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Verletzte und Schäden nach "Sturmtief" Luise

Allgemein

Der erste kräftige Herbststurm des Jahres hat vor allem im Westen und Südwesten Schäden hinterlassen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Feuerwehren und Polizei rückten in mehreren Bundesländern zu Einsätzen aus - meist wegen umgestürzter Bäume oder abgeknickter Äste. Zumeist gab es durch Sturmtief "Luise" Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden.

Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt: Deutschland steht ein weiterer stürmischer Tag bevor. Vor allem in den Höhenlagen und an der Nordsee sind nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern in der Stunde möglich - auf dem Brocken im Harz sogar noch darüber.

Gestell stürzt auf Festgelände, Probleme auf der Schiene

Schwere Folgen hatte der Sturm in Nastätten im Norden von Rheinland-Pfalz. Dort warf eine Böe am Freitagnachmittag ein Gestell um, während in der Nähe ein Oktobermarkt stattfand. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Menschen schwer verletzt. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr und wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht.

Auch auf der Schiene kam es zu Störungen. Am Karlsruher Hauptbahnhof in Baden-Württemberg flog ein Gegenstand in die Oberleitung. Reisende berichteten von "massivem Funkenschlag". Bei Pforzheim am Nordrand des Schwarzwaldes prallte eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord gegen einen Ast und musste auf der Strecke stehen bleiben.

Bei Aachen in Nordrhein-Westfalen blieb ein ICE mit 280 Fahrgästen nach einem Oberleitungsschaden liegen und wurde von einer Diesellok zum Bahnhof Stolberg geschleppt. Auch bei Neuss und in Stuttgart blockierten umgestürzte Bäume die Gleise.

Remscheid und Duisburg: Bäume stürzen um

Auch in Duisburg hinterließen die Sturmböen Spuren. Bäume wurden entwurzelt und kippten auf Straßen und Stromleitungen. Die Feuerwehr sagte, dass eine Autofahrerin in einen umgestürzten Baum gefahren sei, dabei aber nicht verletzt wurde. Die Feuerwehr zählte rund 40 Sturmschaden-Einsätze, wie es hieß. An der A1 stürzte ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Köln zeitweise gesperrt.

Auch die Leitstellen im niedersächsischen Oldenburg und Osnabrück meldeten dutzende Einsätze. In einigen Fällen sind Autos mit Bäumen auf der Straße kollidiert, verletzt habe sich dabei aber niemand.

Nach Angaben des DWD zieht "Luise" im Laufe des Samstags Richtung Ostsee und Dänemark ab. Tagsüber lässt der Wind vorübergehend nach, an der Küste sind aber weiter Sturmböen möglich.

Nach "Luise" kommt "Manja"

Ab dem Abend zieht von Westen "Manja" heran. In der Nacht zum Sonntag drohen kräftiger Regen und stark auffrischender Südwestwind. Bis Sonntagvormittag kann laut DWD regional Regen in "unwetterartigen Mengen" fallen. Der Sonntag wird nach DWD-Angaben außer im Südosten ein windiger bis stürmischer Tag. An der Nordsee sind Böen bis 100 Kilometer pro Stunde und einzelne Orkanböen möglich, ebenso am Feldberg im Schwarzwald.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet von Sonntag bis Montag deutlich erhöhte Wasserstände. In Hamburg könnte eine Sturmflut auflaufen, dann würde der tiefer gelegene Teil des Fischmarkts überflutet.

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