USA-News: Joschka Fischer sieht USA auf dem Weg aus der Nato
Newsblog zur US-Politik Fischer: Die Amerikaner sind auf dem Weg nach draußen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Joschka Fischer wagt eine Prognose zu den USA. Ein Detail seiner neuen Präsidentenmaschine löst Spott aus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Loading... Embed Samstag, 4. Juli Fischer zweifelt an Nato-Verbleib der USA Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) bezweifelt, dass die USA unter Präsident Donald Trump in der Nato bleiben. "Die Amerikaner sind faktisch auf dem Weg nach draußen", sagte der 78-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er forderte für diesen Fall, dass die verbleibenden Verbündeten ihre Allianz ohne die USA fortführen und einen atomaren Schutzschirm mit den Kernwaffen Frankreichs und Großbritanniens aufbauen. Die Nato-Staaten kommen ab Dienstag zu ihrem Gipfeltreffen in Ankara zusammen. Im Vorfeld hat Trump erneut gegen Deutschland und andere Verbündete ausgeteilt und deren Beiträge für die Nato kritisiert, obwohl diese ihre Verteidigungsausgaben zuletzt deutlich gesteigert hatten. Freitag, 3. Juli Papst gratuliert USA Zum 250. Geburtstag der USA nimmt Papst Leo ein Video auf – und spricht ein heikles Thema an. Auch der New Yorker Bürgermeister gratuliert symbolträchtig. Größter US-Stromnetzbetreiber ruft zum Energiesparen auf Der größte US-Stromnetzbetreiber PJM hat wegen der anhaltenden Hitzewelle eine Warnung herausgegeben und zur Drosselung des Stromverbrauchs aufgerufen. Das Unternehmen wies die regionalen Versorger am Freitag an, die Belieferung von Kunden zu reduzieren, die sich für Notfälle vertraglich zu Einsparungen verpflichtet haben. Grund für den Engpass seien Kraftwerksausfälle, schwer überlastete Übertragungsleitungen und der stark gestiegene Einsatz von Klimaanlagen. Der Netzbetreiber versorgt rund 67 Millionen Menschen an der Ostküste, in den Südstaaten und im Großraum Washington. Die angespannte Lage treibt auch die Kosten in die Höhe: Im Norden des Bundesstaates Virginia, wo sich die weltweit größte Dichte an Rechenzentren befindet, schoss der Großhandelspreis für Strom in dieser Woche auf über 2.000 Dollar pro Megawattstunde nach oben. Außerhalb von Krisenzeiten liegt er bei etwa 40 Dollar. Analysten und PJM-Daten zufolge ist der Preisanstieg vor allem auf die hohen Kosten für die Stromübertragung durch die überlasteten Hochspannungsleitungen zurückzuführen. Netanjahu gratuliert Trump – Treffen in den USA geplant Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump telefoniert und ihm zum 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten gratuliert. In dem Gespräch habe Netanjahu die USA als Garant globaler Freiheit bezeichnet und die enge Bindung zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Beide hätten sich darauf verständigt, sich "in naher Zukunft" in den USA zu treffen. Zuletzt galt das Verhältnis zwischen Netanjahu und Trump als sehr angespannt – vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und unterschiedlicher Vorstellungen über das weitere Vorgehen in der Region. Weitere Details zu dem Termin des geplanten Treffens nannte Netanjahus Büro zunächst nicht. Trump erntet Spott für Bibliothek in der Air Force One Die neue Air Force One von US-Präsident Donald Trump löst in den USA Wirbel aus. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt postete auf der Plattform X ein Foto aus dem Innenraum der Maschine. Zu sehen ist auch eine Bücherwand. Doch tragen die Bücher Titel wie "Bibliothek". Der Post erregte im Internet viel Spott. "Um ehrlich zu sein, wären echte Bücher für Trump genauso nutzlos wie für euren Hund", lästerte ein Nutzer. Trump hatte die Maschine vom Typ Boeing 747-8 erstmals am Mittwoch genutzt. Der Einsatz des Jets steht in der Kritik. Der US-Präsident hatte sie im Vorjahr bei einer Reise an den Golf von Katar erhalten. Der Sender CNN monierte die hohen Umbaukosten von 400 Millionen Dollar. "Newsweek" kritisierte die üppige Ausstattung mit Leder und edlem Holz, während die "bisherigen Maschinen typischerweise ausgestattet sind mit Konferenzräumen, Kommunikationseinrichtungen und Arbeitsplätzen in schlichter weißer Gestaltung, die auf die operativen Erfordernisse der Präsidentschaft ausgerichtet sind", wie das Magazin schrieb. Die alte Air-Force-One-Flotte wird nach 35 Jahren ausgemustert. Der jetzt in Dienst genommene Jet soll nur übergangsweise genutzt werden, ehe bereits bestellte Maschinen von Boeing ausgeliefert werden. Trump will den Jet aber nach seiner Amtszeit weiter privat nutzen. Steinmeier gratuliert Trump – und übt leise Kritik Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat US-Präsident Donald Trump zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung gratuliert – mit kritischen Untertönen. "Die Ideale des 4. Juli – Freiheit, Recht und Selbstbestimmung – haben Weltgeschichte geschrieben", schrieb Steinmeier an Trump. Sie hätten auch das Verhältnis Deutschlands und der USA in besonderer Weise geprägt. Das Versprechen des 4. Juli sei aber "niemals gänzlich eingelöst" worden. Loading... Loading... Loading... "Zwischen den hohen Idealen und der Wirklichkeit des politischen Alltags klafft immer eine Lücke, in jeder Demokratie", hob Steinmeier hervor. "So verspricht denn die Präambel der US-Verfassung auch keine Perfektion, sondern das Streben nach einer 'more perfect union'. Auf die Richtung kommt es an." Diese Ideale hätten die USA "auf der Weltbühne zu einer Führungsmacht werden lassen – einer Führungsmacht nicht allein durch rohe Stärke, sondern durch Anziehungskraft". Die USA feiern am 4. Juli den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776. Trump inszeniert dazu eine große Party in Washington. Popstar Taylor Swift konkurriert wohl zeitgleich mit ihrer Hochzeit mit Football-Star Travis Kelce.