USA: Trump will Impfungen einschränken - Er habe da "was gehört"
Newsblog zur US-Politik Trump will Impfungen einschränken – Er habe da "was gehört" Aktualisiert am 11.08.2026 - 00:17 UhrLesedauer: 19 Min. Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die dynamische Rüstungsindustrie der Ukraine schüchtert wohl US-Konzerne ein. Bombendrohung gegen US-Konsulat in Halifax. Alle Entwicklungen im Newsblog. Loading... Embed Dienstag, 11. August Trump will weniger Kinderimpfungen empfehlen Donald Trump will die Impfempfehlungen für Kinder deutlich reduzieren und bisherige Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen. Mit einer neuen Anordnung erklärte Trump, seine Regierung erkenne nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder an. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Impfregeln bei den Bundesstaaten. Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sollten demnach nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung der Anordnung im Weißen Haus. Die Impfungen sollten nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. Trump forderte zudem, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise "ziemlich tödlich" sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: "Nein." Er habe aber "von Menschen gehört", die dies behaupteten. Bombendrohung gegen US-Konsulat in Halifax Nach einer Bombendrohung gegen das US-Konsulat in der westkanadischen Stadt Halifax hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 54-Jährige werde derzeit verhört, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. In seinem Fahrzeug seien ein Propangastank sowie mehrere Behälter mit vermutlich brennbarer Flüssigkeit entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. Die Polizei wurde demnach am Sonntagabend über eine Bombendrohung gegen die US-Vertretung informiert. In der Folge sei der Verdächtige identifiziert und geortet worden. Am Montagmorgen entdeckten Beamte sein Fahrzeug in einem Parkhaus. Wegen des Propangastanks und des Behälters mit mutmaßlich brennbarer Flüssigkeit sei eine Spezialeinheit für Sprengstoffe angerückt. Mehrere Straßen im Zentrum von Halifax seien gesperrt und Bereiche evakuiert worden. In der Nähe des Fahrzeugs sei zudem eine verdächtige Tasche gefunden worden. Nach einer Untersuchung gab die Polizei später Entwarnung. Die gesperrten Straßen wurden wieder freigegeben. Über den Hintergrund der Drohung wurden zunächst keine Angaben gemacht. Montag, 10. August US-Rüstungskonzerne sorgen sich wohl vor ukrainischen Patriots Die US-Rüstungskonzerne Raytheon und Lockheed Martin haben Vorbehalte gegen eine Lizenz für die ukrainische Produktion von Patriot-Abfangraketen angemeldet. Das berichtet das US-Magazin „The Atlantic" unter Berufung auf einen republikanischen Kongressabgeordneten. Offiziell begründeten die Hersteller ihre Bedenken mit dem Diebstahl geistigen Eigentums und mit unerwünschtem Technologietransfer. Tatsächlich fürchteten sie jedoch, dass die Ukrainer das System verbessern und anschließend „schneller und für viel weniger Geld" herstellen könnten als die bestehenden Produktionslinien in den USA. Hinter der Sorge steht eine ukrainische Rüstungsindustrie, die im Krieg stark gewachsen ist. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj produziert das Land rund zehn Millionen Drohnen im Jahr, die Vereinigten Staaten kommen auf 100.000. Im Juli genehmigte die Regierung in Kiew erstmals seit Beginn der russischen Invasion den Export von Waffen und Verteidigungstechnik – laut „Politico", weil das Land inzwischen mehr produziert, als seine eigenen Streitkräfte kaufen können. Zwischen 40 und 70 Prozent der Produktion lagern demnach ungenutzt. Bei den Patriot-Systemen ist die Ukraine dagegen weiter auf Verbündete angewiesen. Selenskyj sprach die Lizenz am 28. Juli bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus an und bat zusätzlich um die sofortige Lieferung mehrerer Hundert Abfangraketen aus amerikanischen Beständen. Trump lehnte die Lieferung ab und verwies auf die knappen Vorräte: Im Krieg gegen den Iran verbrauchten die USA in den vergangenen sechs Monaten etwa zwei Drittel ihres Patriot-Bestands. Am 8. August erklärte Selenskyj auf der Plattform X, Trump habe der Lizenzvergabe zugestimmt – eine Bestätigung aus Washington steht bislang aus. US-Abgeordnete lässt Eizellen einfrieren Alexandria Ocasio-Cortez zeigt im Netz, wie sie sich Hormone spritzt – und rechnet mit dem US-Gesundheitssystem ab. Die Behandlung ist auch in Deutschland teuer. Mehr dazu lesen Sie hier. USA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von Rohstoffen Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung von wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde. Loading... Loading... Loading... Mitte März hatte die Regierung das Gesetz zunächst für 60 Tage ausgesetzt, das den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt: Demnach durften Schiffe mit Güterlieferungen von den Vereinigten Staaten aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die jetzige Verlängerung gilt US-Regierungskreisen zufolge ausschließlich für Schiffe, die Güter wie Benzin, Diesel, Rohöl, Heizöl, Flüssigerdgas, Sojaöl und Düngemittel transportieren. Zusätzlich gibt es die Änderung, dass das US-Verteidigungsministerium entscheidet, für welche Schiffe die Ausnahmeregelung gilt. Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen. Kritikern zufolge verteuert es aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise, weil für einen Öltransport von einem US-Hafen an den anderen weniger Schiffe infrage kommen. US-Behörde: Juli war wärmster Monat jemals Der Juli war offiziellen Angaben zufolge der heißeste Monat überhaupt in den USA seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. Im Juli betrug die durchschnittliche Temperatur in den 48 Bundesstaaten ohne Alaska, Hawaii und den US-Überseegebieten 24,9 Grad Celsius, wie die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) am Montag mitteilte. Bislang war der Juli 1936 der heißeste Monat in den USA gewesen.