DAX +1,52 % 26.001,31 Pkt 17:30:14 MDAX +0,91 % 32.511,21 Pkt 17:30:14 Euro Stoxx 50 +1,08 % 6.426,50 Pkt 17:30:00 Dow Jones +1,52 % 53.004,14 Pkt 18:11:58 S&P 500 +1,95 % 7.582,70 Pkt 18:11:55 Nasdaq +2,95 % 25.862,31 Pkt 18:11:56 Nikkei -0,94 % 63.754,90 Pkt 08:45:03 Gold -0,37 % 4.091,90 USD 18:01:56 Silber -0,24 % 57,65 USD 18:01:43 Brent -4,78 % 83,73 USD 18:01:53 WTI -6,13 % 79,48 USD 18:01:59 Bitcoin +0,31 % 63.681,51 USD 18:11:56 EUR/USD -0,10 % 1,15130 USD 18:11:54 EUR/GBP +0,08 % 0,85670 GBP 18:11:59 EUR/CHF +0,44 % 0,93280 CHF 18:11:59 EUR/JPY -2,17 % 180,576 JPY 18:11:58

Verschlechterte Leistung: Microsoft kontert Vorwurf an neuem Dienst in Windows 11

Technologie

Microsoft weist Vorwürfe zurück, Windows 11 um einen neuen Hintergrunddienst ergänzt zu haben, der regelmäßig Telemetriedaten an das Unternehmen übertrage und dadurch die Systemressourcen deutlich stärker belaste. Der betreffende Dienst ist jedoch nicht neu, sondern wurde bereits vor längerer Zeit eingeführt. Von heimlich eingeführtem Dienst und Performance-Einbußen Ausgangspunkt der Geschehnisse ist ein Vorwurf, der am 31. Juli über den Kurz­nach­richten­dienst X verbreitet wurde. Darin heißt es, Microsoft habe mit „Windows Health and Optimized Experiences“ unbemerkt einen neuen Dienst eingeführt. Dieser soll automatisch mit Windows starten und Telemetriedaten wie unter anderem CPU-Auslastung, Temperaturen und Akkudaten sammeln und im Abstand von 15 Minuten an Microsoft übermitteln. Laut dem Post soll dieser Dienst allerdings ausschließlich für das Akku-Management von Laptops entwickelt worden und daher auf Desktop- beziehungsweise Gaming-PCs überflüssig sein. Außerhalb mobiler Plattformen sei dieser somit völlig nutzlos und würde lediglich unnötig die Leistung des Systems mindern. Anwender sollen den Dienst daher über die Windows-Dienste­verwaltung suchen und gegebenenfalls deaktivieren. Dienst ist laut Microsoft nicht neu Scott Hanselman, Vice President und Member of Technical Staff bei Microsoft GitHub, widerspricht dieser Darstellung allerdings deutlich. Seinen Ausführungen zufolge handelt es sich weder um einen unbemerkt hinzugefügten Dienst noch um das Sammeln von Telemetriedaten. Darüber hinaus soll der Dienst bereits 2025 eingeführt worden und genau für die Behebung jener Probleme vorgesehen sein, die ihm jetzt vorgeworfen werden: die Diagnose von Performance-Problemen. Erkennt der Dienst ein langsames oder ungewöhnlich träges Systemverhalten, kann er gezielt Performance-Traces lokal erstellen. Entsprechende Diagnose-Informationen werden dabei unter %SystemRoot%\Temp\DiagOutputDir\Whesvc abgelegt. Wird aufgrund der Probleme vom Nutzer eine Benachrichtigung an den Feedback Hub von Microsoft gemeldet, können die gesammelten Daten zur Analyse und Erkennung des Problems herangezogen werden. Dadurch sollen Microsoft-Entwickler konkrete Messdaten zu möglichen Engpässen erhalten, statt Performance-Probleme lediglich anhand einer Fehlerbeschreibung nachvollziehen zu müssen. Somit übertrage der Dienst auch keine Informationen an Microsoft. Nicht nur für mobile Geräte Ebenso weist Hanselman die Behauptung zurück, der Dienst sei ausschließlich für Notebooks und deren Akku-Management konzipiert worden. Die Funktion sei schon lange in Form der Performance Counter Bestandteil der allgemeineren Windows-Diagnose und somit nicht auf mobile Systeme beschränkt. Dabei werden standardisiert Informationen über die Auslastung und Leistung des Betriebssystems sowie laufender Anwendungen erfasst, zu denen beispielsweise CPU-, Arbeitsspeicher-, Datenträger- und Netzwerkdaten gehören. Diese stehen auch Administratoren zur Verfügung und sollen somit die Fehlersuche erleichtern, während Entwickler mit ihrer Hilfe zudem die Performance und den Verbrauch von Ressourcen in ihren Anwendungen prüfen können. Die Daten lassen sich unter anderem über den Windows Performance Monitor sowie über Programmier­schnittstellen und Skripte auslesen und bilden zudem eine der Grundlagen für Performance-Anzeigen innerhalb von Windows. Auch mit Kritik an der in seinen Augen übertriebenen Darstellung hält sich Hanselman nicht zurück. Seinen Post schließt er mit dem Satz „SAYING THINGS IN ALL CAPS FOR DRAMA DOESN'T MAKE THEM DRAMATIC“ ab. Microsoft Ganz unschuldig an den Vorwürfen ist Microsoft allerdings nicht. Bereits in der Vergangenheit hatte der Konzern mit jeder Windows-Version neue Hintergrund­dienste eingeführt, die zu einer immer weiter steigenden Grundlast geführt haben. Dies mag an vielen Stellen nicht direkt auffallen, da auch die von den Anwendern genutzte Hardware immer leistungsfähiger geworden ist. Werden allerdings die verschiedenen Windows-Versionen beispielsweise testweise auf einem älteren Notebook aufgespielt, sind gerade hier deutliche Performance-Unterschiede zu erkennen. Ebenso sollte deutlich werden, dass eine höhere Anzahl an Diensten im Hintergrund für einen höheren Stromverbrauch und damit kürzere Laufzeiten sorgen kann, selbst wenn bei der Arbeitsleistung keine direkten Unterschiede festzustellen sind.

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