Veronica Ferres: Ihre bittere Abrechnung mit Filmbranche
Seit vier Jahrzehnten gehört Veronica Ferres (61) zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen des Landes. Doch es gab in der jüngsten Vergangenheit mal eine Phase, in der Ferres kaum Rollenangebote aus ihrer Heimat erhielt. Das verriet sie am Wochenende beim „Moonlake Entertainment Brunch“ in München. „Ich war einige Zeit in Deutschland als Schauspielerin nicht in Hauptrollen gefragt“, sagte sie dort vor geladenen Gästen, wie Sängerin Yvonne Catterfeld (46) und Schauspieler Philipp Hochmair (52, „Blind ermittelt“). Ferres stellte ihre erfolgreiche Krimi-Reihe „Alpentod“ (RTL) vor, für die in zwei Monaten die Dreharbeiten zur dritten Staffel beginnen. In dem Video oben seht ihr, warum Veronica Ferres in Deutschland weniger Rollen bekommen hat. Veronica Ferres: „Ist ein sehr harter Beruf“ Im Interview mit BUNTE.de erklärt Ferres, was hinter ihrer bitteren Abrechnung mit der deutschen Film- und Serienbranche steckt: „Da habe ich sehr viel im Ausland gedreht. Und dann war es hier nicht so. Es ist seit drei, vier Jahren hier auch wieder ein ganz großer Arbeitsbereich geworden, worüber ich sehr, sehr dankbar und glücklich bin.“ „Ich kann nur sagen, dass die Angebote in der Zeit mehr aus dem Ausland waren. Vielleicht weil die Branche irritiert war: 'Dreht sie jetzt nur noch drüben?'“, sagt Ferres. Ihr Tipp für junge Schauspieler*innen: „Man muss wissen, dass es ein sehr harter Beruf ist, in dem man mit viel Zurückweisung umgehen muss. Zumal man lernen muss, sich zu beschützen.“ Ferres' Fazit: „Wer auf Nummer sicher geht, hat in diesem Beruf verloren.“ ANZEIGE ANZEIGE Veronica Ferres ist jetzt Teil der Oscar-Akademie Doch nicht nur in Deutschland steht Ferres wieder regelmäßig vor der Kamera. Auch international läuft es für Veronica Ferres bestens. Vorige Woche wurde sie in die Oscar-Akademie eingeladen und darf künftig über die Vergabe des begehrtesten Filmpreises der Welt mitentscheiden. Zur Erinnerung: 1993 wurde die Mediensatire „Schtonk!” von Helmut Dietl (†70), in der Ferres die weibliche Hauptrolle spielte, als bester fremdsprachiger Film bei den Oscars nominiert. Die Komödie beleuchtete die Entstehung der gefälschten Hitler-Tagebücher und verhalf Ferres zum internationalen Durchbruch. Über ihre neue Oscar-Rolle sagt Ferres: „Das ist für mich als 61-jährige Frau – die Oscar-Nominierung war, da war ich 27 – einfach nach so vielen Jahrzehnten harter Arbeit, eine unfassbar schöne neue Aufgabe.”