USA denken wohl über "Moab" nach: Iran droht Trump "Vater aller Bomben" an
Nach Berichten über US-Angriffspläne
Iran droht Trump mit "Vater aller Bomben"
Von t-online, jse
22.10.2026 - 17:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Iran will eine neue Bombe enthüllen – als Reaktion auf Berichte, dass das Pentagon den Einsatz seiner mächtigsten Nicht-Atomwaffe gegen iranische Atomanlagen plant. Details zur neuen Waffe nennt Teheran nicht.
Der Iran hat angekündigt, eine neue Waffe zu entwickeln und vorzustellen, die er "Vater aller Bomben" nennt. Das gab der Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), Hossein Mohabi, am Mittwoch gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Young Journalists Club bekannt.
Einzelheiten zu Art, Sprengkraft oder Einsatzfähigkeit der Waffe nannte Mohabi nicht.
Reaktion auf US-Drohungen
Hintergrund der Ankündigung sind US-Medienberichte, wonach das Pentagon Pläne ausgearbeitet hat, die sogenannte "Mother of All Bombs" (MOAB) – den stärksten konventionellen Sprengkörper im US-Arsenal – gegen Ziele im Iran einzusetzen. Die GBU-43/B – so die technische Bezeichnung der MOAB– wiegt rund 9,8 Tonnen und erzeugt eine verheerende Druckwelle über ein großes Gebiet. Erstmals eingesetzt wurde sie im April 2017 unter US-Präsident Donald Trump gegen einen Tunnelkomplex der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Afghanistan.
Trump selbst sprach in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax vergangene Woche über die Möglichkeit eines Einsatzes der Bombe. Er schloss den Einsatz von Atomwaffen aus – einen konventionellen Angriff ließ er jedoch offen.
Iran behauptet: Raketenpotenzial um 50 Prozent gewachsen
Neben der Ankündigung der neuen Waffe behauptete IRGC-Sprecher Mohabi, dass der iranische Raketenvorrat seit dem zwölftägigen Krieg gegen Israel im Juni 2025 um 50 Prozent gestiegen sei. Auch Reichweite, Zielgenauigkeit und Sprengkraft der Raketen hätten sich verbessert. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht – Mohabi nannte keine konkreten Zahlen.
Mohabi äußerte sich auch zur Straße von Hormus. Entgegen US-amerikanischen Darstellungen sei die strategisch bedeutsame Meerenge "definitiv geschlossen". Schiffe, die unter Abschaltung ihrer Ortungssysteme durchfahren, bezeichnete er als Schmuggler und Piraten. Washington hatte zuletzt erklärt, die Passage sei offen.