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Vermisste Inga Gehricke: Ermittler haben nach „Aktenzeichen XY“ rund 170 neue Hinweise

Nation

Mädchen verschwand 2015„Wird Wochen dauern” – Hinweisflut im Vermisstenfall Inga nach Aktenzeichen XY

Rund 170 Hinweise nach TV-Ausstrahlung

Schon während der ZDF-Sendung sprach Polizeihauptkommissar Michael Ripke von einer großen Resonanz. „Wir haben tatsächlich sehr viele neue Informationen erhalten und erhoffen uns, dass da der entscheidende Hinweis dabei ist“, sagte er in der Sendung. Wie die dpa berichtet, führen die neuen Hinweise in unterschiedliche Richtungen und werden nun einzeln überprüft. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte Ripke keine weiteren Details nennen. Er betonte aber: „Wir sind guter Hoffnung, dass da was Gutes dabei ist.“

Lese-Tipp: Der rätselhafte Vermisstenfall von Inga Gehricke – eine Chronologie

Noch konkreter wird die Polizeiinspektion Halle bei RTL. „Neben 66 Hinweisen, die am Mittwochabend im TV-Studio eingegangen sind, hat die Ermittlungsgruppe in Halle rund 41 Hinweise erhalten, Stand 13.21 Uhr am 30.07.2026. Größtenteils seien es mutmaßliche Sichtungen des Mädchens gewesen. Die Hinweise auszuwerten wird allerdings Wochen dauern“, erklärt Polizeisprecherin Henning.

Inzwischen ist die Zahl der Hinweise auf rund 170 gestiegen. Wie Fabian Puchelt vom LKA Bayern im „Aktenzeichen XY... Update” erklärt, stuft die zuständige Cold-Case-Einheit zehn Hinweise als besonders bedeutsam ein. Sie betreffen sowohl bereits bekannte Personen als auch Beobachtungen aus der Umgebung des Wilhelmshofs, an dem Inga verschwand. Aus den neuen Erkenntnissen seien inzwischen konkrete Ermittlungsansätze entstanden, die nun mit Priorität abgearbeitet werden.

Seit 2015 fehlt von Inga jede Spur

Die damals fünfjährige Inga Gehricke verschwand am 2. Mai 2015 während eines Familienbesuchs auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal spurlos. Das Mädchen spielte nach Angaben der Ermittler zuletzt auf einem Spielzeugpferd in der Nähe eines Grillplatzes. Kurz darauf war sie verschwunden.

Seit Frühjahr 2023 beschäftigt sich eine eigene Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Halle mit dem Fall. Die Ermittlungen wurden zuletzt noch einmal intensiviert. Unter anderem unterstützten Archäologen und Geologen die Suche. Außerdem führten die Ermittler erneut ausführliche Gespräche mit Angehörigen, um womöglich bislang übersehene Details zu entdecken.

Polizei gibt die Hoffnung nicht auf

Für die Ermittler steht fest, dass der Fall weiterhin in alle Richtungen offen ist. Da es keine Beweise dafür gibt, dass Inga tot ist, hält die Polizei es weiterhin für möglich, dass sie noch lebt. Deshalb suchen die Beamten auch nach Hinweisen auf Mädchen, die irgendwann plötzlich an einem anderen Ort aufgetaucht sein könnten.

Darüber hinaus hoffen die Ermittler auf Fotos, Videos oder andere Aufnahmen aus der Umgebung des Wilhelmshofs vom Tag des Verschwindens. Selbst scheinbar belanglose Bilder könnten heute noch entscheidende Hinweise liefern.

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