V8-Monster im Test: Dieser Mercedes ist ein echter Dampfhammer
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Mehr als 175.000 Euro, 612 PS und ein gewaltiger Durst: Mercedes-AMG hat seinem GLE 63 S Coupé einen neuen Feinschliff verpasst. BILD ist den V8-Kraftprotz in Colorado gefahren.
Ein Tritt aufs Gaspedal, und die 2,5 Tonnen sind plötzlich vergessen. Der überarbeitete Mercedes-AMG GLE 63 S ist ein SUV im Sportwagen-Kostüm. Mit 612 PS, 850 Nm Drehmoment und einem V8, der jetzt noch emotionaler klingen soll.
Mercedes-AMG GLE 63 S: In 3,9 Sekunden auf Tempo 100
Unter der Haube steckt weiterhin ein Vierliter-V8-Biturbo. Allerdings hat AMG den Motor gründlich überarbeitet. Eine neue Flat-Plane-Kurbelwelle soll ihn drehfreudiger machen. Dazu liefert ein Starter-Generator kurzzeitig bis zu 23 PS zusätzliche Unterstützung.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In nur 3,9 Sekunden soll das schwere Coupé auf Tempo 100 schießen. Beim ersten Vollgasstart in Colorado fühlt sich das genauso brachial an, wie es klingt.
Und der Sound? Im Comfort-Modus hält sich der Achtzylinder zurück. In Sport und Sport+ gibt es kräftiges Brabbeln, Zwischengas und kontrollierte Fehlzündungen. Manchmal etwas künstlich, aber immer noch ein echter V8!
Trotz 2555 Kilo erstaunlich sportlich
In Kurven überrascht der AMG. Dank Luftfederung, aktiver Wankstabilisierung und elektronischem Hinterachssperrdifferenzial bleibt die Karosserie erstaunlich ruhig. Das Coupé lenkt präzise ein, die Bremse packt überzeugend zu.
Ein Porsche Cayenne fühlt sich zwar noch etwas schärfer an. Für einen derart schweren Luxus-SUV macht der Mercedes seine Sache aber bemerkenswert gut.
Im Innenraum gibt es bequeme Sitze, digitale Anzeigen und jede Menge Luxus. Allerdings schränkt die flache Dachlinie den Platz im Fond und die Sicht nach hinten ein. Der Kofferraum fasst trotzdem 655 Liter.
175.662 Euro! Und 13 Liter Verbrauch
Der Preis ist fast so beeindruckend wie die Leistung: Mindestens 175.662 Euro kostet das GLE 63 S Coupé. Damit ist es gut 40.000 Euro teurer als der GLE 53 Hybrid.
Und auch an der Tankstelle wird es teuer. Zwischen 13,0 und 13,3 Liter auf 100 Kilometer nennt Mercedes als Normverbrauch. Die CO2 ‑Bilanz? Mit bis zu 303 Gramm pro Kilometer alles andere als zeitgemäß.
Fazit
Dieser AMG ist kein filigraner Sportwagen, sondern ein luxuriöser Kraftprotz. Entspannt auf langen Strecken, brachial beim Beschleunigen und mit einem V8, der für reichlich Emotionen sorgt. Wer sich diesen Dampfhammer leisten kann, dürfte den Durst verschmerzen.