützung für den republikanischen Senator Roger Marshall, dessen Wiederwahl in dem traditionell konservativen Bundesstaat als gefährdet gilt.
Das enge Rennen in Kansas, einem Staat, den Trump 2024 noch mit 16 Prozentpunkten Vorsprung gewann, gilt als Zeichen für die Schwierigkeiten der Republikaner vor den Zwischenwahlen am 3. November.
Wahlkampfveranstaltung in Kansas Nick Oxford/Bloomberg
Laura Thalmeyer
US-Senator wirft Türkei „rüpelhaftes Verhalten“ vor
Der republikanische US-Senator Rick Scott hat der Türkei bei Besuchen in Griechenland und Zypern ein „rüpelhaftes Verhalten“ gegenüber beiden Ländern vorgeworfen. Die Türkei verhalte sich nicht wie ein Nato-Verbündeter, sagte Scott der Nachrichtenagentur AP. Er verwies auf Streitigkeiten mit Griechenland über den Luft- und Seeraum sowie auf die anhaltende türkische Militärpräsenz im Norden Zyperns. „Man verhält sich nicht wie ein Nato-Verbündeter, wenn man mit F-16-Kampfjets über ein anderes Land fliegt“, sagte der Senator. Auch die Besetzung eines Teils des Gebiets eines anderen Landes passe nicht zu einem Verbündeten. Er hoffe auf eine Änderung.
Griechenland und die Türkei gehören beide der Nato an, streiten aber seit Jahrzehnten über Seegrenzen in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer sowie über die seit 1974 geteilte Insel Zypern. Neue Spannungen gibt es wegen einer geplanten Unterwasser-Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern, die später bis nach Israel verlängert werden könnte. Die Türkei verlangt, vor Untersuchungen des Meeresbodens konsultiert zu werden. Scott sprach sich für das Projekt aus und erklärte, die USA würden alles in ihrer Macht Stehende tun, um eine Behinderung durch die Türkei zu verhindern. Er ist Mitglied der Ausschüsse des US-Senats für die Streitkräfte und für auswärtige Beziehungen.
Patricia Hoffhaus
US-Regierung droht Wahlbeamten in Kalifornien mit Strafverfolgung
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verschärft kurz vor den Zwischenwahlen ihren Konflikt mit Kalifornien. Örtliche Wahlbeamte riskierten strafrechtliche Ermittlungen und eine mögliche Anklage, wenn sie Stimmzettel bearbeiteten und auszählten, die mutmaßliche Nicht-US-Staatsbürger eingereicht hätten. Das geht aus einem Schreiben des US-Justizministeriums vom Freitag (Ortszeit) hervor, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. Wer solche Stimmzettel wissentlich auszähle, könne sich nach Bundesrecht wegen Beihilfe strafbar machen, warnte das Justizministerium.
Angelika Ahrens
Trump will Ozean umbenennen – Google stellt sich angeblich quer
Mit der Schilderung seines angeblichen Versuchs, einen Ozean nach ihm zu benennen, und Googles Blockade der Idee, hat US-Präsident Donald Trump seine Anhänger begeistert. Bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Georgia behauptete er, in einem Gespräch mit Vertretern des Internetkonzerns vorgeschlagen zu haben, den Atlantik oder den Pazifik in „Trump Ozean“ umzutaufen. Daraufhin hätten diese empört gesagt: „Jetzt reicht's. Jetzt ist Schluss. Wir machen das nicht mehr mit.“
Zuvor hatte Trump 2025 per Dekret bereits den Golf von Mexiko in „Gulf of America“ umbenannt, im August dieses Jahres folgte der Ontariosee an der Grenze zu Kanada mit dem Namen „Lake America“. Google Maps übernahm beide Änderungen für Nutzer in den USA.
Zuvor hatte Trump 2025 per Dekret bereits den Golf von Mexiko in „Gulf of America“ umbenannt. Im August dieses Jahres folgte der Ontariosee an der Grenze zu Kanada mit dem Namen „Lake America“. Google Maps übernahm beide Änderungen für Nutzer in den USA.
Julius Stockheim
Trumps Sprecherin Zacharia gibt ihr Amt offenbar auf
Die gerade erst angetretene neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt US-Kreisen zufolge auf. Sie werde den Posten räumen, bestätigte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur, ohne nähere zeitliche Angaben dafür zu nennen.
Julius Stockheim
Trump entlässt Medien zufolge seine neue Pressesprecherin
US-Präsident Donald Trump hat seiner gerade erst angetretenen neuen Pressesprecherin Katie Zacharia US-Medien zufolge gefeuert. Das berichten die „New York Times“ und der US-Sender CNN unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beziehungsweise Berater des Präsidenten. Auch Fox News hatte darüber berichtet.
Trump selbst hatte es vor Reportern am Mittag (Ortszeit) so dargestellt, als hätte er Zacharia nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. „Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen“, erzählte er Reportern vor dem Weißen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen.
Zacharia sei von den Medien in den vergangenen Tagen sehr schlecht behandelt worden, beklagte Trump. „Sie hat in den vergangenen Tagen gelitten“, sagte er. Er habe sie deshalb gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle. „Vielleicht ist das nichts für sie“, räumte er ein. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei, und werde ihre Entscheidung unterstützen. Er wolle bald erneut mit ihr sprechen.
Miriam Braun
Trump denkt nicht über Selbstbegnadigung nach
US-Präsident Donald Trump denkt nach eigenen Angaben nicht über eine Selbstbegnadigung nach – betonte jedoch, dass er die Befugnis dazu habe. In einem Interview mit dem Sender Newsmax sagte Trump, andere hätten ihm erklärt, das Begnadigungsrecht sei „das Mächtigste, was ein Präsident hat“. „Nun, ich denke nicht darüber nach, weil ich nichts falsch gemacht habe“, sagte Trump. Zugleich erklärte er, er wolle nicht, dass seine Mitarbeiter und Familienangehörigen weitere staatliche Ermittlungen durchlaufen müssten.
Miriam Braun
Trump: Gespräche mit Russland und China über atomare Abrüstung
Die USA führen nach den Worten von Präsident Donald Trump Gespräche mit Russland und China über eine atomare Abrüstung der Länder mit den größten Atomwaffenarsenalen. „Die ganze Angelegenheit ist bedauerlich, denn ich würde gerne atomar abrüsten, wenn möglich. Aber wir sprechen tatsächlich mit Russland und China über eine solche Abrüstung“, sagte Trump am Donnerstag dem US-Fernsehsender Newsmax. Dem Bericht zufolge hat Trump auch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über das Thema gesprochen. Der Präsident erwarte, dass China im Bereich Atomwaffen in den nächsten fünf Jahren zu den USA aufschließen werde.
Russland verfügt nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI über die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, gefolgt von den USA und China. Bei der Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe liegen die USA jedoch vor Russland. Das bilaterale New-Start-Abkommen zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen war im Februar 2026 ausgelaufen.
Miriam Braun
Trumps neue Sprecherin ist bei Anwaltsprüfung durchgefallen
In der Debatte um ihre beruflichen Qualifikationen hat die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, zugegeben, bei einer Anwaltsprüfung durchgefallen zu sein. In einem außergewöhnlich kritischen Interview verneinte sie die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob sie die Prüfung bestanden habe. Auf Nachfragen gab sie zudem zu, die Prüfung nicht wiederholt zu haben.
Dass Hannity Zacharia so kritische Fragen stellte, ist bemerkenswert. Er gilt als einer der engsten und einflussreichsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. Im TV-Sender Fox News stellt er regelmäßig Trumps Politik und Wirken ungewöhnlich positiv dar.
Lesen Sie hier mehr zu dem Thema:
Miriam Braun
Kalifornien wegen angeblich unzulässiger Briefwahlstimmen verklagt
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat Kaliforniens Wahlbehörden verklagt. Sie will gerichtlich verhindern, dass Briefwahlstimmen von Menschen ausgezählt werden, die nach Angaben der Bundesregierung möglicherweise keine US-Staatsbürger sind. Ihre Staatsbürgerschaft soll zunächst überprüft werden. Auslöser ist eine Liste mit rund 20.000 Namen, die das Justizministerium dem Bundesstaat über einen passwortgeschützten USB-Stick übermittelte. Kalifornien habe eine Frist von 48 Stunden zur Überprüfung verstreichen lassen, so die Begründung der Klage.
Die für Wahlen in Kalifornien zuständige Ministerin Shirley Weber wies die Vorwürfe zurück. Die Bundesregierung habe keine Belege für ihre Behauptung vorgelegt. Sie verwies auf Nevada, wo sich zuvor ähnliche Verdächtigungen gegen knapp 16.000 Personen als unbegründet erwiesen hätten. Nach Angaben des Bundesstaates waren alle Betroffenen US-Staatsbürger.
Angelika Ahrens
BBC wirft Trump Verzögerung in Verleumdungsprozess vor
Die BBC wirft US-Präsident Donald Trump vor, seine Aussage im Verleumdungsprozess gegen den britischen Rundfunksender hinauszuzögern. In einem Schriftsatz forderten die Anwälte des Senders ein Gericht in Florida auf, Trump zur Aussage in dem Verfahren zu verpflichten. Nach Darstellung der BBC hatte der Präsident einen vereinbarten Termin für seine Aussage in dieser Woche unter Berufung auf „Angelegenheiten von nationaler Bedeutung“ abgesagt.
„Zwei Monate vor Ablauf der Beweisaufnahmefrist ist es der BBC immer noch nicht gelungen, die Aussage der zentralsten Figur in diesem Fall – des Klägers selbst – einzuholen, und es gibt noch nicht einmal einen Termin dafür“, schrieb Rechtsanwalt Charles Tobin in dem Schriftsatz, der in dieser Woche eingereicht wurde. Die Verzögerungen hätten die BBC daran gehindert, die notwendigen Beweise zu beschaffen, um ihre Verteidigung fundiert vorzubereiten.
Patricia Hoffhaus
Ehepaar Maduro plädiert bei Folter-Anklage auf unschuldig
Der vom US-Militär gefangen genommene langjährige Staatschef von Venezuela, Nicolás Maduro, und seine Ehefrau haben Foltervorwürfe der US-Justiz vor Gericht zurückgewiesen. Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores plädierten vor Richter Alvin Hellerstein auf „nicht schuldig“, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Es handele sich um „falsche Anschuldigungen“, sagte Maduro. Flores sagte: „Ich bin komplett unschuldig. Ich bin nicht schuldig.“
Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung von 2013 bis 2026 autoritär geführt. Im Januar waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas in einer umstrittenen Aktion von US-Spezialkräften gefangen genommen worden. Seitdem sitzen sie in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Von Kritikern wurde das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.
Patricia Hoffhaus
FBI-Mitarbeiter klagen nach Entlassung wegen „politischer Vergeltung“
Mehrere frühere FBI-Mitarbeiter, die wegen ihrer Beteiligung an Ermittlungen gegen Präsident Donald Trump entlassen wurden, klagen auf ihre Wiedereinstellung. Die Entlassungen seien rechtswidrige Akte politischer Vergeltung, hieß es in der am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage. Sie richtet sich gegen die Entlassung von neun Agenten, Geheimdienstanalysten und Einsatzspezialisten im Februar.
Alle waren nach Angaben der Kläger an den Ermittlungen gegen Trump wegen der Aufbewahrung geheimer Dokumente auf seinem Anwesen in Florida beteiligt. Sie seien entlassen worden, weil sie ihre Arbeit wie immer unvoreingenommen und im Einklang mit den Fakten und dem Gesetz getan hätten, hieß es in der Klageschrift. „Für diese Regierung ist das ein Vergehen. Für uns alle anderen ist es heldenhaft“, schrieben die Anwälte der Kläger.