DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,28 % 77.412,71 USD 00:10:23 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 22:43:25 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 22:43:25

USA: Hegseth feuert Chef von populärer Militärzeitung

Welt

Newsblog zur US-Politik

Hegseth feuert Chef von populärer Militärzeitung

Aktualisiert am 21.08.2026 - 22:46 UhrLesedauer: 12 Min.

Trump darf seinen Ballsaal weiterbauen. Der Chef einer Militärzeitung wird entlassen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Freitag, 21. August

USA wollen UN-Schulden begleichen

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will den Vereinten Nationen (UN) 725 Millionen Dollar an ausstehenden Beiträgen überweisen. Dies geht aus einem Schreiben des Außenministeriums an den Kongress vom 4. August hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Einem US-Regierungsvertreter zufolge ist die Zahlung jedoch an weitere Reformen der Weltorganisation geknüpft. Bis Freitag sei noch kein Geld geflossen. Die UN stecken in einer tiefen Finanzkrise. Generalsekretär Antonio Guterres hatte in diesem Jahr vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit gewarnt.

Die USA sind der größte Geldgeber der UN, haben aber unter Trump Pflichtbeiträge zurückgehalten und auf drastische Kürzungen gedrungen. Nach UN-Angaben vom Mai belaufen sich die US-Schulden auf mehr als vier Milliarden Dollar, was Washington jedoch zurückweist.

Insubordination: Pentagon feuert Chefredakteur von Militärzeitung

Das Pentagon hat am Freitag den Chefredakteur der Militärzeitung "Stars and Stripes" sowie deren Verleger und einen Reporter entlassen. Das teilte der Chefredakteur selbst der Nachrichtenagentur AP mit. Als Grund gab er Insubordination an – nach einem Interview, in dem er sich gegen mögliche Zensur durch das Militär ausgesprochen hatte.

Erik Slavin, Chefredakteur der Zeitung, die zwar teilweise vom Pentagon finanziert wird, aber traditionell redaktionell unabhängig arbeitet, sagte, er und die anderen hätten Kündigungsschreiben erhalten.

Slavin erklärte, er werde entlassen, weil er in einem CBS-Interview gesagt habe, eine hypothetische Zensur von Nachrichten für Soldaten wäre eine rote Linie. Er stehe weiterhin zu dem Grundsatz, dass "Stars and Stripes" redaktionell unabhängig bleiben müsse. Im April entließ das Pentagon Jacqueline Smith, die Ombudsfrau der Zeitung, deren Aufgabe es gewesen war, die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren. Die Zeitung ist besonders bei Soldaten in Übersee beliebt, weil sie diese mit aktuellen Nachrichten aus der Heimat versorgt.

Gericht entscheidet: Trump darf Ballsaal weiterbauen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat der Regierung von Präsident Donald Trump am Freitag vorerst erlaubt, den Bau eines neuen Festsaals am Weißen Haus fortzusetzen. Das Gericht setzte eine richterliche Anordnung vorübergehend aus, die weite Teile des 400 Millionen Dollar teuren Projekts gestoppt hätte. Damit verschaffen sich die Richter Zeit, um über einen Antrag der Regierung zu entscheiden. Diese will die Arbeiten fortführen, während eine Klage einer Denkmalschutzorganisation gegen das Vorhaben läuft.

Das Justizministerium hatte in einem Schriftsatz vom 14. August argumentiert, das Projekt sei aus Gründen der nationalen Sicherheit zwingend erforderlich. Die Anwälte verwiesen dabei auf Attentatsversuche und andere jüngste Bedrohungen gegen den Präsidenten. Trump selbst bezeichnete den Komplex, der zudem Bunker und medizinische Einrichtungen umfassen soll, als militärisches Zentrum. Die gemeinnützige Organisation National Trust for Historic Preservation hatte im vergangenen Jahr geklagt, nachdem die Regierung den Ostflügel des Weißen Hauses abgerissen und mit der Errichtung des 8360 Quadratmeter großen Saals begonnen hatte. Eine ausdrückliche Zustimmung des Kongresses lag dafür nicht vor.

Ein Berufungsgericht in Washington hatte am 7. August einen Baustopp für die oberirdischen Arbeiten bestätigt. In der Begründung hieß es, ein Präsident sei nur ein vorübergehender Mieter und könne das Gebäude nicht ohne Zustimmung des Parlaments grundlegend umgestalten. Der Verweis auf die nationale Sicherheit sei kein Freibrief, um sich über das Gesetz hinwegzusetzen. Das Justizministerium erklärte jedoch, das Gesamtprojekt sei bereits zu 65 Prozent abgeschlossen. Der abgerissene Ostflügel stammte aus dem Jahr 1902 und beherbergte unter anderem die Büros der First Lady.

Trump statt Kriegsheld? US Navy will wohl Kriegsschiff umbenennen

Die US-Marine hat nach Informationen der Sender CNN und NBC News intern darüber beraten, einen im Bau befindlichen Flugzeugträger nach Präsident Donald Trump zu benennen. Das Schiff der Ford-Klasse sollte bislang den Namen "USS Doris Miller" tragen. Miller war ein Schwarzer Matrose, der beim japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 Verwundete rettete und ohne Ausbildung ein Flugabwehrgeschütz bediente. Er erhielt später als erster Schwarzer Soldat das Navy Cross, die zweithöchste Auszeichnung der US-Marine.

Laut CNN soll Miller stattdessen mit der Benennung eines anderen Kriegsschiffs geehrt werden. Zudem werde geprüft, ihn für die Medal of Honor vorzuschlagen, die höchste militärische Auszeichnung der USA. Millers Großneffe Thomas Bledsoe sagte CNN, die Familie sei über eine mögliche Umbenennung nicht informiert worden.

Die Marine hatte den Namen "USS Doris Miller" 2020 während Trumps erster Amtszeit bekannt gegeben. Es wäre der erste US-Flugzeugträger, der nach einem Schwarzen Matrosen und einem einfachen Mannschaftsdienstgrad benannt würde. Eine Benennung nach einem amtierenden Präsidenten wäre bei einem Flugzeugträger ungewöhnlich. Viele aktive Flugzeugträger haben zwar Namen früherer Präsidenten, darunter Ronald Reagan oder George H. W. Bush. Keiner von ihnen lief jedoch erstmals aus, während der Namensgeber noch im Amt war.

Loading...

Loading...

Loading...

Im Video | Melania Trump reagiert auf Gerüchte

Player wird geladen

Trump: Würde bei Wahl klar gewinnen

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem Sender WABC gesagt, dass er im Falle einer Wiederwahl gewinnen würde. "Wenn ich nochmal antreten würde, denke ich, dass ich mit 25 Punkten Abstand gewinnen würde." Seine Umfragen seien sehr gut, so Trump.

In den USA darf ein Präsident nur zwei Amtsperioden absolvieren. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 lag Trump 1,47 Prozentpunkte vor der demokratischen Kandidatin Kamala Harris. In aktuellen Umfragen sehen nur 33 Prozent seine Präsidentschaft als erfolgreich, der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt.

IS-Anhängerin soll Anschlag auf Parlamentsgebäude geplant haben

Eine Anhängerin der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) soll einen Anschlag auf das Parlamentsgebäude des US-Bundesstaates New York geplant haben. Die Frau wurde wegen Terrorismus-Verdachts angeklagt, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Demnach sagte die 35-Jährige einem Informanten der US-Bundespolizei FBI, dass sie das Kapitol in Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates, "zerstören" und "Senatoren töten" wolle.

Die Frau war Berichten zufolge zum Islam konvertiert und hatte sich im Internet als lautstarke IS-Unterstützerin hervorgetan. Unter anderem habe sie ihre Unterstützung für die Attentäter vom 11. September 2001 erklärt. Die 35-Jährige sagte dem FBI-Informanten laut Anklage, sie wolle "gezielt Picknicks in der Nähe des Kapitols abhalten, um die Sicherheitsvorkehrungen zu beobachten". Über eine verschlüsselte Messenger-App habe sie erklärt: "Ich will so viel wie möglich von dem Gebäude zerstören und die Senatoren töten, während sie tagen."

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren