Verrücktes Spiel des VfL-Stars: 11-Tore-Wahnsinn - Diks ins Finale
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Als Kevin Diks (29) Gladbach in Richtung Länderspielpause verließ, war er komplett bedient. Der Niederländer, der international für Indonesien aufläuft, hatte eine doppelte Elfer-Panne hinter sich: Beim 3:4 gegen Mainz scheiterte er selbst erstmals vom Punkt, traf nur den rechten Pfosten. Als er dann den zweiten Strafstoß trotzdem schießen wollte, nahm ihm Shuto Machino (27) einfach den Ball weg und verwandelte - kopfschüttelnd und wortlos stampfte der Vize-Kapitän anschließend durch den Spieltunnel. Zurückkehren wird er jetzt aber vermutlich mit allerbester Laune. Denn er hat das verrückteste Spiel seiner Laufbahn hinter sich. Und ihm winkt plötzlich ein prestigeträchtiger Titel!
Komplett irre: Im Kampf um den Finaleinzug beim FIFA ASEAN Cup gab es ein Fernduell zwischen den beiden Top-Teams Indonesien und Malaysia. Beide Nationen lagen vor dem letzten Gruppenspiel fast gleichauf. Um ins Endspiel zu kommen, musste Indonesien gegen den Tabellenletzten Bangladesch um ein Tor besser abschneiden als Malaysia gegen Singapur.
Der Spielfilm liest sich wie ein Krimi! Schon zur Pause führte Indonesien gegen den krassen Außenseiter mit 6:1, machte es sich dann aber etwas zu bequem. Malaysia traf kurz vor Schluss zum 5:0, wäre damit weiter gewesen. In der 90. Minute erhöhte Indonesien auf 7:1 und durfte in diesem Moment jubeln. Doch fast parallel erhöhte Malaysia auf 6:0 und Indonesien kassierte in 90.+1 den Gegentreffer zum 2:7 - plötzlich fehlten Diks und Co. zwei Tore!
An der Seitenlinie brach totale Hektik aus, die Trainer peitschten das Team nach vorne, Kapitän Diks mutierte vom Abwehrchef zum Mittelstürmer und erhöhte in Minute 90.+6 auf 8:2. Reichte immer noch nicht, doch in Minute 90.+7 fiel auch noch das 9:2! Damit war Malaysia raus und Indonesien darf mit Diks am Montag das Endspiel gegen Thailand bestreiten.
5-Tore-Teenie - Scouting-Tipp für Rouven Schröder
Diks sagte zuletzt schon über die Faszination, für sein Land anzutreten: „Wer diese Atmosphäre mal miterlebt hat, wird verstehen, dass man dafür auch mal ein Spiel in der Heimat verpasst.“ Vielleicht kommt er jetzt ja mit einem Titel zurück, auf jeden Fall aber mit einem Scouting-Tipp für Manager Rouven Schröder (50): Sein Teamkamerad Mitchell Baker von der Georgetown University ist erst 19, schoss in dem Wahnsinns-Match aber fünf Tore!