Vampir-Gräber in Polen: Kinder mit Eisenstange im Boden fixiert
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Pień – Auf einem Friedhof in Pień (Polen) entdeckten Archäologen 2022 in einem Grab aus dem 17. Jahrhundert etwas Erschauderndes: Das Skelett einer „Vampir-Frau“. Neben einer Sichel mit der Schneide in Richtung Hals war auch ein großes Vorhängeschloss am linken großen Zeh der Verstorbenen befestigt. Vermutlich wurde ihr ein hervorstehender Eckzahn zum Verhängnis – er erinnerte an die Fangzähne eines Vampirs. Nun haben Forscher weitere Grusel-Gräber freigelegt: Hier wurden auch Kinder bestattet, von denen man offenbar glaubte, sie seien Vampire.
Kind mit dem Gesicht nach unten beerdigt
Einer der neuen Funde ist das Skelett eines Kindes, das mit dem Gesicht nach unten ins Grab gelegt wurde. Besonders grausam: Seine Füße waren zusätzlich mit einer Eisenstange im Boden verankert – eine Methode, um die Wiederauferstehung zu verhindern? Viele Fragen sind hier noch offen, denn der obere Teil des Skeletts fehlt.
Schon 2025 waren die Archäologen der Forschungsgruppen „Project Pien“ und „TSE Evolucja“ auf ein Kindergrab gestoßen. Dem Leichnam eines Jungen – vom Anthropologen Dr. Matteo Borrini „Vladimir“ genannt – wurden schwere Steine auf die Schultern und den Bauch gelegt. Zuvor hatte das Wissenschaftsmagazin grewi.de berichtet.
Sogenannte Vampir-Gräber sind ein historisches Phänomen in ganz Osteuropa, nicht nur in Rumänien, der Heimat von „Graf Dracula“. Üblich war auch das Durchbohren von Brust, Herz oder Hals mit Eisenstangen oder Holzpfählen, um den Körper am Boden festzunageln.
Vampir-Bestattungen oder andere Rituale?
Die Forscher bleiben aber vorsichtig bei der Deutung der seltsamen Bestattungen. Obwohl die Funde an „Anti-Vampir-Bestattungen“ erinnern, könnten auch andere magisch-religiöse Rituale dahinterstecken. Man will keine voreiligen Schlüsse ziehen. Jetzt sollen genetische Analysen weitere Antworten liefern, etwa zum Gesundheitszustand und zur genauen Herkunft der Kinder. Die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet.