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USA: Pentagon-Initiative plant für den Kriegsfall

Welt

Vorbereitung für den Ernstfall

USA wappnen Militärstützpunkte offenbar für einen großen Krieg

Von t-online

Aktualisiert am 26.10.2026 - 13:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Sorge vor einem Krieg mit weitreichenden Folgen für die Infrastruktur treibt die US-Militärplanung voran. Das Pentagon plant für den Ernstfall auf eigenem Boden.

Das US-Verteidigungsministerium bereitet größere Militärstützpunkte in den Vereinigten Staaten offenbar darauf vor, mindestens 90 Tage lang ohne externe Unterstützung operieren zu können. Die Maßnahme ist laut einem Bericht von Fox News Teil der Initiative "Fortress", mit der das Pentagon die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte auch im Falle eines größeren militärischen Konflikts sicherstellen will. In einem solchen Fall könnten Stromnetze lahmgelegt, Lieferketten unterbrochen und kritische Infrastruktur auf amerikanischem Boden gefährdet werden.

Im Zentrum der Initiative steht demnach die Unabhängigkeit von ziviler Infrastruktur. Größere Militärstandorte sollen ihre Versorgung mit Strom, Wasser, Treibstoff und Kommunikation eigenständig aufrechterhalten können. Geplant sind laut dem Bericht unter anderem mobile Kernreaktoren, großangelegte Batteriespeicher und eigenständige Stromnetze, die bei Bedarf vom öffentlichen Netz getrennt werden können. "Stromversorgung ist heute Teil der Kriegsführung", sagte Sean Parnell, Sprecher des Pentagons, Fox News.

Zudem will das Pentagon offenbar strategische Reserven an Munition, Treibstoff, Ersatzteilen und weiteren kritischen Materialien aufbauen, um die Versorgung auch bei unterbrochenen internationalen Lieferketten sicherzustellen. Für besonders wichtige Rüstungsgüter sollen mindestens zwei alternative Produktions- oder Versorgungswege zur Verfügung stehen.

Rüstungsproduktion soll im Krisenfall anlaufen

Auch die zivile Industrie soll im Krisenfall stärker für die Rüstungsproduktion genutzt werden. Dazu will das Pentagon wohl geeignete Fabriken identifizieren und deren Umstellung auf militärische Fertigung vorbereiten. Zudem sollen Kommunikations-, Navigations- und Satellitensysteme besser gegen Störungen geschützt werden.

Hinter der Initiative steht die Einschätzung, dass ein größerer Krieg auch die USA unmittelbar treffen und globale Lieferketten erheblich beeinträchtigen könnte. "Vieles von dem, wie wir über die Verteidigung des Heimatlandes denken, beruhte auf der überholten Annahme, dass zwei Ozeane uns schützen würden", sagte Parnell. Diese Annahme sei überholt. "Fortress" soll deshalb sicherstellen, dass die US-Streitkräfte auch bei länger anhaltenden Krisen und Ausfällen kritischer Infrastruktur einsatzfähig bleiben.

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