USA | Trump-Mitarbeiter in bizarren Wettskandal verwickelt
Newsblog zur US-Politik Trumps Teleprompter-Bediener fristlos entlassen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Trumps Teleprompter-Bediener in Wett-Affäre suspendiert. Die US-Armee bestätigt neue Angriffe auf Ziele im Iran. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 17. Juli Trump will mit Online-Botschaften Geld machen US-Präsident Donald Trump will seine Online-Botschaften zu Geld machen. Sein Medienunternehmen Trump Media kündigte am Donnerstag an, dass es gegen Bezahlung einen schnelleren Zugang zu Online-Beiträgen des Präsidenten anbieten wolle. Der Dienst "Truth API" solle einen "lizenzierten Echtzeit-Zugriff auf Beiträge der reichweitenstärksten Truth-Social-Konten" ermöglichen. Trump veröffentlicht fast täglich mehrere Beiträge auf seiner Onlineplattform Truth Social, mit denen er weltweit zu den unterschiedlichsten Themen für Schlagzeilen sorgt. Mit dem nun angekündigten Extra-Angebot eines schnelleren Zugriffs auf die Posts würde der Präsident seine Online-Beiträge effektiv zu Geld machen. Kritiker werfen dem 80-Jährigen immer wieder vor, seine Präsidentschaft zum privaten Geldmachen auszunutzen. Donnerstag, 16. Juli Trumps Teleprompter-Bediener in Wett-Affäre suspendiert Das Weiße Haus wird von einer skurrilen Wett-Affäre erschüttert. Der langjährige Teleprompter-Bediener von Präsident Donald Trump soll nach Angaben des Senders ABC News vom Donnerstag mehr als 100.000 Dollar mit Wetten auf Trumps Redetexte verdient haben, die er vorab kannte. Trump ließ den Mann deshalb suspendieren, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt mitteilte. Trump halte den Vorgang für "äußerst bedauerlich und, offen gesagt, eine Schande", sagte Leavitt weiter. Der Verdächtige sei ohne Bezahlung beurlaubt worden und werde "nicht länger im Weißen Haus arbeiten", fügte die Sprecherin hinzu. ABC zufolge bediente Trumps Mitarbeiter bereits seit 2016 dessen Teleprompter bei Reden. Er soll demnach Wetten auf bestimmte Wörter, Sätze oder Themen in dessen Reden bei der Vorhersage-Plattform Kalshi abgeschlossen haben. Er wettete demnach etwa auf Trumps Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar und seine Rede zur Lage der Nation im Februar. US-Armee bestätigt neue Angriffe auf Ziele im Iran Die US-Armee hat neue Angriffe auf Ziele im Iran bestätigt. Die "neue Welle von Angriffen gegen den Iran" habe am Donnerstagnachmittag um 14.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 20.00 Uhr MESZ) begonnen, erklärte das Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Ziel sei es, "die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen". Details nannte Centcom nicht. Iranische Medien hatten zuvor über US-Angriffe rund um die iranische Golfinsel Keschm nahe der Straße von Hormus berichtet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas an der Meerenge Ziel der "Aggression des amerikanischen Feindes" geworden sei. USA stürmen Frachter: Iran meldet Angriff auf Brücke Zuletzt war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder eskaliert. Der Iran drohte am Donnerstag im Fall von US-Angriffen auf seine Kraftwerke und Brücken mit vernichtenden Angriffen auf die Infrastruktur in umliegenden Ländern. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag mit einer nochmaligen Ausweitung der Angriffe auf den Iran gedroht, falls die Verhandlungen mit Teheran über ein Kriegsende und die Nutzung der Straße von Hormus scheitern sollten. Die Gespräche liegen wegen der Spannungen derzeit auf Eis. Trump verschärft Visa-Regeln für bestimmte Gruppen Die USA begrenzen die Aufenthaltsdauer von ausländischen Studenten und Journalisten. Den am Donnerstag veröffentlichten neuen Regeln zufolge, die in zwei Monaten in Kraft treten könnten, sollen sich ausländische Studenten mit einem Studentenvisum nicht länger als vier Jahre in den USA aufhalten dürfen. Ausländische Journalisten sollen höchstens 240 Tage bleiben dürfen, können aber Verlängerungen für 240 Tage beantragen. Visa für chinesische Journalisten werden demnach auf 90 Tage beschränkt. Bislang stellen die USA Visa für ausländische Studenten für die Dauer ihres Studiums aus. Für ausländische Journalisten werden Visa derzeit in der Regel für fünf Jahre gewährt. Die Verschärfung war im August 2025 von der US-Regierung vorgestellt worden, daraufhin gingen rund 22.000 Stellungnahmen beim Heimatschutzministerium ein. Die Regelungen nun sind aber weitgehend unverändert im Vergleich zur Ankündigung aus dem vergangenen Jahr. Das Vorhaben war bei den Hochschulen und bei Medienorganisationen auf scharfe Kritik gestoßen. Die US-Regierung sende "eine Botschaft an talentierte Menschen in aller Welt, dass ihre Beiträge in den Vereinigten Staaten nicht geschätzt werden", hatte der Verband der Universitäts- und Collegepräsidenten erklärt. Medienorganisationen aus aller Welt warnten, das Vorhaben werde die "Quantität und Qualität der Berichterstattung aus den USA verringern" und dem "internationalen Ansehen Amerikas schaden, statt es zu fördern". Bürgerrechtler erheben schwere Vorwürfe gegen ICE Ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU (American Civil Liberties Union) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Einwanderungsbehörde ICE. Demnach sind übergriffiges und sogar gewaltsames Verhalten gegen Eingewanderte keine Seltenheit. Fast ein Drittel der in der Studie erfassten ICE-Einsätze seien demnach von Gewalt oder der Androhung von Gewalt geprägt gewesen, heißt es. Loading... Loading... Loading... Untersucht wurden mehr als 1.200 Einsätze, an denen ICE-Beamte oder mit ICE zusammenarbeitende Strafverfolgungsbehörden in acht Bundesstaaten beteiligt waren, beginnend mit dem Amtsantritt von Präsident Trump im Januar 2025. Zuletzt ist die Behörde wegen mehrerer Todesfälle bei Einsätzen in die Kritik geraten. "Ich habe wirklich Angst, dass es zu weiteren Tötungen kommen wird", sagte Studienautorin Naureen Shah dem US-Sender NPR. "Es gibt bei ICE eine Kultur des Missbrauchs und der Straflosigkeit, gleichzeitig stehen die Beamten unter einem enormen Druck, bislang nie dagewesene Abschiebequoten zu erfüllen", so Shah weiter. "Sie setzen standardmäßig auf Gewalt und Einschüchterung und haben jetzt Milliarden zusätzlicher Dollar zur Verfügung."