USA: Skurriler Empfang von Xi Jinping - Warum Trumps Miene plötzlich entgleist
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Wenn Autokraten kommen, dann erscheint der US‑Präsident höchstpersönlich: So geschehen am Mittwoch, als Chinas Staatschef Xi Jinping mit seiner Boeing 747 in Maryland landete. Während Staatsgäste wie Bundeskanzler Friedrich Merz oder der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Handschlag erst an der Pforte des Weißen Hauses empfangen werden, kam Trump mit Ehefrau Melania bei seinem chinesischen Staatsgast höchstpersönlich zum Flughafen in Maryland.
Dabei kam es zu skurrilen Szenen: Während Xi einen einfachen Anzug trägt, stolziert Trump mit dickem Mantel und Handschuhen über den roten Teppich. Ein eher ungewöhnliches Outfit – schließlich hatte es an diesem Tag 18 Grad. In der Vergangenheit hatten Blutergüsse an Trumps Händen immer wieder für Spekulationen gesorgt.
Am Ende des Teppichs angelangt, bleiben die Politiker stehen. Trump hält die Hand zum Salut an die Stirn. Im Hintergrund spielt eine Militärkapelle die Nationalhymne beider Länder.
Doch Trumps Gesichtsausdruck scheint nicht in das perfekt inszenierte Ensemble zu passen. Der Grund: Ein US‑Bomber B1 donnert über den Himmel. US-Medien zufolge stand der Überflug schon seit Tagen fest. Doch Trump verliert bei dem urplötzlichen Lärm die Fassung: Als die Maschine herandonnert, wirft der US-Präsident einen Blick nach oben. Dann beißt er die Zähne zusammen, so als ob ihm der Lärm die Ohren schmerzen lässt. Seinem Staatsgast scheint die militärische Militärschau nichts auszumachen – er verzieht keine Miene.
USA & China: Einigung im Zollstreit um zwei Monate
Xi verweilt drei Tage in den USA: US-Regierungsangaben zufolge haben sich beide Länder auf eine zweimonatige Verlängerung ihrer Zollstreit-Einigung verständigt. „Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlängern“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch dem Sender Fox News. Dabei bezog er sich auf die Einigung beider Seiten beim Außenhandelsstreit in der südkoreanischen Hafenstadt Busan im vergangenen Jahr, die bis zum 10. November befristet ist.
Die Vereinbarung werde nun bis zum 10. Januar verlängert, sagte Bessent. Dies verschaffe beiden Seiten mehr Zeit für weitere Überprüfungen. Zudem deutete er die Möglichkeit an, dass beide Seiten die Zölle auf nicht sensible Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) senken könnten. Der Verlängerung der Einigung gingen intensive Gespräche zwischen Bessent und dem chinesischen Vize-Regierungschef He Lifeng am Sonntag voraus.
daw mit afp