USA: Mexiko drängt auf Strafverfolgung nach tödlichen ICE-Einsätzen
Dieser Ausdruck wurde am 10.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Tod eines Mexikaners in Houston Mexiko drängt auf Strafverfolgung nach tödlichen ICE-Einsätzen in den USA Vor wenigen Tagen hatte ein ICE-Mitarbeiter einen Mexikaner bei einer Fahrzeugkontrolle in Houston erschossen. Mexikos Außenminister fordert Aufklärung – auch in Bezug auf weitere verstorbene Staatsbürger. 09.07.2026, 23.01 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Nach zahlreichen Todesfällen mexikanischer Migranten bei Einsätzen oder im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden will die mexikanische Regierung bei den Justizbehörden in den USA auf Strafverfolgung der Verantwortlichen drängen. Mindestens 17 mexikanische Staatsbürger seien seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 bei Razzien oder in Gefängnissen der Einwanderungsbehörde ICE oder anderer US-Behörden zu Tode gekommen, erklärte Außenminister Roberto Velasco am Donnerstag. Die mexikanische Regierung werde »die diplomatische Ebene überspringen und sich direkt an die Staatsanwaltschaften in den USA wenden«, sagte Velasco auf einer Pressekonferenz mit Präsidentin Claudia Sheinbaum weiter. Die Staatschefin erklärte, sie werde die privaten Betreiber von Haftanstalten in den USA dazu drängen, die »Menschenrechte der Mexikaner zu achten«. Tod des Mexikaners Lorenzo Salgado war angeblich Folge von Notwehr Erst am Dienstag hatte ein ICE-Mitarbeiter in Houston im US-Bundesstaat Texas den Mexikaner Lorenzo Salgado bei einer Fahrzeugkontrolle erschossen. Das US-Heimatschutzministerium hatte im Anschluss erklärt, Salgado habe die Beamten bedroht und diese hätten in Notwehr gehandelt. Nach Angaben seiner Familie lebte der Mann seit fast 35 Jahren in den USA. Der Fahrer habe nach ICE-Angaben zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Auto einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte das Feuer eröffnet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet. Maßnahmen sind Teil der Umsetzung von Trumps Plänen zur Massenabschiebung Dabei handelte es sich nicht um den ersten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Mitarbeitern. Ähnliche Vorfälle hatten im Januar die Proteste gegen Massenabschiebungen der Trump-Regierung weiter angeheizt. Der US-Präsident hatte daraufhin Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Ihr Nachfolger Markwayne Mullin will ICE erklärtermaßen aus den Schlagzeilen bringen. Die Migrationsbehörde ICE hatte zuletzt ihre Kontrollen zur Umsetzung der Massenabschiebungen der Trump-Regierung verstärkt. Ende Juni nahmen die ICE-Beamten binnen fünf Tagen mehr als 10.000 Menschen fest. Eine Analyse zu den Folgen seiner Einwanderungspolitik lesen Sie hier. tmo/AP