USA: Bayer investiert 2,2 Milliarden Dollar in neues US-Werk
New York, München. Bayer baut für 2,2 Milliarden Dollar eine neue Pharmafabrik in New Albany im US-Bundesstaat Ohio. Das gab der Leverkusener Konzern am Freitagabend bekannt. Der Pharma- und Agrarkonzern will dort auf einem Campus zunächst Krebs-, Herz-Kreislauf- sowie Nierenmedikamente produzieren und rund 600 neue Stellen schaffen.
Das Projekt ist eine der größten Einzelinvestitionen von Bayer in ein US‑Pharmawerk. Der Standort soll zugleich Teil eines neuen Kooperationsnetzwerks in den USA sein, das Fertigung mit akademischer Forschung verbindet, heißt es in einer Stellungnahme.
„Die Expansion ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unser Pharmageschäft auszubauen und die Nachfrage unserer Kunden und Patienten in den USA sowie darüber hinaus zu bedienen“, erklärte US-Chef Sebastian Guth, der gleichzeitig operativer Chef der Pharmasparte von Bayer ist. Gleichzeitig seien die USA der am schnellsten wachsende Pharmamarkt für Bayer, so Guth.
Schon jetzt erwirtschaftet die Sparte rund 35 Prozent ihres Umsatzes in Nordamerika. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll sich der US-Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mindestens verdoppeln, sagte Guth dem Handelsblatt im vergangenen Dezember. Mehr als sieben Milliarden Dollar sind nach Angaben von Bayer in den vergangenen fünf Jahren dort bereits in Forschung, Entwicklung und Produktion der Pharmasparte geflossen.