DAX +0,82 % 26.354,49 Pkt 17:04:11 MDAX -0,39 % 32.303,44 Pkt 17:04:11 Euro Stoxx 50 +0,19 % 6.536,56 Pkt 17:04:00 Dow Jones +0,27 % 54.031,50 Pkt 17:19:11 S&P 500 +0,68 % 7.762,22 Pkt 17:19:10 Nasdaq +1,06 % 26.628,63 Pkt 17:19:08 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +0,09 % 4.403,70 USD 17:09:11 Silber +2,21 % 64,91 USD 17:09:09 Brent +3,34 % 86,34 USD 17:09:09 WTI +3,45 % 80,88 USD 17:09:09 Bitcoin -0,61 % 64.450,00 USD 17:19:09 EUR/USD +0,26 % 1,15550 USD 17:18:22 EUR/GBP -0,27 % 0,85420 GBP 17:19:11 EUR/CHF -0,19 % 0,93440 CHF 17:19:11 EUR/JPY +0,57 % 183,573 JPY 17:19:05

VdP-Zahlen: Mieten in Deutschland ziehen deutlich an

Nation

Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern sind im zweiten Quartal um 3,2 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum gestiegen. Das teilte der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) mit, in dem rund 50 Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen sind. Jedoch habe der Druck im Vergleich zu den vorherigen Quartalen etwas nachgelassen, schreibt der Verband. In den sieben Metropolen zogen die Mieten mit 1,5 Prozent deutlich schwächer an als im bundesweiten Schnitt. Während es das höchste Wachstum in Düsseldorf gab (3,6 Prozent), legten die Mieten in Berlin kaum zu (0,6 Prozent). Die Daten des VDP beruhen auf realen Vertragsabschlüssen von mehr als 700 Banken und gelten als belastbar. In Deutschland fehlen geschätzt rund eine Million Wohnungen. Zugleich wird oft auf dem Land gebaut, während in Ballungsräumen die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Dazu kommt laut Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ein weiteres Problem: Das Mietangebot schrumpfe, weil viele Menschen ihre günstigen Mieten nicht aufgeben wollen. Sie verblieben in Wohnungen, die eigentlich nicht zu ihrer Lebenssituation passten, also zu groß oder zu klein seien. Auch Immobilienpreise steigen Nicht nur die Mieten, sondern auch die Immobilienpreise stiegen im zweiten Quartal. Wohnungen und Häuser verteuerten sich demnach um 1,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum und gemessen am ersten Quartal um 0,3 Prozent. In den sieben Metropolen kletterten die Immobilienpreise mit 2,1 Prozent binnen Jahresfrist etwas stärker als deutschlandweit. Dabei ging es am kräftigsten in Hamburg nach oben (3,8 Prozent), gefolgt von Köln (2,5 Prozent), Frankfurt und Düsseldorf (je 2,4 Prozent). Am Ende standen Berlin und Stuttgart mit 1,6 Prozent bzw. 0,7 Prozent. Noch im ersten Quartal hatten sich Wohnungen und Häuser in den Metropolen teils um mehr als 4,0 Prozent verteuert. Der Wohnungsmangel treibe Mieten und Preise hoch, schrieb der Verband. Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt lobte die Reformen der Bundesregierung, die mit dem Bau-Turbo und dem vereinfachten Gebäude-Typ E Genehmigungen beschleunigen und Baukosten senken will: "Dass Planungsverfahren drastisch beschleunigt werden sollen und von übertriebenen technischen Anforderungen abgewichen werden kann, ist genau das richtige Signal an alle Marktakteure." Enteignung ist Wahlkampfthema In Berlin wird unterdessen über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen diskutiert. Vor den Abgeordnetenhaus-Wahlen in der Hauptstadt pochte Linken-Chef Luigi Pantisano im ZDF-Sommerinterview auf diese Maßnahme. "Wir wollen, dass die Mieten, wo die Menschen heute leben, wieder sinken", so Pantisano. Anfang Juli hatten sich Spitzenvertreter von CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss darauf verständigt, die Enteignung großer Immobilienkonzerne auf Landesebene per Bundesgesetz zu verbieten. Als Grund wurde in den Beschlüssen auf den "privaten Wohnungsbau" verwiesen, der nicht gefährdet werden dürfe. Zustimmung gibt es dafür auch vom Verband der Pfandbriefbanken: Staatliche Mittel sollten lieber für die "Schaffung von neuem, zusätzlichem Wohnraum eingesetzt werden" als für Vergesellschaftungen.

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