Iran: USA bombardieren nahe Straße von Hormus, Teheran startet Vergeltungsangriffe
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Offenbar Tote bei Hochzeitsfeier USA bombardieren nahe Straße von Hormus, Iran startet Vergeltungsangriffe
Das US-Militär hat erneut Ziele in Iran attackiert, Präsident Trump spricht von »großen und gewaltigen« Angriffen. Iranische Medien berichten indes, dass dabei eine Hochzeitsfeier getroffen worden sei.
02.09.2026, 08.22 Uhr
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Die USA und Iran haben eine erneute Welle der Angriffe und Gegenangriffe gestartet. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump visiert das US-Militär dabei Ziele nahe der Straße von Hormus an. Es handle sich um »große und gewaltige« Angriffe, die als Vergeltung für den gescheiterten Versuch der Iraner ausgeführt würden, Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Kurz vor 19 Uhr (US-Ortszeit) erklärte das US-Zentralkommando Centcom, man habe die Luftangriffe gegen iranische Militärziele »erfolgreich« abgeschlossen. Es seien Flugabwehrsysteme, Radareinrichtungen, maritime Einheiten, Minenleger sowie Kommunikationsanlagen attackiert worden.
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Iran meldete Vergeltungsaktionen. Die iranischen Revolutionswächter teilten in einer von mehreren Staatsmedien veröffentlichten Erklärung mit, die Antwort auf den US-Angriff habe begonnen. Demnach sollten US-Stützpunkte mit Raketen und Drohnen beschossen werden, wie unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete.
US-Angriff trifft offenbar Hochzeitsgesellschaft
Iranische Staatsmedien berichteten über Explosionen in mehreren Regionen des Landes. Davon betroffen sein sollen die Insel Gheschm und die Großstadt Bandar-e Abbas an der Straße von Hormus sowie weiter im Osten der Raum Konarak sowie die Hafenstadt Tschabahar. Außerdem wurden Explosionen von der im Persischen Golf liegenden Insel Lavan gemeldet. Medienberichten zufolge kamen dabei auf einer Hochzeitsfeier im Raum Sirik mindestens zwei Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt.
Jordanien und Kuwait meldeten in der Nacht neue iranische Angriffe. Kuwaits Flugabwehr reagiere derzeit »auf feindliche Raketen- und Drohnenangriffe«, teilte die kuwaitische Armee am frühen Mittwochmorgen auf X mit.
13 Raketen mit Ziel Jordanien
Jordaniens Armee berichtete von 13 in Iran gestarteten ballistischen Raketen, die in den Luftraum des Königreichs eingedrungen seien. Zehn davon habe die Flugabwehr abfangen können. Drei weitere schlugen demnach in abgelegenen Gebieten ein. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Auch im Golfstaat Bahrain ertönte am Mittwoch Raketenalarm, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten.
Jordanien war bereits zuvor erneut von Iran aus beschossen worden, nachdem sich der Konflikt zwischen der Islamischen Republik und den USA wieder zugespitzt hatte. Zu dem neuen Angriff auf Jordanien bekannten sich in der Nacht zu Mittwoch die iranischen Revolutionswächter.
Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionswächter berichtete, starteten diese einen »massiven Angriff mit ballistischen Raketen auf den Stützpunkt des US-Marinekorps in Jordanien, bekannt als Camp Titin«. Das Ausbildungslager befindet sich am Golf von Akaba, nahe den Grenzen zu Israel und Saudi-Arabien.
Präsident Trump macht unterdessen wenig Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung. Der US-Nachrichtensender Fox News zitierte ihn mit den Worten, eine Abmachung mit Iran sei weniger wert als das Papier, auf dem es geschrieben sei. Die USA hätten Iran viele Chancen gegeben. Den Angriff am Dienstag bezeichnete er später online als »sehr gerechtfertigt«. Falls Iran zurückschlage, würden die USA mit noch heftigeren Angriffen reagieren.
Am Wochenende war der Konflikt erstmals seit Wochen am Persischen Golf mit gegenseitigen Angriffen wieder militärisch eskaliert. US-Streitkräfte hatten wieder Ziele in Iran angegriffen, Iran reagierte mit Beschuss auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien.
jah/hda/AFP/dpa/Reuters