Uwe Herrmann machte bittere Erfahrung nach Krebsdiagnose
Uwe Herrmanns Umfeld hat sehr unterschiedlich auf seine Krebsdiagnose reagiert: Manche Weggefährten melden sich gar nicht mehr bei dem "Zwischen Tüll und Tränen"-Star.
Uwe Herrmann (64) macht seit seiner Krebsdiagnose eine bittere Erfahrung: Menschen, die ihm nahestanden, ziehen sich zurück. "Viele gehen mir aus dem Weg, sogar aus meinem Freundeskreis - weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen", sagt der Brautausstatter aus der Vox-Doku-Soap "Zwischen Tüll und Tränen" im Gespräch mit "Bunte".
"Die Krankheits-Diskriminierung ist echt stark", so Herrmann weiter. Seiner Meinung nach stecke dahinter aber oft kein böser Wille, sondern schlicht Unsicherheit. Das zeige zum Beispiel die zwischenzeitliche Funkstille mit einer guten Bekannten. Auf Nachfrage habe sie ihm erklärt, dass auch ihr Bruder an Krebs erkrankt und schließlich gestorben sei. "Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen kann", habe sie erklärt.
Uwe Herrmann: "Auch medial wird es ruhiger um dich herum"
Doch auch das andere Extrem kennt Herrmann, seit er seine Erkrankung im Mai öffentlich gemacht hat. Manchmal begegne ihm "eine Rücksichtnahme in einer sehr übertriebenen Form". Selbst in den Medien merke er das: "Auch medial wird es ruhiger um dich herum. Weil man sagt, wir wollen den ja nicht überstrapazieren."
Der TV-Star wünscht sich eine Zwischenlösung. "Der Weg ist, dass man den Betroffenen zwar natürlich möglichst wenig Stress macht, aber auf der anderen Seite so mit ihnen umgeht, als wenn sie gesund wären", betont er. Man solle für Erkrankte da sein und ihnen zugleich zeigen, "dass man noch im Spiel ist".
Wie das funktionieren kann, zeigten ihm etwa Ilka Bessin oder der Graf von Unheilig bei seinem Besuch bei der Goldenen Henne im September. "Als ich dort stand, kam plötzlich Cindy aus Marzahn, also Ilka Bessin, zu mir, die ich vorher noch nie getroffen hatte, nahm mich in den Arm und sagte: 'Hey Uwe, wie geht's dir?'", erinnert er sich an die Begegnung mit der Comedienne. Solche Begegnungen hätten ihm "viel Kraft gegeben", betont Herrmann.
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"Es macht einen müde und matt"
Bei Uwe Herrmann war im Februar ein Merkelzellkarzinom festgestellt worden, eine seltene und besonders aggressive Form von Hautkrebs. In zwei mehrstündigen Operationen wurden anschließend der Tumor und 13 Lymphknoten entfernt. Im vergangenen Monat musste er sich fünfmal die Woche bestrahlen lassen. "Die Bestrahlung war hart, aber ich habe alles gut überstanden. Es macht einen müde und matt", erzählte Herrmann dem Magazin.
Bei der anschließenden Kontrolle sahen Ultraschall und Blutbild sehr gut aus, das Ergebnis der Computertomografie steht noch aus. Er sei "guter Hoffnung", so Herrmann. Die Angst bleibt aber natürlich trotzdem: "Ich muss immer mit einem Rückfall rechnen, weil das Merkelzellkarzinom wirklich eine der aggressivsten Krebsarten ist. Wenn eine Metastase festgestellt würde, wäre es ein sehr schnelles Rezidiv. Dann habe ich das Worst-Case-Szenario - das wollen wir aber nicht hoffen." (eyn/spot) © 1&1 Mail & Media/spot on news