Verband greift nach Prügel-Angriff auf deutschen Judoka durch
Der Deutsche Judobund reagiert mit der Höchststrafe auf den brutalen Angriff des Georgiers auf Timo Cavelius. Doch auch weitere Verfahren gegen den 24-Jährigen sind noch nicht abgeschlossen.
Der georgische Kämpfer Akaki Japaridse ist nach seinem gewaltsamen Ausraster auf Lebenszeit für die Judo-Bundesliga gesperrt worden. Der 24-Jährige darf somit nicht mehr für einen Verein des Deutschen Judobundes (DJB) gemeldet werden oder dort kämpfen. Diese Entscheidung teilte der DJB am Dienstag mit.
Der für den JC Leipzig angetretene Japaridse war am 5. September im Wettkampf gegen den TSV Abensberg nach seiner Niederlage gegen den deutschen Olympiastarter Timo Cavelius mit den Fäusten auf seinen Kontrahenten losgegangen und hatte diesen krankenhausreif geprügelt.
Cavelius hatte zuvor dicht vor Japaridse gejubelt, bei der anschließenden Attacke verlor er zwei Zähne und erlitt einen Kieferbruch. Bei der WM in Baku vom 4. bis zum 11. Oktober gehört der 29-Jährige daher nicht zum deutschen Aufgebot.
Weitere Verfahren gegen Japaridse laufen
Zur nun getroffenen Entscheidung der Liga-Exekutive sagte Ligareferentin Pamela Bickendorf: "Die Zusammenarbeit in der Bundesliga-Exekutive und im DJB insgesamt war bemerkenswert und hat so ein schnelles Handeln ermöglicht. Im Verfahren wurde von allen Seiten immer wieder betont, dass es so etwas 'bei uns' noch nie gegeben habe." Mit dem Ergebnis des Verfahrens zeigte sie sich "zufrieden".
Auch auf die sportliche Wertung des Duells zwischen Leipzig und Abensberg hat der Vorfall Auswirkungen: Der Kampf werde mit 7:7 bei einer Unterbewertung von 62:57 gewertet, die Abschlusstabelle der 1. Judo-Bundesliga Männer Süd 2026 werde entsprechend korrigiert, hieß es vom Verband.
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