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Verantwortliche festgenommen: Syrien vernichtet Dutzende Chemiewaffen aus Assad-Ära

Welt

Im syrischen Bürgerkrieg kamen Tausende Menschen durch Giftgasangriffe ums Leben oder wurden verletzt. Nach dem Sturz des früheren Machthabers Assad entdeckt die neue Regierung militärische Restbestände. Erste verbliebene Chemiewaffen werden nun zerstört.

Syrien hat mit der Vernichtung von Überresten des geheimen Chemiewaffenprogramms aus der Ära des früheren Präsidenten Baschar al-Assad begonnen. Dies sei die erste derartige Zerstörung seit einem Jahrzehnt, erklärte die UN-Beauftragte für Abrüstungsfragen, Izumi Nakamitsu, vor dem UN-Sicherheitsrat. Ein Team der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) habe die Zerstörung von 42 Bomben verifiziert.

Die neue syrische Führung hatte im Mai weitere Reste des alten Programms entdeckt, darunter eine weitere Produktionsstätte, eine neu entdeckte Chemikalie zur Herstellung von Nervengas sowie leere Munition und zwei Lagerstätten.

Assad hatte über Jahrzehnte ein umfangreiches Chemiewaffenprogramm aufgebaut. Er war zwar der Chemiewaffenkonvention beigetreten und hatte die Vernichtung seines Arsenals angekündigt. Untersuchungen ergaben jedoch, dass seine Soldaten im Bürgerkrieg weiterhin Sarin, Chlorgas und Senfgas einsetzten. Dadurch wurden Tausende Menschen getötet oder verletzt.

"Unser Ziel ist es, das syrische Volk zu schützen, damit solche Waffen nicht in die falschen Hände geraten", sagte Syriens Ständiger UN-Vertreter Ibrahim Olabi. Durch die Vernichtung des Chemiewaffen-Materials werde auch die Welt geschützt.

Olabi erklärte zudem, Syrien bereite die erste Gerichtsverhandlung gegen mutmaßliche Beteiligte an dem Chemiewaffenprogramm vor. Die Behörden haben in diesem Jahr 18 Verdächtige festgenommen, darunter hochrangige Vertreter aus Militär, Politik und Technik.

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