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Verband gegen Fifa-Präsidenten: Uefa plant Strafanzeige gegen Gianni Infantino!

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Der europäische Fußball lässt nicht locker in seinem Kampf gegen den Fifa-Boss. Die Uefa bereitet eine Strafanzeige gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) vor Schweizer Gerichten vor. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Hintergrund der Anzeige soll Infantinos gescheiterter Plan zur Privatisierung der Weltmeisterschaft sein.

Die Uefa teilte am Donnerstag mit, dass die Anwälte des europäischen Fußball -Verbands bei einem Gericht in Manhattan Unterlagen eingereicht haben, um mögliche Beweise von der New Yorker Investmentgesellschaft „Thrive Capital Management“ anzufordern. Diese wurde von Joshua Kushner, dem Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared, gegründet.

„Thrive“ und Kushner sollten als Hauptinvestoren fungieren und beabsichtigten, der Fifa 4,2 Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) für einen 20-prozentigen Anteil an der Tochtergesellschaft „Fifa Forward Enterprise“ (FFE) zu zahlen. FFE sollte die kommerziellen Veranstaltungen des Fußball-Weltverbands, darunter auch die WM , betreiben.

In einem 56 Seiten umfassenden Dokument der Uefa-Anwälte, das der Nachrichtenagentur Associated Press vorliegt, heißt es: „Die Uefa und ihre Rechtsberater ziehen ein Schweizer Strafverfahren gegen Infantino und möglicherweise weitere Fifa-Funktionäre wegen strafrechtlicher Misswirtschaft gemäß Artikel 158 des Schweizerischen Strafgesetzbuches in Betracht.“

Infantino droht bei Schuldspruch eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren

Das Dokument deutet an, dass der Betrag von 4,2 Milliarden Dollar ein „betrügerisch unter dem Marktwert liegender Preis sein könnte, der von Infantino zu seinem eigenen Vorteil vorangetrieben wurde“. Weiter heißt es, dass bei einem entsprechenden Schuldspruch Infantino eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren drohen könnte. Der Fifa-Präsident gab den Verkaufsplan der WM nach heftiger Kritik führender Vertreter des Weltfußballs, darunter auch der Uefa, am 1. August auf.

Die rechtlichen Unterlagen beantragen außerdem eine gerichtliche Anordnung, durch die Joshua Kushners „Fonds Thrive Capital“ verpflichtet werden soll, sämtliche Dokumente und elektronischen Daten im Zusammenhang mit FFE offenzulegen. Zudem wird beantragt, dass „Thrive“ und Kushner per gerichtlicher Vorladung zu Aussagen verpflichtet werden.

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