Verbraucherzentrale warnt vor Füllstoffen
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Füllstoffe statt Waschmittel: Was wirklich in der Jumbo-Packung steckt, macht fassungslos
Von: Teresa Toth
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Jumbo-Packungen wirken wie Schnäppchen – doch Verbraucherschützer warnen: Bis zu 30 % Füllstoffe stecken im Pulver. Was wirklich zählt beim Einkauf.
Kassel – Die XXL-Packung Waschmittel im Regal wirkt wie ein Schnäppchen. Mehr Inhalt, niedrigerer Preis pro Kilo – das klingt logisch. Doch wer genauer hinschaut, erlebt eine böse Überraschung. Denn was viele nicht wissen: Manchmal steckt in der riesigen Pappschachtel weniger drin, als man denkt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Verpackung ist groß, der Nutzen überschaubar. Verbraucherschützer warnen schon länger vor diesem Trick der Hersteller.
Vollwaschmittel in Jumbo-Packungen können laut Verbraucherzentrale bis zu 30 Prozent Füllstoffe enthalten – hauptsächlich Salze. Diese strecken das Pulver, damit die Packung möglichst groß wirkt. Die Waschleistung sinkt dabei deutlich gegenüber konzentriertem Kompaktpulver. Wer also mehr Pulver pro Waschgang braucht, spart am Ende gar nichts. Der Rat der Verbraucherschützer: Nicht den Preis pro Kilogramm vergleichen, sondern auf die Anzahl der Wäschen auf der Packung achten – so lässt sich das tatsächliche Preis-Leistungs-Verhältnis direkt ablesen.
Groß kaufen kann teuer werden, egal ob Waschmittel oder Lebensmittel
Das Problem beschränkt sich nicht auf Waschmittel. Auch bei Lebensmitteln lohnt ein Blick auf den Grundpreis – also den Preis pro Kilogramm oder Liter. Manchmal ist die Verpackung zwar riesig, der Inhalt aber vergleichsweise klein. Verbraucherschützer sprechen dann davon, dass man buchstäblich Luft kauft.
Dazu kommt: Wer mehr einkauft als nötig, riskiert Lebensmittelverschwendung. Landet die Hälfte der Großpackung Schinken, Käse oder Fleisch im Müll, war das vermeintliche Schnäppchen teurer als die kleine Packung. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ empfiehlt deshalb, vor dem Einkauf zu überlegen, was man wirklich braucht. Für Singles kann der Einkauf an der Frischetheke, auf dem Markt oder im Unverpacktladen sinnvoller sein – dort kauft man genau die Menge, die man benötigt.
Günstige Produkte stehen laut Verbraucherzentrale oft oben im Regal
Wer im Supermarkt auf Augenhöhe greift, zahlt oft mehr. Laut Verbraucherzentralen stehen günstigere Produkte häufig ganz oben oder ganz unten im Regal – die sogenannte Streck- und Bückware. Teurere Markenprodukte landen hingegen genau dort, wo der Blick zuerst hinfällt.
Auch auffällige Aktionsständer mit großen Preisschildern täuschen: Oft blockieren sie den Gang und bieten teure Markenware an, die kein echtes Schnäppchen ist. Wer wirklich sparen will, sucht gezielt nach Produkten mit bald ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum – die sind oft deutlich reduziert und trotzdem einwandfrei. (Quellen: dpa, Verbraucherzentrale, europeonline-magazine.eu) (tt)