USA: Berater bereiten Trump wohl auf jahrelangen Iran-Krieg vor
Nahost
Rubio und Vance bereiten Trump auf Krieg bis 2029 vor
Von t-online, csi
10.09.2026 - 07:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich hatte Donald Trump versprochen, keine "endlosen Kriege" in Nahost zu beginnen. Ob er das einhalten kann, ist offenbar fraglich.
Donald Trump ist sich sicher, dass der Krieg im Iran "sofort" nach den Kongresswahlen im November enden wird. Seine eigenen Berater scheinen das allerdings anders zu sehen. Sie wiesen den US-Präsidenten auf die Möglichkeit hin, dass sich der Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit hinziehen könnte. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf US-Beamte.
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Unter anderem Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Marco Rubio erklärten Trump demnach, dass Teheran dem Druck der USA weiter standhalten könnte. Der Konflikt könne sich dadurch möglicherweise über den Tag der Amtseinführung des Präsidenten im Januar 2029 hinaus verlängern, so die Beamten.
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Ein jahrelanger Konflikt würde die ohnehin angeschlagenen militärischen Ressourcen überlasten. Und auch die wirtschaftlichen Folgen und langfristigen Störungen auf dem globalen Ölmarkt wären für Trump während des Präsidentschaftswahlkampfs 2028 wenig förderlich.
Kein Frieden in Sicht
Bereits bei den Midterm-Wahlen droht den Republikanern eine empfindliche Schlappe. Meinungsforschern zufolge könnte die Regierungspartei die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, im Senat droht ein Patt. Viele Wählerinnen und Wähler sind unzufrieden mit dem Iran-Krieg. Er hat vor allem die Treibstoffkosten in den vergangenen sechs Monaten deutlich in die Höhe getrieben. Trump war damals mit dem Versprechen, keine "endlosen Kriege" im Nahen Osten zu beginnen, ins Amt zurückgekehrt.
Im Iran sieht derweil wenig nach Frieden aus. In der Straße von Hormus wurden in der Nacht neue Explosionen gemeldet. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar. Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder in angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region.