DAX +0,50 % 25.588,97 Pkt 16:03:50 MDAX -0,78 % 31.992,15 Pkt 16:03:50 Euro Stoxx 50 +0,02 % 6.345,81 Pkt 16:03:45 Dow Jones +0,92 % 52.067,54 Pkt 16:18:46 S&P 500 +1,33 % 7.413,80 Pkt 16:18:43 Nasdaq +2,59 % 25.075,00 Pkt 16:18:48 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,55 % 4.077,60 USD 16:08:50 Silber -2,68 % 57,24 USD 16:08:50 Brent +1,17 % 90,07 USD 16:08:50 WTI +1,87 % 85,15 USD 16:08:50 Bitcoin -3,47 % 62.479,83 USD 16:18:47 EUR/USD +0,12 % 1,14810 USD 16:18:23 EUR/GBP -0,29 % 0,85530 GBP 16:18:50 EUR/CHF -0,16 % 0,93120 CHF 16:18:50 EUR/JPY -2,40 % 182,763 JPY 16:18:50

Verbraucherpreise: Inflation in der Eurozone steigt im Juli leicht

Wirtschaft

Nachdem die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli deutlich angezogen haben, fällt der Anstieg in der Eurozone währenddessen geringer aus. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli um durchschnittlich 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Der Anstieg war von Experten so erwartet worden. Damit liegt sie auf einem ähnlichen Niveau wie die Teuerungsrate in Deutschland. Nach dem Ende des Tankrabatts stieg sie im Vergleich zum Vorjahresmonat sprunghaft von 2,3 Prozent im Juni auf 2,8 Prozent im Juli. Die Inflation in der Eurozone lag bereits im Juni bei 2,8 Prozent. Energie treibt Inflation besonders Zuletzt hatte das Wiederaufflammen des Iran-Krieges die Ölpreise erneut nach oben getrieben, was die Verbraucher auch an der Tankstelle zu spüren bekamen. Die Energiepreise machten mit einem Anstieg von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat den größten Treiber aus. Der Anstieg bei Serviceleistungen lag bei 3,3 Prozent, während der Anstieg der Lebensmittelpreise im Euroraum mit 1,2 Prozent eher gering ausfiel. Am höchsten war die Inflationsrate im Jahresvergleich in Litauen (5,6 Prozent), Bulgarien (4,1 Prozent) und Zypern (4,0 Prozent). Am geringsten fiel der Anstieg des Preisniveaus in Estland (2,0 Prozent), Malta (2,1 Prozent) und Frankreich (2,4 Prozent) aus. Reaktion der EZB erwartet Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt genau auf die Teuerungsrate im Euroraum, die sich nunmehr weiter von ihrem Stabilitätsziel von 2,0 Prozent entfernen dürfte. Die Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgenommen bleiben, lag bei 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diesen Wert verfolgt die EZB besonders genau, weil er die zugrundeliegenden Inflationstrends gut anzeigt. Bei ihrer Sitzung im Juli entschloss sich die EZB noch dagegen, den Leitzins nach der der ersten Anhebung in drei Jahren direkt erneut zu erhöhen. "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen", begründete sie die Entscheidung nach der Ratssitzung. Weitere Zinsanhebung erwartet Dass die EZB den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung im September anheben wird, gilt unter vielen Volkswirten als wahrscheinlich. Je länger der Iran-Krieg anhalte, desto mehr würden Unternehmen die höheren Kosten an die Verbraucher weitergeben, so Jörg Krämer, der Chefsvolkswirt der Commerzbank. Zudem lägen die langfristigen Inflationserwartungen über dem Zwei-Prozent-Ziel. "Eine EZB-Zinserhöhung nach der Sommerpause ist überfällig." "Für eine signifikante Verbreiterung des Inflationsdrucks gibt es weiterhin wenig Anhaltspunkte. Die Daten der EZB weisen auf einen stabilen Tariflohnausblick hin und die Absatzpreiserwartungen der Unternehmen haben sich reduziert", sagt hingegen Stephanie Schoenwald, Konjunkturexpertin bei KfW Research. Nach einer Zinserhöhung im September rechne sie damit, "dass es keine weitere geldpolitische Straffung geben wird".

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren