USA: Rechter Provokateur Milo Yiannopoulos von ICE festgenommen
Dieser Ausdruck wurde am 29.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Vom Hetzer zum Betroffenen US-Migrationsbehörde nimmt rechten Blogger Milo Yiannopoulos fest
Er forderte ICE-Kontrollen vor Supermärkten sowie schnelle Abschiebungen für Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Nun ist der rechte Provokateur Milo Yiannopoulos selbst in die Fänge der US-Migrationsbehörde geraten.
28.08.2026, 23.36 Uhr
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Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos ist laut Angaben der US-Regierung von der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen worden. Das teilte das Heimatschutzministerium auf der Plattform X mit.
Demnach nahmen Beamte den Briten am Flughafen im Bundesstaat Louisiana in Gewahrsam. Yiannopoulos habe seine zulässige Aufenthaltsdauer in den USA überschritten.
Ein Einwanderungsrichter hatte bereits am 22. Juli eine endgültige Ausweisungsverfügung gegen ihn erlassen. Der 41-Jährige war demnach nicht zu einer Anhörung erschienen. Bis zu seiner Abschiebung soll er in Gewahrsam der Einwanderungsbehörde bleiben.
Bekanntes Gesicht der amerikanischen Rechte
Yiannopoulos war lange Zeit als eines der bekanntesten Gesichter der amerikanischen Rechten. Der Brite fiel durch provokative, oft rassistische, frauenfeindliche und antiliberale Äußerungen auf.
2017 verlor er jedoch großen Teil seines Rückhalts in konservativen Kreisen, nachdem ein Interview bekannt geworden war, in dem er sexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen Männern und Jungen relativiert hatte. In der Folge verlor er unter anderem einen Buchvertrag, wurde von einer großen konservativen Konferenz ausgeladen und schied beim rechten Nachrichtenportal Breitbart aus.
Zuletzt wurde Yiannopoulos vorwiegend mit dem US-Rapper Ye, früher Kanye West, in Verbindung gebracht. Medienberichten zufolge arbeitete er zeitweise für den Musiker, bevor die Zusammenarbeit im Jahr 2024 endete.
Bemerkenswert ist auch eine frühere Äußerung des Briten zur US-Einwanderungspolitik: Im vergangenen Jahr hatte er auf X schärfere Maßnahmen der Migrationsbehörde ICE gefordert und sich für weitreichende Kontrollen sowie schnelle Abschiebungen von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus ausgesprochen.
dtt/dpa