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USA wehren „Überraschungsangriff“ des Iran ab – und schlagen gemeinsam mit Saudi

Welt

Audioplayer wird geladen Anzeige Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Alle Raketen seien abgewehrt worden. Einheiten der iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, erklärte Centcom im Onlinedienst X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“, heißt es weiter. Der Angriff beendete eine kurze Feuerpause, in der Vermittler versucht hatten, beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Anzeige Kurz darauf meldete das US-Militär, gemeinsam mit Saudi-Arabien Stellungen proiranischer Milizen im Irak anzugreifen. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte Centcom mit. Den Angaben zufolge reagierten die Streitkräfte damit auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Die Milizen im Irak seien von den iranischen Revolutionsgarden „angewiesen“ worden, „US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen“, erklärte Centcom weiter. „Die Revolutionsgarden und ihre terroristischen Stellvertreter müssen diese Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden.“ Anzeige Lesen Sie auch Nach Angaben einer inzwischen in die irakische Armee eingegliederten früheren pro-iranischen Miliz wurden bei den Angriffen mehrere Menschen getötet und verletzt. Die Hasched al-Schaabi erklärte am Mittwoch, dass mehrere ihrer „offiziellen Hauptquartiere“ in verschiedenen Regionen des Landes angegriffen worden seien. „Diese Angriffe führten zum Märtyrertod mehrerer Menschen und verletzten weitere Personen.“ Lesen Sie auch Die „tückischen Terroranschläge, die von US-amerikanischen und saudischen Streitkräften verübt wurden“, hätten auch mehrere Gebäude beschädigt, teilte die Hasched al-Schaabi weiter mit. Die Gruppierung gilt eigentlich als in die regulären Streitkräfte des Landes aufgenommen. Mehrere pro-iranische Unterverbände agieren aber noch immer autonom und verfolgen eigene Ziele. Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA „dem Iran loyale terroristische Milizen“ im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um „Selbstverteidigung“ gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, „mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen“ hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden. Saudi-Arabien hatte bereits den zweiten Tag in Folge Drohnen abgeschossen, die von proiranischen Milizen im Irak gestartet worden seien und auf Ölanlagen im Osten des Königreichs gezielt hätten. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi ordnete nach den saudischen Vorwürfen Ermittlungen der Sicherheitsbehörden an. Wenige Stunden zuvor erklärte Centom, dass die US-Marine mehr als 20 Kriegsschiffe im Nahen Osten im Einsatz habe, um die strikte Durchsetzung der amerikanischen Blockade gegen den Iran durchzusetzen. „Stand 28. Juli hat das US-Zentralkommando 18 Handelsschiffe umgeleitet, zwei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert, um die vollständige Einhaltung der Blockade sicherzustellen“, schreibt Centcom. Die Rohölpreise stiegen direkt nach Bekanntwerden der neuen Angriffe sprunghaft an, während die US-Aktienfutures nachgaben. US-Rohöl verteuerte sich um über 4 Prozent auf 82,75 US-Dollar pro Barrel und beendete damit einen dreitägigen Abwärtstrend. US-Aktienindex-Futures gaben um 0,1 Prozent nach. Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran. „Ich denke, wir befinden uns derzeit in einer sehr starken Position“, sagte Trump noch am Dienstag gegenüber Fox News. Er bekräftigte seine Drohung, die wichtigsten Brücken des Iran zu bombardieren, falls keine Einigung erzielt werden könne, fügte aber hinzu: „Wenn ich das vermeiden kann, würde ich das gerne tun.“ afp/dpa/Bloomberg/saha

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