USA: Ärztin vergisst Baby im heißen Auto
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Ärztin vergisst Baby im heißen Auto – acht Stunden später ist das Kind tot
Von: Martina Hunger
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Eigentlich sollte eine Ärztin ihre zehn Monate alte Enkelin auf dem Weg zur Arbeit in die Kita bringen. Doch das Kind bleibt im Auto zurück – bei Temperaturen von bis zu 35 Grad. Erst viele Stunden später fällt auf, dass das Baby nie in der Betreuung angekommen ist.
Madisonville/USA – Eine tragische Verwechslung im morgendlichen Alltag hat im US-Bundesstaat Kentucky tödliche Folgen gehabt. Eine 61 Jahre alte Ärztin sollte am Donnerstag (13. August) ihre zehn Monate alte Enkelin Scottie in die Kita bringen. Stattdessen fuhr sie offenbar direkt zu ihrer Arbeitsstelle – und bemerkte nicht, dass das Baby noch angeschnallt auf der Rückbank saß.
Das Auto stand anschließend auf dem Parkplatz eines Gesundheitszentrums in Madisonville. Nach Angaben der Polizei blieb das Mädchen dort ungefähr acht Stunden lang zurück. Die Außentemperatur stieg an diesem Tag auf rund 35 Grad. Im Inneren des Fahrzeugs sollen später Temperaturen von bis zu etwa 46 Grad Celsius gemessen beziehungsweise errechnet worden sein.
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Vater will Baby aus Kita abholen – doch dort war es nie
Aufgefallen ist das Unglück erst am Nachmittag. Gegen 16 Uhr wollte der Vater seine Tochter von der Kita abholen. Dort erfuhr er, dass Scottie an diesem Tag überhaupt nicht gebracht worden war.
Daraufhin wurde die Großmutter informiert. Sie eilte gemeinsam mit Kollegen zu ihrem Fahrzeug und fand das Mädchen noch im Kindersitz auf der Rückbank.
Rettungskräfte und Mitarbeiter vor Ort begannen mit Wiederbelebungsversuchen. Das Leben des Babys konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.
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Polizei untersucht Tod der Zehnmonatigen
Die Polizei von Madisonville untersucht gemeinsam mit dem Kinderschutz des Bundesstaates Kentucky die genauen Umstände. Eine Obduktion wurde bereits durchgeführt, das endgültige Ergebnis stand zuletzt noch aus.
Die 61-Jährige ließ nach Angaben der Ermittler zudem eine Blutprobe nehmen. Solche Untersuchungen seien in einem derartigen Fall Teil des üblichen Vorgehens. Die Polizei gehe bislang nicht davon aus, dass Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt hätten.
Bislang wurde keine Anklage erhoben. Nach Abschluss der Ermittlungen soll der Fall einer Grand Jury vorgelegt werden, die über das weitere strafrechtliche Vorgehen entscheidet.
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Hitze im Auto kann für kleine Kinder schnell lebensgefährlich werden
Gerade für Babys und Kleinkinder können hohe Temperaturen in einem geschlossenen Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Autos heizen sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell auf – auch dann, wenn die Außentemperaturen zunächst nicht extrem erscheinen.