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Varta vor Insolvenz: Probleme wegen Apple und allgemeiner Geschäftslage

Technologie

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Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) droht beim traditionsreichen Ellwanger Batteriekonzern Varta die Insolvenz. Die wichtigsten Gläubiger des Unternehmens sollen entschieden haben, Kredite an die Firma fällig zu stellen. Damit drohe auch die Zerschlagung des Unternehmens. Die Aktie wurde bereits 2025 von der Börse ausgelistet.

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Kein Coin-Power für Apple mehr

Im Sommer 2024 kam es zudem erstmals zu einer Sanierung nach dem Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen, die aber augenscheinlich nicht erfolgreich war. Letzter Tiefschlag für Varta: Im Mai gab das Unternehmen bekannt, dass ein zentraler Ankerkunde die Verträge gekündigt habe. Dabei handelte es sich um Apple, das über Jahre Knopfzellakkus (Coin-Power) für seine AirPods bei Varta bestellt hatte.

Varta kündigte daraufhin an, ein ganzes Werk in Nördlingen zu schließen, wo 350 Menschen tätig waren. Zuvor hatte es Arbeitsplatzabbau und Kurzarbeit gegeben. Apple soll angegeben haben, seine Miniakkus künftig aus China beziehen zu wollen. Seither hat sich die Lage noch verschärft. Laut Medienberichten gab es bereits im vergangenen Herbst einen Punkt, an dem Varta ein Konzernergebnis erzielt hatte, das unter der mit den Geldgebern vereinbarten Quote lag.

Haushaltsbatterien auslagern

Seither hätten die Gläubiger die Kredite sofort auslaufen lassen können, was jedoch zunächst nicht erfolgte – es gab laut Wirtschaftswoche eine „Galgenfrist“. Ein Einstieg von Porsche, der bereits 2024 erfolgt war, half Varta wenig, ein gemeinsames Batteriegeschäft namens CellForce, das derzeit nur noch 50 Angestellt hat, soll laut Angaben aus dieser Woche nun gänzlich abgewickelt werden.

Die Varta-Gläubiger wollen nun offenbar Teile des Unternehmens pleitegehen lassen und bestimmte Bereiche herauslösen. Laut Mitteilung der sogenannten Ad-hoc-Gläubigergruppe mit Deutscher Bank, RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, sollen etwa die Haushaltsbatterien in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden. Für das laufende Geschäft fehlten Mittel in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags. Zur weiteren Geschäftsfortführung soll der Finanzbedarf noch deutlich höher liegen. Neue Investoren konnten die Geldgeber ebenso wie Varta bislang nicht finden.

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