USA-News: Kanadier wollen US-Botschafter Hoekstra loswerden
Newsblog zur US-Politik "Aggressive Grobheit" – Kanadier wollen US-Botschafter loswerden Aktualisiert am 14.08.2026 - 00:35 UhrLesedauer: 10 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Kanadier fordern per Petition zur Ausweisung des US-Botschafters aus. Das Kennedy Center soll wieder Trumps Namen bekommen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 14. August Gremium will Trumps Name wieder am Kennedy Center US-Präsident Donald Trump bekommt im Streit um die Anbringung seines Namens an der Fassade der berühmten Kulturinstitution Kennedy Center in Washington Rückenwind vom Kuratorium. Mehrere US-Medien berichteten, dass das Gremium der Institution, dem Trump selbst vorsitzt, dafür gestimmt habe, dass der Schriftzug zurückkehren soll - allerdings anders als zuvor. Die Abstimmung erfolgte, obwohl ein Gericht die vorherige Umbenennung verboten und verfügt hatte, dass Trumps Name abmontiert werden muss - was auch passierte. Ob das Gremium mit seinem Plan nun Erfolg haben wird, ist offen. Mehreren Medien zufolge muss ein Gericht dies überprüfen und genehmigen. Im Dezember 2025 war das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt worden, nachdem Trump kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 die Einrichtung unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt hatte. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums und übernahm den Vorsitz. Die Umbenennung führte zu großem Protest. Künstler sagten Auftritte ab. Fitch bestätigt Rating der USA Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit der USA mit "AA+" und einem stabilen Ausblick bestätigt. Dies teilte die Agentur am Donnerstag mit und verwies zur Begründung auf die Größe der Volkswirtschaft, das hohe Pro-Kopf-Einkommen und den Status des US-Dollars als weltweite Leitwährung. Die US-Wirtschaft habe sich trotz höherer Zölle, Ausgabenkürzungen der Regierung und politischer Unsicherheit als robust erwiesen. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnet Fitch jedoch mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 1,9 Prozent, nach 2,8 Prozent 2025. Zudem bleibe die Inflation ein Grund zur Sorge: Die Agentur erwartet für 2026 eine durchschnittliche Teuerungsrate von 3,4 Prozent, was über dem Ziel der US-Notenbank (Fed) von zwei Prozent liegt. Trump verhängt Zölle auf Drohnen US-Präsident Donald Trump hat Zölle auf den Import von Drohnen und deren Bauteilen verhängt. Er habe am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, teilte das Weiße Haus mit. Für Drohnen ab einer bestimmten Größe oder mit Fähigkeiten, die von besonderer Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA sind, werde ein Wertzoll von 100 Prozent fällig. Auf kleinere Modelle ohne diese Eigenschaften werde ein Zoll von 25 Prozent erhoben, so das US-Präsidialamt. Drohnen und Bauteile aus der Europäischen Union (EU), Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan würden mit 15 Prozent verzollt. Für Einfuhren aus Großbritannien liege dieser bei zehn Prozent. Die Zölle sollen den Angaben zufolge 21 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten. Für weniger sensible Drohnen-Bauteile gelte eine Frist von 180 Tagen. Kanada: Petition zur Ausweisung des US-Botschafters In Kanada stößt eine Petition auf rege Zustimmung, wonach die Regierung US-Botschafter Pete Hoekstra zur unerwünschten Person erklären und ausweisen soll. Bislang unterzeichneten mehr als 116.000 Menschen das Bürgerbegehren, das noch bis zum 18. November läuft, hieß es am Donnerstag auf der Website des kanadischen Parlaments. Hoekstra ist ein unermüdlicher Verteidiger von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt damit gedroht hat, Kanada den USA einzuverleiben und das Nachbarland mit Zöllen zu überziehen. Der in den Niederlanden geborene Diplomat hat sich seit Beginn seiner Mission im April 2025 bei den Kanadiern unbeliebt gemacht. In einem Kommentar der Zeitung "Globe and Mail" hieß es im Mai, Hoekstra sei darauf aus, "die aggressive Grobheit seines Chefs weiterzugeben." Hoekstra würde nicht verstehen, warum die Kanadier so empört seien. "Der Botschafter scheint zu glauben, dass diese Nation ein Haufen unerklärlicher Unzufriedener ist, weil sie auf Präsident Donald Trumps Drohungen und Gerede so reagiert." Hoekstra soll Berichten zufolge einen Vertreter der Provinz Ontario mit einer unflätigen Schimpftirade überzogen haben, weil in einer Anzeige der Provinzregierung zum Thema Zölle Ex-US-Präsident Ronald Reagan zu den Vorteilen freien Handels zitiert worden war. Trump selbst war über die Veröffentlichung so erbost, dass er alle Handelsgespräche aussetzte. Im vergangenen Juni sagte Hoekstra, die Überlegung einer Annexion Kanadas durch die USA wäre ein "großartiges Gesprächsthema" für Trump und den kanadischen Premier Mark Carney. Donnerstag, 13. August Nach Klagen über Missstände: US-Flugzeugträger wird abgelöst Nach alarmierenden Beschwerden über Missstände auf der "USS Abraham Lincoln" soll der in Nahost eingesetzte Flugzeugträger laut Medienberichten abgelöst werden. Ersetzt wird er durch die "USS George Washington", wie das "Wall Street Journal" sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider melden. Laut CNN war der Austausch der Schiffe bereits zuvor geplant. Unklar war beiden Sendern zufolge hingegen, wie lange das Ganze dauert. NBC News zufolge dauert ein solcher Wechsel für gewöhnlich mehrere Wochen. Loading... Loading... Loading... Das Pentagon und das US-Regionalkommando im Nahen Osten (Centcom) lehnten einen Kommentar unter Verweis auf den Schutz der operativen Sicherheit ab. Nach früheren Angaben der US Navy war die "USS George Washington" Ende Juli im vietnamesischen Da Nang eingelaufen. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der Flugzeugträger die Hafenstadt in der Mitte des südostasiatischen Landes bereits am 5. August verlassen hat. Wohin er samt Verbund hinsteuerte, war zu dem Zeitpunkt unklar. Kurz zvuor hatten Mitglieder des US-Senats Aufklärung über die Zustände auf der "USS Abraham Lincoln" gefordert. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X. "Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln." Pentagon richtet Nuklearstrategie neu aus Die USA überprüfen aktuell ihre Nuklearstrategie. Es handele sich um eine "relativ eng gefasste Überprüfung", sagte Elbridge Colby, Unterstaatssekretär im Pentagon, vor Journalisten. Die Überprüfung beziehe sich auf einen möglichen Einsatz von Atomwaffen. "Ich betone, dass das Ziel hier natürlich darin besteht, Abschreckung und Stabilität aufrechtzuerhalten", so Colby. Fokus sei die Verteidigung der territorialen Integrität der Verbündeten.