USA-News: Trumps neue Air Force One - Bücherwand bringt Spott ein
Newsblog zur US-Politik Trump erntet Spott für Neuerung in der Präsidentenmaschine Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Trump wettert gegen Nato-Verbündete. Ein Detail seiner neuen Präsidentenmaschine löst Spott aus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 3. Juli Trump erntet Spott für Bibliothek in der Air Force One Die neue Air Force One von US-Präsident Donald Trump löst in den USA Wirbel aus. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt postete auf der Plattform X ein Foto aus dem Innenraum der Maschine. Zu sehen ist auch eine Bücherwand. Doch tragen die Bücher Titel wie "Bibliothek". Der Post erregte im Internet viel Spott. "Um ehrlich zu sein, wären echte Bücher für Trump genauso nutzlos wie für euren Hund", lästerte ein Nutzer. Trump hatte die Maschine vom Typ Boeing 747-8 erstmals am Mittwoch genutzt. Der Einsatz des Jets steht in der Kritik. Der US-Präsident hatte sie im Vorjahr bei einer Reise an den Golf von Katar erhalten. Der Sender CNN monierte die hohen Umbaukosten von 400 Millionen Dollar. "Newsweek" kritisierte die üppige Ausstattung mit Leder und edlem Holz, während die "bisherigen Maschinen typischerweise ausgestattet sind mit Konferenzräumen, Kommunikationseinrichtungen und Arbeitsplätzen in schlichter weißer Gestaltung, die auf die operativen Erfordernisse der Präsidentschaft ausgerichtet sind", wie das Magazin schrieb. Die alte Air-Force-One-Flotte wird nach 35 Jahren ausgemustert. Der jetzt in Dienst genommene Jet soll nur übergangsweise genutzt werden, ehe bereits bestellte Maschinen von Boeing ausgeliefert werden. Trump will den Jet aber nach seiner Amtszeit weiter privat nutzen. Steinmeier gratuliert Trump – und übt leise Kritik Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat US-Präsident Donald Trump zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung gratuliert – mit kritischen Untertönen. "Die Ideale des 4. Juli – Freiheit, Recht und Selbstbestimmung – haben Weltgeschichte geschrieben", schrieb Steinmeier an Trump. Sie hätten auch das Verhältnis Deutschlands und der USA in besonderer Weise geprägt. Das Versprechen des 4. Juli sei aber "niemals gänzlich eingelöst" worden. "Zwischen den hohen Idealen und der Wirklichkeit des politischen Alltags klafft immer eine Lücke, in jeder Demokratie", hob Steinmeier hervor. "So verspricht denn die Präambel der US-Verfassung auch keine Perfektion, sondern das Streben nach einer 'more perfect union'. Auf die Richtung kommt es an." Diese Ideale hätten die USA "auf der Weltbühne zu einer Führungsmacht werden lassen – einer Führungsmacht nicht allein durch rohe Stärke, sondern durch Anziehungskraft". Die USA feiern am 4. Juli den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776. Trump inszeniert dazu eine große Party in Washington. Popstar Taylor Swift konkurriert wohl zeitgleich mit ihrer Hochzeit mit Football-Star Travis Kelce. Protest gegen China: Mann zündet sich vor UN-Gebäude an Ein Mann hat sich in New York vor dem Gebäude der Vereinten Nationen selbst angezündet. Wie die "New York Post" berichtet, hatte er zuvor eine Tibet-Flagge aufgestellt. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, so die Zeitung. Eine Aufnahme vom Ort des Geschehens zeigte einen Polizisten mit einem Zettel, auf dem "China out of Tibet" (China raus aus Tibet) stand. Erinnerung an Sklaverei: Gericht gibt Trump-Regierung recht Die US-Regierung muss von ihr entfernte Denkmäler zu Sklaverei, Rassismus und weiteren Themen vorerst nicht wieder in Nationalparks und auf öffentlichen Plätzen installieren. Ein Berufungsgericht kassierte eine einstweilige Verfügung, der zufolge die Regierung vorgenommene Änderungen wieder hätte rückgängig machen müssen. Konkret ging es dabei um Eingriffe in die Erinnerungskultur, die seit dem vergangenen Jahr auf Geheiß von Präsident Donald Trump unternommen wurden. Trump hatte sein Innenministerium im März 2025 angewiesen, sämtliche Gedenkstätten, -tafeln, Statuen und Ähnliches darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken. Der Name des Dekrets: "Wiederherstellung von Wahrheit und Vernunft in der amerikanischen Geschichte". Als Grund nannte Trump einen angeblich breit angelegten Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben. Wo das geschehe, müssten Ausstellungen, Denkmäler oder Inschriften geändert oder entfernt werden. Rekordhoch bei Temperaturen in New York Eine Hitzewelle hat Teile der USA erfasst und die Temperaturen im New Yorker Central Park erstmals seit 14 Jahren auf 100 Grad Fahrenheit – etwa 38 Grad Celsius – klettern lassen. Der Wert sei am Mittag gemessen worden, teilte der Nationale Wetterdienst mit. Die gefühlte Temperatur habe etwa 41 Grad Celsius betragen. Auch am Freitag und Samstag wird mit extremen Temperaturen bis zu 40 Grad im Zentrum und Osten der USA gerechnet. Experten zufolge leben in den von der Hitzewelle betroffenen Landesteilen mehr als 100 Millionen Menschen. Die extreme Hitze fällt mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA und der Fußballweltmeisterschaft zusammen. Trump nennt Deutschlands Nato-Beitrag "lächerlich" Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara teilt US-Präsident Donald Trump erneut gegen Deutschland und andere Verbündete aus. Er bezeichnete deren Beiträge für das Verteidigungsbündnis in einem Post auf der Plattform Truth Social als "lächerlich". Damit baut Trump Druck auf die Nato-Alliierten vor dem Gipfel auf, der am 7. und 8. Juli in der Türkei abgehalten wird. Loading... Loading... Loading... Trump listete in seinem Post mehrere Länder, darunter Großbritannien und Italien, sowie Finanzzahlen auf. Diese ähneln einem Nato-Bericht für das Jahr 2025 zu Verteidigungsausgaben, Trump nannte aber keine genaue Quelle. Schaden am Reflecting Pool: Anklage gegen Ex-Olympiasportler Nach mutmaßlichem Vandalismus an dem Reflecting Pool im Herzen von Washington ist Anklage gegen einen früheren Olympiasportler erhoben worden. Die Jury an dem Gericht in Washington habe die Anklage zugelassen und werte den Fall als Straftat, teilte Generalstaatsanwältin Jeanine Pirro mit. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. Das rund 600 Meter lange Becken gehört zu den Wahrzeichen der US-Hauptstadt und liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Größere Aufmerksamkeit erlangte es in den vergangenen Monaten wegen einer von Präsident Donald Trump veranlassten Renovierung. Trump wollte dem Becken einen blauen Schimmer verleihen. Wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen den Pool aber wieder grün - Trump zufolge wegen Vandalismus.