USA-News: US-Richter weist Anklage gegen indischen Milliardär ab
Newsblog zur US-Politik Ministerium stoppt Verfahren: Anklage gegen Milliardär abgewiesen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Gautam Adani wurde in den USA wegen Betrug und Bestechung angeklagt. Ein RIchter wies die Klage nun ab. Es gab eine Bombendrohung gegen US-Konsulat in Halifax. Alle Entwicklungen im Newsblog. Loading... Embed Dienstag, 11. August US-Richter weist Anklage gegen indischen Milliardär Adani ab Ein US-Richter hat am Montag die Anklage wegen Betrugs und Bestechung gegen den indischen Milliardär Gautam Adani abgewiesen. Damit gab Richter Nicholas Garaufis einem Antrag des US-Justizministeriums statt, das im Mai erklärt hatte, den Fall nicht weiter verfolgen zu wollen. Zuvor hatte der Richter geprüft, ob im Gegenzug für die Einstellung des Verfahrens Zusagen gemacht worden seien. Dabei ging es insbesondere um eine Ankündigung Adanis vom November 2024, zehn Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Adani hatte in einer eidesstattlichen Erklärung Mitte Juli versichert, von keinerlei derartigen Absprachen zu wissen. Auch ein hochrangiger Vertreter des Justizministeriums hatte Medienberichte zurückgewiesen, wonach die Investitionszusage eine Rolle gespielt habe. Adani war 2024 angeklagt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, indische Regierungsvertreter bestochen zu haben, um die Genehmigung für ein Solarkraftwerk zu erhalten. Zudem soll er US-Investoren über die Antikorruptionsrichtlinien seines Unternehmens getäuscht haben. Die Adani-Gruppe hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Das Justizministerium begründete den Schritt damit, dass die Vorwürfe schwer zu beweisen seien, der Sachverhalt sich hauptsächlich im Ausland abspiele und nicht den aktuellen Prioritäten der Behörde entspreche. Die Entscheidung reiht sich in eine Serie von eingestellten Wirtschaftsstrafverfahren während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ein. Adanis Anwalt erklärte, das Ministerium habe deutlich gemacht, dass die Investitionsbereitschaft des Konzerns in den USA nicht Teil einer Einigung sein werde. Nvidia und Wall Street sammeln halbe Billion Dollar für KI Der Chipkonzern Nvidia und Finanz-Schwergewichte der Wall Street wollen mindestens eine halbe Billion Dollar für Investitionen in KI-Infrastruktur mobilisieren. Zum Projekt gehört, in großem Stil Investorengelder für Fonds zum Ausbau von Rechenzentren mit Chipsystemen von Nvidia anzulocken. An der Partnerschaft beteiligen sich unter anderem Goldman Sachs sowie die Investmentfirmen Apollo, Blackrock und KKR. Es gab zunächst keine Angaben dazu, in welchem Zeitraum die mehr als 500 Milliarden Dollar (433 Mrd. Euro) gesammelt werden sollen. Nvidia ist der mit Abstand führende Anbieter von Chipsystemen für Training und Betrieb Künstlicher Intelligenz. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken gerade hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Von den neuen Fonds sollen unter anderem KI-Labore und Start-ups profitieren, sagte Nvidia-Chef Jensen Huang im US-Wirtschaftssender CNBC. Nvidia kaufte sich in den vergangenen Monaten zum Teil selbst bei KI-Firmen ein, die im Gegenzug die Erlöse in Technik des Chipkonzerns investieren. Diese Kreislauf-Deals wurden am Markt zum Teil mit Sorge betrachtet. Trump will weniger Kinderimpfungen empfehlen Donald Trump will die Impfempfehlungen für Kinder deutlich reduzieren und bisherige Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen. Mit einer neuen Anordnung erklärte Trump, seine Regierung erkenne nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder an. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Impfregeln bei den Bundesstaaten. Hier lesen Sie mehr. Bombendrohung gegen US-Konsulat in Halifax Nach einer Bombendrohung gegen das US-Konsulat in der westkanadischen Stadt Halifax hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 54-Jährige werde derzeit verhört, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. In seinem Fahrzeug seien ein Propangastank sowie mehrere Behälter mit vermutlich brennbarer Flüssigkeit entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. Die Polizei wurde demnach am Sonntagabend über eine Bombendrohung gegen die US-Vertretung informiert. In der Folge sei der Verdächtige identifiziert und geortet worden. Am Montagmorgen entdeckten Beamte sein Fahrzeug in einem Parkhaus. Wegen des Propangastanks und des Behälters mit mutmaßlich brennbarer Flüssigkeit sei eine Spezialeinheit für Sprengstoffe angerückt. Mehrere Straßen im Zentrum von Halifax seien gesperrt und Bereiche evakuiert worden. In der Nähe des Fahrzeugs sei zudem eine verdächtige Tasche gefunden worden. Nach einer Untersuchung gab die Polizei später Entwarnung. Die gesperrten Straßen wurden wieder freigegeben. Über den Hintergrund der Drohung wurden zunächst keine Angaben gemacht. Montag, 10. August US-Rüstungskonzerne sorgen sich wohl vor ukrainischen Patriots Die US-Rüstungskonzerne Raytheon und Lockheed Martin haben Vorbehalte gegen eine Lizenz für die ukrainische Produktion von Patriot-Abfangraketen angemeldet. Das berichtet das US-Magazin „The Atlantic" unter Berufung auf einen republikanischen Kongressabgeordneten. Offiziell begründeten die Hersteller ihre Bedenken mit dem Diebstahl geistigen Eigentums und mit unerwünschtem Technologietransfer. Tatsächlich fürchteten sie jedoch, dass die Ukrainer das System verbessern und anschließend „schneller und für viel weniger Geld" herstellen könnten als die bestehenden Produktionslinien in den USA. Loading... Loading... Loading... Hinter der Sorge steht eine ukrainische Rüstungsindustrie, die im Krieg stark gewachsen ist. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj produziert das Land rund zehn Millionen Drohnen im Jahr, die Vereinigten Staaten kommen auf 100.000. Im Juli genehmigte die Regierung in Kiew erstmals seit Beginn der russischen Invasion den Export von Waffen und Verteidigungstechnik – laut „Politico", weil das Land inzwischen mehr produziert, als seine eigenen Streitkräfte kaufen können. Zwischen 40 und 70 Prozent der Produktion lagern demnach ungenutzt. Bei den Patriot-Systemen ist die Ukraine dagegen weiter auf Verbündete angewiesen. Selenskyj sprach die Lizenz am 28. Juli bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus an und bat zusätzlich um die sofortige Lieferung mehrerer Hundert Abfangraketen aus amerikanischen Beständen. Trump lehnte die Lieferung ab und verwies auf die knappen Vorräte: Im Krieg gegen den Iran verbrauchten die USA in den vergangenen sechs Monaten etwa zwei Drittel ihres Patriot-Bestands. Am 8. August erklärte Selenskyj auf der Plattform X, Trump habe der Lizenzvergabe zugestimmt – eine Bestätigung aus Washington steht bislang aus. US-Abgeordnete lässt Eizellen einfrieren Alexandria Ocasio-Cortez zeigt im Netz, wie sie sich Hormone spritzt – und rechnet mit dem US-Gesundheitssystem ab. Die Behandlung ist auch in Deutschland teuer. Mehr dazu lesen Sie hier.