Verstärkerzüge mit ungewöhnlichen Umläufen zwischen Düsseldorf und Köln
Zur Gamescom, die vom 26. bis 30. August 2026 auf dem Kölner Messegelände stattfand, beauftragte das Land Nordrhein-Westfalen für alle Veranstaltungstage Zusatzverkehr zwischen Düsseldorf und Köln. Die Züge verkehrten als RE 6 beziehungsweise RE 1. Zum Einsatz kamen zwei Garnituren des Eisenbahnunternehmens TRI (Train Rental International), bespannt mit der Mietlok 111 158 sowie der bahneigenen 111 027. Am Freitag, 29. August, wurde die 111 027 durch die 145 040 ersetzt.
Rundkurs statt Direktverbindung: Der Umlauf über Neuss und Solingen
Die direkte Strecke zwischen Köln und Düsseldorf war während des Veranstaltungszeitraums vollgesperrt, was zu ungewöhnlichen Umläufen führte. Die Züge fuhren teilweise auf einem Rundkurs: von Düsseldorf über Neuss und Köln-Worringen zum Kölner Hauptbahnhof und weiter über die Messe, Solingen und Hilden zurück nach Düsseldorf. Dieser Umlauf bot Fahrgästen zwar eine längere Reisezeit, ermöglichte aber eine durchgehende Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und dem Messegelände.
Selten befahren: Die Verbindungskurve Flughafen Terminal – Flughafen Bhf
Im Rahmen der Verstärkerleistungen wurde auch der Düsseldorfer Flughafen Terminal (Tiefbahnhof) bedient – eine Station, die im Regelverkehr nur von der S-Bahn angefahren wird. Besonders bemerkenswert war die letzte Leistung des Tages: Dabei befuhren die TRI-Garnituren die Verbindungskurve zwischen dem Flughafen Terminal und dem Bahnhof Düsseldorf Flughafen, auf der planmäßig kein Reisezugverkehr stattfindet. Für Eisenbahnfreunde war das ein seltenes Bild.
Fotos der Einsätze vom 27. August – darunter die 111 027 in Düsseldorf Friedrichstadt, die 111 158 in Düsseldorf Hamm sowie beide Lokomotiven am Flughafen Terminal – hat Leser Ulrich Wehmeyer aus Mannheim festgehalten. UW